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Archiv der ‘Reviews’ Kategorie

Review: F.R. – “Wer Bist du?”

Bereits seit letzten Freitag ist das mittlerweile vierte Soloalbum des jungen Braunschweiger Rappers F.R. auf dem Markt. Alle Tracks des Silberlings mit dem hoffnungsvollen Namen „Wer Bist Du?“ waren bereits fünf Tage vor Release auf F.R.´s MySpace in kompletter Länge zu bestaunen. Für uns Grund genug einmal in das Werk des gerade einmal 20-jährigen Rappers rein zuhören und euch unsere Kritik mitzuteilen.

Fast zwei Jahre ist es mittlerweile her, seitdem Fabian Römer mit „Vorsicht Stufe“ und vor allem mit der ersten Single „Rap braucht Abitur“ die Deutschrap-Szene wachrüttelte und sich unter den Besten Rappern des Landes etablierte. Doch szenekritische Statements wie eben in „Rap braucht Abitur“ hat der Braunschweiger bereits auf diesem Album ab gefrühstückt und so will er auf „Wer bist Du?“ eine komplett neue Richtung einschlagen. Naja komplett neu, ist vielleicht etwas übertrieben, aber es sollte eben anders werden. Nun widmen wir uns aber endlich dem 15-Track starkem Longplayer inklusive einem Hidden-Track.

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Review: Reflection Eternal – “Revolutions Per Minute”

Betritt man die Electric Lady Studios in New York dann spürt und erhascht sofort der Mief der Vergangenheit. Etliche Musikgrößen nahmen wahre Klassiker in dem von Jimi Hendrix erbauten Studio auf, das mittlerweile dem Branchenprimus Warner Brothers gehört. Auch große Rap-Alben haben hier ihren Ursprung: So rappte Nas zum Beispiel Verses für sein letztes Album „Untiteld“ hier ein, Erykah Badu sang für ihr viertes Album „New Amerykah Part One“ und die Roots haben die quasi-Dauerkarte für die legendären Gemäuer, unweit entfernt vom Broadway, schon längst gelöst. Auch das erste Reflection Eternal Album „Train of Thought“ wurde hier aufgenommen, keine Überaschung also dass man die legendären Electric Lady Studios erneut als Basis für die Arbeit an dem Sequel Revolutions Per Minute auserkohren hatte – 10 Jahre nach dem vermeintlichen Status Quo. Bereits 4 Singleauskopplungen („Back Again“, „In This World“ „Straingers“ & „Midnight Hour“), eine schöner als die andere, gab’s vorab zu bestaunen. Endgültig erscheint es hierzulande am 22.05.2010 – RapSpot.de nimmt das heiß ersehnte Album schon vor der Veröffentlichung unter die Lupe. Besondere Alben allerdings erfordern eine besondere Bewertung und so gibt’s die Review diesmal in Form einer Gesprächsaufzeichnung zwischen 2 Redakteuren unseres Magazines – Track by Track …

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Review: Kool Savas »John Bello Story 3«

Unbestritten kann der Kool Savas mit der „John Bello Story” auf eine Erfolgsgeschichte, die auf europäischer Ebene nach Ihresgleichen sucht, zurückblicken. Nach vielen Jahren beispiellosen Wachstums unter den Belloniern des Landes, hat es sich mit dem dritten Teil der Geschichte nun entgültig „ausgebellot“. Fragt sich, ob Moët & Chandon oder doch besser kostengünstiges Leitungswasser hätte getrunken werden sollen zum Release.

Savas ist – wenn er denn will – eigentlich ein nachdenklicher Mensch. Dies zeigen nicht zuletzt unzählige Songs wie „Krank“ (Tot oder Lebendig) oder auch „Der Beste Tag Meines Lebens“ (Der Beste Tag Meines Lebens). Ein gänzlich anderes Konzept verfolgte hingegen schon immer die „John Bello Story“. Seit Tag Eins galt es als eine Art Muss, möglichst viel Stuss und Unsinn loszuwerden, wie nur möglich war. Als hätten sich die auf dem Mixtape vertreten Künstler ein ganzes Jahr keinen Fehltritt mehr erlaubt und ließen auf der „John Bello Story“ dann immer so richtig die Sau raus. Mal mehr und mal weniger überdacht waren dabei schließlich die Songs, aber sicher nie zu durchdacht. „John Bello Story 3“ dagegen schlägt zum Ende eine noch einmal völlig neue Richtung ein. Nicht nur, dass so gut wie jeder Refrain auf die große „John Bello Story Tour 2010“ ausgerichtet ist. Nein, auch die Parts der einzelnen Künstlern klingen nach langen und zahlreichen Abstimmungsprozessen, von welchen auch immer wieder in den Produktionsvideos der „John Bello Story 3“ aus dem Internet zu sehen war. Statt jedem Künstler wie bei den Vorgängern ein wenig mehr Platz und Freiraum zu liefern, klingt auf „John Bello Story 3“ also nach Savas’ Federführung. Wie eben schon kurz angesprochen dürfte dies womöglich größtenteils mit den in der Vergangenheit gefallenen Umsatzerlösen für physische Datenträger und der daraus resultierenden Konzentration auf das Ticketgeschäft zusammenhängen. Schade nur, dass der dritte somit schon direkt beim ersten Durchhören einen kräftigen Kratzer erleidet.

