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Archiv von Mai, 2009

Alibi Kolumne – Die 10 unfickbaren Sonntagsfakten – „Von falschen 50ern und bissigen 305ern – Who killed Davey Moore?“



„Von falschen 50ern und bissigen 305ern – Who killed Davey Moore?“


1.Sony Deutschland 2009 – Urban Tactics Pt.1!

Die gesamte deutsche Urban-Abteilung des Labels, immerhin noch drei Personen, hat sich zu einer Krisensitzung in einer Münchner McDonalds Filiale verabredet.
Manager Rudi: Also, dieses ganze Massiv Ding..nee..das läuft nicht. Jetzt will er auf einmal einen auf Streetworker machen. Wozu haben wir den eigentlich gesignt?
A&R Jean-Pierre: Keine Ahnung was mit dem los ist. Der redet nur noch von seiner Bewegung. Ich versteh das alles gar nicht. Ich hab ihm sogar schon Laufschuhe besorgt wegen seiner Bewegung. Hilft nix!
Praktikant Ulf: Darf ich mir ein Sparmenü holen?
Manager & A&R (im Chor): NEIN!
Praktikant Ulf: Och menno. Dann wenigstens ein Eis?
Manager Rudi: NEIN! Wir brauchen neue Ideen. Los, strengt euch an, Was ist grad angesagt bei den Kids? Was flasht die? Worauf floppen..äh flippen oder was auch immer diese Gören?
Der Praktikant vergräbt sein Gesicht in den Händen und wird von tiefer Traurigkeit erfüllt.
A&R Jean-Pierre: Also, ich hab ja immer ein Ohr auf der Straße und deshalb weiß ich zufällig wer gerade so richtig, richtig gut ankommt.
Manager Rudi (euphorisch): Phantastisch! Wer denn? Ich etwa? (lacht wiehernd)
A&R Jean-Pierre: Nein! Also passt auf, es gibt da diesen..äh..diesen..wie heißt er…ah ja Casper. Genau, so heißt er! Also der kommt bei allen gut an, bei den Mädels, bei den Jungs, sogar bei den ganz harten  Rockern und auch bei den Eltern. Der trägt immer enge Hemden und wollte sich mal umbringen und rappt über Skateboards und übers Rasieren. Perfekter Typ!
Praktikant Ulf(gelangweilt): Der ist aber schon bei Selfmade gesignt!
A&R Jean-Pierre: Stimmt, hab ich ganz vergessen. Aber dann gibt es ja noch diesen..hm..verdammt..äh..ah ja Kaas. Der ist ganz witzig, sagen jedenfalls alle. Der hat irgendwas mit diesem Amoklauf zu tun gehabt und ist jetzt Priester geworden, glaube ich, und rappt nur noch über Liebe und Elfen. Super!
Manager Rudi(stirnrunzelnd): Ach und SOWAS kommt gut an bei den Kids? Sind Schießereien und Drogendeals überhaupt nicht mehr angesagt? Das kann ich mir..
Praktikant Ulf(unterbricht): Hey ihr Witzfiguren, der ist auch schon gesignt!
Manager Rudi: Hey Ulf, nicht in dem Ton. Dann müssen wir die beiden eben davon überzeugen, dass sie es bei uns besser haben. Los, das schaffen wir doch mit links!
Fortsetzung folgt!

2.Der Boss der Bosse der Bosse der Bosse der…!