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Review: Strong Arm Steady »In Search of Stoney Jackson«

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Was viele nicht wissen: Strong Arm Steady wurde von dem damals schon ziemlich erfolgreichen Xzibit gegründet. Kurios hierbei ist allerdings, dass es kein Strong Arm Steady Album gibt, auf dem Xzibit auch wirklich vertreten ist und es, wenn alles normal läuft, wohl auch nie eins geben wird – denn mittlerweile ist Xzibit nicht mehr Teil der Gruppierung rund um Mitchy Slick, Krondon und Phil Da Agony. Überhaupt haben Strong Arm Steady noch kein richtiges Album veröffentlicht, zumindest wenn es nach dem Mitglied Krondon geht. Selbiger meint nämlich “Deep Hearted” wäre kein richtiges Album. Deshalb ist es eigentlich umso erstaunlicher, was die Jungs aus L.A. featuretechnisch mit dem neuen Album “In Search of Stoney Jackson” auf die Beine gestellt bekommen haben: Talib Kweli, Planet Asia, Evidence, Oh No, Fashawn, Phonte und viele mehr lassen auf jeden Fall aufhorchen. Mindestens genauso nennenswert: Hinter den Reglern für das, nun ja, Erstlingswerk, steht der legendäre Madlib – alles angerichtet für ein Manifest des Sprechgesangs eigentlich … oder nicht?

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Review: Donato »Angst«

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Mittlerweile gute zwei Wochen haben die Fans des Dortmunder Rappers Donato es nun mit der „Angst“ zu tun. Jedoch nicht etwa, weil sein zweites Solo-Album gefloppt ist oder verschoben wurde, sondern schlicht und einfach wegen des Titels. Das menschlichste aller Gefühle, die Angst ist also das Hauptthema, welchem sich der 26-jährige auf dem Nachfolger zu „Damals Wie Heute“ (2005) widmet. Dass Donato viel Wert auf Qualität und guten Rap, sowie anspruchsvolle Lyrics legt, wissen wir nicht erst seit er uns im Interview zur Verfügung stand, sondern bereits von seinem restlos ausverkauften Erstlingswerk. Gewohnt bodenständig geht er jedoch in sein zweites Album, welches im Übrigen über das oftmals gelobte Münchener Label Kopfhörer Recordings erschien. Doch bereits im Intro „Neue Welt“ zeigt er mit lyrischer Raffinesse auf einem emotionalen Beat, wohin die Reise geht. Eindringlich sind auch die Cuts und Scratches am Ende des Songs, die den Appetit des Rap-liebenden Zuhörers anregen. Auf diesem Silberling schildert Donato bis ins Detail die nicht immer einfach zu verstehende und rhetorisch schwer greifbare Welt der Emotionen.

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Review: Gift Of Gab »Escape 2 Mars«

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Gift Of Gab, besser bekannt als Frontmann vom Westküsten-Duo Blackalicious, bringt mit “Escape 2 Mars” bereits sein zweites Soloalbum nach dem 2004 erschienenen “Fourth Dimensional Rocketships Going Up”. Letztes Jahr veröffentlichte er, in Kollaboration mit Rapper Lateef The Truth Speaker und Produzent Headnodic, zusammen als Mighty Underdogs, das Album “Droppin’ Science Fiction”.  Letztgenannter, Headnodic, tritt auch auf “Escape 2 Mars” wieder in Erscheinung, mit 3 Beats durfte er einen kleinen Teil zum Gesamtwerk beitragen, Hauptproduzent ist der eher unbekannte DNABEATS. Wenn man sich die Äußerlichkeiten der CD anschaut, besticht das Album durch ein außergewöhnliches Cover, welches den Hörer noch neugieriger macht und in eine träumerische Stimmung versetzt.