Rein sportlich betrachtet ist das natürlich der gute LeBron, aber da dies keine Sportkolumne ist gehört der Titel selbstverständlich Jay-Z aka Joe Camel. Moment, denkst du jetzt vielleicht, mein Homie G-Erhard ist doch der absolute King am Mic. Mag für dein Dorf stimmen, aber wir reden hier von internationaler Bosshaftigkeit in den Tätigkeitsfeldern Geldvermehrung und..äh..Geldvermehrung. Davon abgesehen ist er eben auch einer der besten Rapper aller Zeiten, das kann auch die letzte Kellerassel, die im Opiumrausch ihr drittes Auge sucht und über Tierkreiszeichen rappt, nicht verleugnen. Damit er diesen Titel auch weiterhin behalten kann, bemüht sich Brooklyn`s Lieblingssohn derzeit um eine neue Label-Heimat, sowie um eine neue erneute Label-Präsidentschaft. Da er ja nicht mehr bei Def Jam ist, benötigt er für Roc Nation einen Vertrieb und genau das soll ab jetzt Sony/Epic übernehmen, natürlich in Kooperation mit Live Nation, die auch weiterhin seine Tourneen organisieren. Da all dies aber nicht ausreicht und Joe Camel scheinbar immer noch denkt, dass er gleichzeitig Rapper, Werbeikone, Manager und Labelchef sein kann , will er es nach dem Def Jam-Ausflug noch einmal versuchen. Angeblich soll er sich mit seinen alten Kumpels Lyor Cohen und Kevin Liles getroffen haben, die ihm bei Warner ein eigenes Label namens Carter Music Group anbieten. Ob das wirklich stimmt und ob sich das mit dem relativ sicheren Epic-Deal erledigt hat, ist noch nicht bekannt. Reich wird er so oder so bleiben. PS: Peedi Peedi 4 Prez!

3.Deutschland, was geht ab?

Unser aller Lieblingsrapper King Zaza (oder King Zulu, wenn es nach Lunatronic geht) ist letztens in die Hip Hop Schlagzeilen geraten, weil er an einem besonders ausgeklügelten Coup beteiligt gewesen sein soll. Die Rede ist von Falschgeldherstellung! Jetzt fragt ihr euch sicher (und zwar wortwörtlich!): Wow, ist seine Booth nur Tarnung und dient vielmehr als Geheimtür zu einem unterirdischen „Hi-Tec“-Labor, indem hartgesottene Schlägertypen Geld fälschen? Die Antwort lautet: Nein! Die Booth benutzt er nur zum Rappen, auch wenn er das scheinbar selten und ohne jeglichen Anspruch an Qualität tut, denn gefälscht wurde per…Kopierer! Ja meine Freunde, die einfachsten Ideen sind manchmal die…einfachsten und am wenigsten erfolgversprechendsten. Jedenfalls sitzt er jetzt in U-Haft und wir können alle nur hoffen, dass Fler ihn mal anruft, damit es zu einer Fortsetzung des jetzt schon legendären Telefon-Battles kommt, welches uns semantische Raffinessen à la „Sag nicht Alter, Du Hund. Hast verstanden?“, Was wie red ich mit dir?“, Wie was will ich?“, „Was für Faxen?“ und natürlich „Das Problem ist das du und Godsilla wie eine Fotze redest“ bescherte. Klassisches Material!

4.Cürbis & Stan – Zwei Schnarchnasen tanken Schlafmohn! 

„Die Gerüchteküche brodelt, klare Sicht nicht möglich…“ rappte einst ein junger und hungriger Samy Deluxe und selbige brodelt auch heute noch. Speziell im  Interscope-Umfeld wurden in letzter Zeit immer wieder Gerüchte laut, dass Cürbis Cekzun und Marshall Mathers die Produktion eines gemeinsamen Albums in Erwägung ziehen würden. DJ Whoo Kid, der eigentlich letztes Jahr seine Frührente in Thailand angekündigt hatte, ließ immer wieder durchblicken, dass es diesbezüglich schon seit Jahren Überlegungen geben würde. Seiner Meinung nach würden wir uns ja auch alle auf dieses Gipfeltreffen freuen. Da muss ich allerdings mal einhaken. Würden wir uns wirklich darüber freuen? Wäre das wirklich eins dieser Alben, dass „Hip Hop retten könnte“. Und wenn ja, wovor? Fakt ist, dass sich dieses Album, besonders gemessen an heutigen Standards, exzellent verkaufen würde und sicher auch die ein oder andere nette Nummer enthalten würde. Fakt ist aber auch, dass es sich hierbei um zwei Künstler handelt, die ihren Zenit schon vor einer Weile überschritten haben und man deshalb eigentlich gar keinen kreativen Quantensprung mehr erwarten kann. Desweiteren ist aber auch Fakt, dass Interscope Fiffys Unit nicht mehr haben will und man davon ausgehen kann, dass dieser auf Jimmy Iovine nicht mehr allzu gut zu sprechen sein dürfte. Ach ja und Detox gibt es ja auch, das könnte man ja vorher noch rausbringen, bevor man sich größenwahnsinnig auf das nächste Mammut-Projekt stürzt. Die Zukunft liegt definitiv woanders!
  
5.K.R.A.U.M.H.!

Das bedeutet soviel wie Kohle reguliert alles um mich herum. Die Shaolin Kampfsportgruppe wusste eben schon damals, worum es wirklich wirklich wirklich geht. Bun B weiß es auch, was er leider nicht weiß, ist, wie man gute Beats pickt, damit man sich ein Soloalbum tatsächlich mal von vorn bis hinten anhören kann. Egal, mit Monetos scheint er sich jedenfalls auszukennen und fühlte sich deshalb auch dazu befähigt, in einem Interview aufzudecken welche Rapper eigentlich wirklich Geld durchs Rappen verdienen würden. Seiner Meinung nach sind das nämlich nur sechs Leute und zwar Jigga, Yeezy, Weezy, Jeezy, T.I. und Luda. That`s it! Soulja Toy, Will.I.Fergie und Flo-Rian erhalten immerhin noch eine Ehrennennung, aber ansonsten soll es das gewesen sein. Cürbis wurde zwar nicht erwähnt, aber der macht sein Geld ja auch mit Vitaminwasser und Medienprojekten. Bevor ihr empört aufschreit, sei gesagt, dass Bun B unter „Geld machen“ etwas anderes versteht als wir Normalbürger. In diesem Kontext versteht er darunter, dass man richtig Asche macht, sprich vom Label auch was abbekommt, und dann so abgesichert ist, dass man theoretisch auch mal ein halbes Jahr aussetzen kann, ohne das der Lebensstandard merklich darunter zu leiden hätte. Und das können, bei genauerer Überlegung, sicherlich die allerwenigsten. Sich selbst bezieht er da gleich mit ein und erklärt, dass er auch nur durch ständiges Touren überleben kann. „Big Pimpin´“ ist schon verdammt lange her, das sagt er ganz ehrlich und nimmt damit hoffentlich einigen Neuankömmlingen die glitzernden Illusionen. Die neue Fake Bling-Welle, zu deren prominentesten Anhängern Gucci Mane zählt, spricht da auch eine ganz eindeutige Sprache. Having money ain´t everything, not having it is!    

6.Smarten up Nas? Naw, dumb it down!

Irv Gotti ist für viele Dinge bekannt. Er hat Ja Rule und Ashanti zu Superstars gemacht, wurde festgenommen wegen des Verdachts auf Geldwäsche , hat sein Label Murder Inc. an die Wand gefahren und darf jetzt in einer eigenen Reality Show rumhampeln. Für besonders intelligente oder geistreiche Kommentare ist er allerdings nicht bekannt und hat dies kürzlich erst wieder unter Beweis gestellt. In einem Interview wurde er auf Nas angesprochen, da Irv ihn ja mal zu seinem Inc. Verein holen wollte, und sollte sich zu dessen Karriere äußern. Der Befragte beteuerte erst einmal wie sehr er Nas respektieren würde und das dieser ein guter Freund sei, bevor er sich dann konkret äußerte. Ginge es nach Irv Gotti, dann sollte Nas ab jetzt nur noch über Oochie Wally und andere Belanglosigkeiten rappen, denn seiner Meinung nach ist Nasty Nas am Stärksten wenn er den Gehalt seiner Texte reduziert und sich dümmer stellt als er eigentlich ist. Wer „Dumb It Down“ von Lupe kennt, weiß wie der Hase läuft. Nichtsdestotrotz findet es Irv natürlich spitze wenn Nas „versucht die Welt zu verändern und nachzudenken“. Mal davon abgesehen, dass man ihm letzteres ebenfalls empfehlen möchte, ist das natürlich völliger Unsinn. Schlaubi Nas for the win!

7.Schmarles Schmamilton!  