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Review: Fashawn »Boy Meets Boy«

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Bereits 2006 veröffentlichte der aus Fresno in Kalifornien stammende 1988er-Jahrgang Fashawn sein erstes Mixtape. Nun steht endlich sein Debütalbum „Boy Meets World“ in den Regalen, das, laut eigener Aussage, die Geschichte eines aufwachsenden Kindes, seine Geschichte, erzählt. Fashawn arbeitete schon mit Künstlern wie Planet Asia, Evidence, The Alchemist, Aloe Blacc, UNI, The Roots, Mick Boogie, Terry Urban, DJ Muggs und DJ Khalil, daher ist es auch nicht sehr verwunderlich, dass Exile die gesamte Produktion des Albums übernahm. Als Featuregäste findet man die schon oben genannten Aloe Blacc, Evidence und auch Exile, der auf dem nach dem Ex-Foot- und Baseballspieler benannten Stück „Bo Jackson“ einen Rap-Part beisteuert, sowie Devoya, J.Mitchell, Co$$ und Mistah Fab.

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Review: Maeckes »Null«

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Maeckes ist anders. Maeckes ist ein Freigeist und Indiviualist. Ein Kunst-Mensch und Mädchenschwarm. Maeckes ist verrückt, zynisch, melancholisch und lustig zugleich. Ein Lyriker, Liedermacher und, wenn er will, guter Reimer. Jedenfalls ist dies das Bild, dass nach verschiedensten Releases in verschiedensten Konstellationen entstanden ist in der Ära der post-dogmatischen Deutschrap-Aventgarde. Spaßrap auf Mackes und Plan B Alben, melancholischer Seelenstriptease mit Celina, Pop-Irrsinn mit den Orsons. Stets wirkt Maeckes dabei nicht untergeordnet, sondern stilbestimmend. Da stellt sich irgenwann zwingend die Frage wie ein Soloalbum eines solchen Tausendsassers klingen mag und wie aufgeregt war die Fangemeinde als “Null” angekündigt wurde! Schon die eigenwillige Promo ließ Wohlgesinnte Zunge schnalzen, Kritiker Augen rollen: “Schon wieder dieses selbstverliebte Geltungsbedürfnis, das mit seiner empfindsamen Seite kokettiert… ” So zog sich die Wartezeit immer unerträglicher in die Länge, wann würden die Freunde endlich die Null erreichen, bis es am Klimax der Spannungskurve, die bereits in Gereiztheit umzuschlagen drohte schließlich hieß: Wasserschaden, alles kaputt, kein Maeckes-Album. Null. Sollte dies ein Promomove gewesen sein, so ging er auf, denn augenblicklich wurde “Null” zum Mythos, zum unbekannten Klassiker, als wüsste man die fehlenden Kapitel der Kafka-Fragmente ungelesen verbannt.

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Review: Glashaus »NEU«

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Knapp zwei Jahre dauerte die Selbsterneuerung des Frankfurter Trios Glashaus. Seitdem hat sich einiges getan. Cassandra Steen verließ die Band zwar nie offiziell, doch nahm nun die Sängerin Peppa deren Platz bei Glashaus ein. Zusammen versuchen Moses Pelham, Martin Haas und Peppa erneut, ein Zeichen zu setzen und vielleicht auch an alte Erfolge anzuknüpfen. Doch kann ihnen dies gelingen? Schafft Glashaus den musikalischen Spagat zwischen moderner Pop-Musik und alt gewohntem Stil des Trios oder wollen sie vielleicht sogar ganz anders klingen? All das werde ich versuchen, herauszufinden.

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Reviews: Wale & Mädness

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Wale scheint gesehen werden zu wollen, ob er nun sein Album Attention Deficit nennt oder ob er sich durch die gesamte Musikindustrie featured, immer darauf bedacht zwischen Mainstream (Daniel Merriweather – Change) und Underground (The Roots – Rising Up, Skyzoo – Freshfest) zu pendeln. Und so liest sich auch ersteinmal die Tracklist.: Produziert wurde das Debut unter anderem von Entdecker Mark Ronson, Cool & Dre, DJ Green Lantern und Best Kept Secret, gefeatured wird das Album von Bun B und Marsha Ambrosius, aber auch von Gucci Mane oder Lady Gaga.

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Das Album “Zuckerbrot & Peitsche” von Mädness erschien am 6. November über das Label Unikat. Es hat eine Gesamtspiellänge von 62 Minuten und enthält Gastbeiträge von Kool Savas, Olli Banjo, Patrick mit Absicht, Morlockk Dilemma und Baggefudda & Elray. Fast 2 Jahre dauerte es, bis nach dem Debütalbum “Unikat” nun auch endlich das zweite Album des in Darmstadt wohnhaften Mädness erschien. Doch hat er sich entwickelt oder sich auf den Lorbeeren und dem Lobgesang der Journalisten ausgeruht, die sein erstes Album als “genial” und “wortwörtlich ein Unikat” bezeichneten? Ist sein Album noch aktuell genug oder wird dem Hörer hier ein textlich sowie soundtechnisch total veraltetes Album präsentiert? We will see…

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