Der Sonic-Fan mit den rosa Kopfhörern ist auf dem besten Weg dahin, nicht nur der überschätzteste und überbewerteste Rapper der gesamten Hipster-Fraktion zu werden, sondern auch der peinlichste und am meisten nach Aufmerksamkeit heischende von allen Leggins-Katzen. Nachdem letztens erst ein Video aufgetaucht war, in welchem sich Charles mit seiner Freundin streitet, nur um sie anschließend in einem furiosen Rap-Battle tödlich zu beleidigen, woraufhin sie ihm ordentlich eine donnert, ist nun ein weiteres, nicht weniger grenzwertiges Stück Filmkunst aufgetaucht. In dem Video, einer Webcam-Konferenz zwischen Schmarles und seiner Flamme auf der einen und einer Freundin/Therapeutin auf der anderen Seite, reflektieren beide noch mal über den Vorfall: Und zwar so gut das eben geht mit offensichtlich eingeschränkten, intellektuellen Fähigkeiten. Da die beiden allerdings ein alles andere als harmonisches Miteinander pflegen, geraten sie natürlich gleich wieder in Streit und diskutieren dann darüber, ob sie letztens vorm Club eine Szene gemacht hat oder nicht. Schmarles will dann noch irgendjemanden anrufen, der das angeblich bestätigen kann, aber spätestens da haben die meisten Zuschauer schon längst abgeschaltet. Kinder, macht noch mal ein letztes Battle, trennt euch danach und verschont uns in Zukunft mit intimen Disputen. Achja Schmarles, das gilt auch für deinen musikalischen Output. Shut it down!

8.Preview – Angriff der irischen Schneemänner !

Der von mir sehr geschätzte Bostoner Hip Hop Journalist Chris Faraone veröffentlichte kürzlich eine appetitmachende Liste von Eindrücken, die er beim Pre-Listening des neuen und bald erscheinenden La Coka Nostra Albums gesammelt hat. Da er auf eine Promo-CD, aus Angst vor einem möglichen Besuch von Slaine, Ill Bill, Everlast, Big Left, Danny Boy und DJ Lethal im Falle eines Leaks, verzichtet hat, schrieb er sich während der Session einfach ein paar Notizen auf und eine Auswahl davon präsentiere ich euch jetzt mit eigenen Anmerkungen:
Everlast eröffnet das Album mit folgender Line: „The Pope’s a pedophile with a drug habit” und gibt damit schon mal den Kurs vor. Reflektierte Sozialarbeiterlyrik gibt es woanders!
Es soll wohl recht gitarrenlastig ausfallen, was für alte House of Pain Fans allerdings kein Problem darstellen sollte, oder?
Snoop Dogg(!) ist auf einem Track gefeaturet, der für LCN-Verhältnisse recht catchy ausfällt. Für den Club wird’s sicher nicht reichen, für die Metzgerei aber allemal!
Es gibt einen von Alchemist produzierten Track mit Bun B(!!)-Feature. Das ist gut, denn der Bun braucht anständige Beats und die Koksbande braucht den Bun, damit die Südstaatler erkennen wie großartig das alles ist!
Angeblich (Faraone war gegen Ende schon ziemlich dicht)soll es auch eine Bankräuberhymne geben, in der Bill jemandem androht ihn mit Möbeln totzuschlagen. Durchaus möglich, sag ich mal!
Fazit: Besteee!

9.Das sind Pitties die beißen…!

Pitbull ist kein Rapper der wegen lyrischer Extravaganzen für Aufsehen sorgen könnte. Das weiß er auch und hat deshalb das einzig Richtige getan: er hat sich seine Nische geschaffen. So hampelt er seit Jahren schon in Miami rum und ballert im Jahresrhythmus Alben raus, die sich zwar nicht allzu spektakulär verkaufen, aber immer mindestens eine Single enthalten, welche die Clubs zum Wackeln bringt. Demzufolge hat er sein Live-Game auch ordentlich aufpoliert und verdient damit seine Kröten. Vielleicht weniger als Tony Montana, aber sicherlich noch mehr als Emilio Rebenga (der stirbt nämlich schon ziemlich früh, lieber Farid Kubaurlaub). Um auch regelmäßig gebucht zu werden, muss man sich natürlich professionell verhalten, um potentiellen Veranstaltern eine gewisse Seriosität und Zuverlässigkeit zu vermitteln. Letztens wurde Pitbulls Fähigkeit dies zu tun auf eine harte Probe gestellt, als es während eines Auftritts des Miaminesen zu einem schlagkräftigen Vorfall kam. Aus unbekannten und nicht ganz nachvollziehbaren Gründen zog der Pit einen Fan aus der ersten Reihe zu sich auf die Bühne, woraufhin dieser anfing den Rapper mit Scheinen zu bewerfen. Da dies eine außerordentliche Respektlosigkeit darstellt, immerhin will man ja nicht als Stripperin dastehen, verpasste er dem Scheinewerfer eine ordentliche Ladung Gesichtstechno. Der Getroffene flog gleich mal einen Meter und Herr Bull wurde von der Security in Schach gehalten. Money Is A Major Issue. Indeed it is!    

10.Was macht eigentlich…!

Freeway? Jaaa meine Freunde, die Saga um Phillys Lost Generation geht unerbittlich weiter. Aber keine Sorge, wenn ich mit Philly Freezer durch bin (No Homo!), war es das und andere Städte bekommen auch wieder eine Chance. Free ist einer meiner absoluten Lieblingskünstler, deshalb finde ich es in seinem Fall besonders schade, wie sich die Dinge so entwickelt haben. Ein möglicher Bösewicht ist mal wieder Joe Camel, so wie bei allen anderen Philly Boys, aber er alleine ist sicher nicht Schuld. Das erste Mal habe ich seine wahnwitzige Stimme auf dem Überhit „1-900 Hustler“ gehört und war sofort begeistert. So wie er das gemacht hat, die Patterns, die Stimme, die ganze Delivery, sowas gab es vorher noch nicht. Das war komplett eigenständig und zehnmal innovativer als die gesamte 7L & Esoteric-Diskographie. Na gut, das ist auch nicht sonderlich schwer, aber ihr wisst ja was ich meine. Das erste Soloalbum war dann leider nicht ganz der Klassiker den ich mir erhofft hatte, da einfach zu viele Zugeständnisse an vermeintliche Clubs und Radiostationen gemacht wurden, enthielt mit „What We Do“ allerdings einen meiner Lieblingssongs und die beste The Wire-Vertonung bis dato. Ich war jedenfalls angefixt und freute mich total als ich kurz darauf im Groove Attack Store mehrere Freeway Whitelabels für wenige Euros erstehen konnte. Auf das zweite Album haben Lunatronic und ich uns natürlich total gefreut, einerseits weil wir die größten Leslie Pridgen-Stans des Landes sind und andererseits weil es lange Zeit recht ruhig um ihn war. Gut war es dann auch, auch wenn es wieder nicht für einen Klassiker gereicht hat. Und jetzt? Angeblich ist vor kurzem ein zweiter Teil seines Debüts independent erschienen, aber das hat scheinbar keiner mitbekommen. Ach ja und noch was zu Joe Camel: Letztes Jahr performte er „What We Do“ zusammen mit seinem Schoßhündchen Memphis und ließ den Bartträger, dessen Song es ja eigentlich ist, im Backstage versauern. Hünd!


Danke fürs Lesen!


 

In diesem Sinne-lasst es euch gutgehen und mach mal wieder High Five mit MC Hammers Bruder Flo-Rian, während dieser am Arsch festgehalten wird…so wie Hans-Jürgen! CultureClashGäng, Bitches!


PS: Hier geht’s zum Kolumnenarchiv!

PPS: Checkt bitte Lunatronics neue „Diggin…“-Kolumne und kommentiert sie!

PPPS: Yeezys potthässliche Louie-Sneaker kosten NUR zwischen $870 und $1140. Schlagt zu!

Kritik bitte an:  wzeut9mnc74hd@kLoä+=js.de

T.I. x Lil Wayne x Kayne West x B.o.B.

Es gibt ein neues Mixtape von T.I. mit dem bezeichnenden Namen “A Year And A Day”. Zwei (sehr gute) Tracks könnt ihr euch schon mal anhören. Wer mehr hören will, kann das ganze Tape hier runterladen.

T.I. feat. Kanye West & B.o.B. – On Top Of The World

T.I. feat. Lil Wayne – Done It Now

The Game disst Dre …

… vom Produzenten Team Cool & Dre(!) auf seinem neusten Track.

Tell Dre I’ve been doing some thinking. And, um. I don’t know how to say this. ‘Hate It Or Love It’ was wack!


Seltsame Ansage von The Game, wenn man mal bedankt, dass “Hate It Or Love It” zu seinen stärksten Songs gehört. Mal sehen was da in nächster Zeit noch kommt.

The Game – Champion

Dada Life – Just Do The Dada [Cover/Tracklist/Video/Tracks/May Mix]

Dada Life sind bekannt für ihre kongenialen monatlichen Mixe, die sie ins Netz stellen. Zumindest ist das bei mir so. Wie es aussieht kommt von den beiden nun auch ein Album am 09.September mit dem Namen “Just Do The Dada”, was natürlich ein Pflichtkauf ist. Die ersten beiden Tracks “Love Vibrations” und Happy Hands And Happy Feet  können schon mal auf ganzer Linie überzeugen.

Zusätzlich gibt es jetzt noch den May Mix 2009, das erste Dada Life Video zum Album + die Tracklist.

Dada Life – Happy Handy and Happy Feet

Tracklist
01 Don’t Feed The Dada
02 Happy Hands And Happy Feet
03 No Need For Machines
04 Love Vibrations
05 Don’t Snort The Yellow Snow
06 Let’s Get Bleeped Tonight
07 Cheap Thrills For A Lost Generati
08 Sweet Little Bleepteen
09 Perfect Itch
10 So You Wanna Be A Prankster
11 We Set You Free
12 Right There

Dada Life – Dada Life May Mix 2009 Download

Tiga – Shoes (Mr Oizo Remix)
Unconditional – Gladiators (Nari & Milani Remix)
Curses! – The Deep End (Bart B More Remix)
Prodigy – No Good (Dimitri Vegas Bootleg Mix)
Dada Life – Happy Hands & Happy Feet (Malente’s Wasted Kidz & Wacky Mix)
Diplo & Afrojack – How I Like It
Djedjotronic feat.Spoek – Dirty and Hard (Boys Noize Remix)
Albin Myers – Times Like These (Dada Life Remix)
Proxy – Raven (Crookers Remix)
Dada Life – Cheap Thrills For A Lost Generation (12″ Edit)
Designer Drugs – Zombies (Bird Peterson Remix)
Don Diablo – Get on the floor (Don Diablo’s Just Begun Edit)
The Bloody Beetroots Feat Steve Aoki – WARP 1.9

Elektro Runde: 30.05.2009

Dumme Jungs – Saber Rider (!!!)

80kidz – Getting You Off (feat. Hey Champ)

La Roux – Bulletproof (Just A Band Remix)

sneaky sound system – it’s not my problem (thin white duke remix)

Lenka – Trouble Is A Friend (Eli Escobar remix)

Juice x Bun B – Can’t Crush My Cool

Neuer Track von Juice mit Bun B, der wohl von dem Album “The Anticipated” stammt, dass bald erscheint. Klingt zwar ganz gut, aber ich will lieber ein Album von der Hit Maschine Clyde Carson hören. 

Juice – Can’t Crush My Cool (feat. Bun B) (Produced by Drumma Boy)

Bonus: Playaz Circle feat. Young Jeezy & Lil Wayne – Stupid (Remix)

Diggin The Crates #3 – Opas und Enkels


Opas und Enkels.

Nach einwöchiger Pause zwecks Umzug und zu schönem Wetter am Wochenende, melde ich mich heute mit einer Kolumne zurück, die es in sich hat.

Den Anfang macht ein weiterer Splash-Act (letzte Ausgabe: Method Man & Redman) auf den ich mich ganz besonders freue.
Es handelt sich um keinen geringeren als das A Tribe Called Quest-Urgestein und Ummah-Mitglied Q-Tip, der sich letztes Jahr nach längerer Abstinenz mit “The Renaissance” erfolgreich zurückmeldete. Für mich war das Album einer der Lichtblicke 2008 und der Beweis, dass Boom-Bap immernoch fresh klingen und so mancher Opa locker mit den Jungen mithalten kann!
Ein Beispiel dafür ist die erste Single “Getting Up”. Der Beat stammt von keinem Geringeren als J Dilla, der hier ungemein catchy mit einem Black Ivory Sample um die Ecke kommt.
Der Song “You and I” erschien zuerst auf dem Album “Don´t Turn Around” von 1972. Unbedingt auschecken!

Nach dem “Opa” kommen wir nun zu einem meiner Hoffnungsträger unter den momentanen Jungspunden. Drake. Kanadier, Rapper, Sänger, Schauspieler, Swagger-König, Cash-Money-Signing…
Wer sich davon nicht überzeugen lässt, muss sich halt mal seine Musik anhören. Seine letzten 2 offiziellen Mixtapes “Comeback Season” und “So Far Gone” sind der Hammer und zwischendurch verkürzt Drake die Wartezeit immer mit Free-Tracks. Einer davon ist “Get Over”. Der Track ist zwar schon etwas älter aber ich bin letztens über das Sample gestolpert und wollte es euch nicht vorenthalten.
Der Beat auf den Drake hier rappt stammt vom Foreign Exchange Album “Connected”, welches 2004 das Kollabo-Projekt zwischen dem Little Brother-Rapper Phonte und dem holländischen Producer Nicolay einläutete.
Dieser flippt für den Song “All That You Are” den Sylvers-Hit “That´s What Love Is Made Of”.
4 Jahre später schnappt sich Drake das Instrumental und killt es. Listen!

Ein weiterer Jungspund ist The Kid Daytona. Ich hab noch zu wenig von ihm gehört um ihm eine ähnlich goldene Zukunft wie seinem Vorgänger zu prophezeien…
Aber die EP “The Daytona 500″ und das Konzept, das dahinter steckt, klingt schonmal sehr interessant.
Und zwar schnappt sich das Kind mit dem komischen Namen einen der meistgesampleten Songs überhaupt und lässt eine Reihe von mehr oder weniger namenhaften Nachwuchsproducern (u.A. 6th Sense!) die Arbeit machen.
Der Song “Nautilus” von Bob James dürfte wohl jedem bekannt sein und wurde wie gesagt schon für einige Klassiker durch den Wolf gedreht. Zum Beispiel für Run DMCs “Beats To The Rhyme”, Slick Ricks “Children´s Story”, Stieber Twins “Allein Zu Zweit (Remix)” oder Ghostface Killahs “Daytona 500″.
Ob das Konzept aufgeht, weiss ich nicht. Entscheidet selbst!

via Mixtapesammelstelle.

Video: Dennis Lisk – Lass los

Nach “Navigation” bringt nun Clueso Dennis Lisk sein zweites Video raus. Mir gefällt es. Sein Album “Suchen & Finden” soll am 10.Juni erscheinen – also pünktlich zum Splash.

Video: Dennis Lisk – Lass los

Kaas, Tua & MSTRKRFT beim Splash Special von MixeryRawDeluxe

Die Festivalsaison steht schon fast wieder vor der Tür, und in unserer aktuellen Sendung kamen uns einige Künstler vor die Kamera, die zu den Highlights im SPLASH-Lineup zählen: Wir trafen KAAS und TUA sowie die Jungs von MSTRKRFT in Hamburg, die sehr unterschiedliche Seiten des Musikspektrums beim diesjährigen SPLASH repräsentieren – oder gibt es da doch mehr Gemeinsamkeiten, als man auf den ersten Blick vermutet?

Alibi Kolumne – Die 10 unfickbaren Sonntagsfakten – “Von Schneehunden und Streithammeln – I`m your pusher!”

„Von Schneehunden und Streithammeln – I`m your pusher!“

1. ARGE-Gesprächsprotokolle Pt.3 – Specter, Spaiche und Halil!

Die drei ehemaligen Aggro Berlin-Chefs sitzen der ARGE-Beraterin mit Laptops auf den Knien und Handys an jedem Ohr gegenüber.

Beraterin: So meine Herren, nach dem ich schon zwei ihrer ehemaligen Angestellten in Arbeit bringen konnte, werde ich mich heute um sie kümmern.

Spaiche: Nein, nein, wir kümmern uns um EUCH!

Beraterin (irritiert): Bitte? Wie meinen sie das denn jetzt?

Specter: Hör mal zu. Die Farbe und die gesamte Außenpräsentation eures Ladens sind nicht cool. Nicht nur das es keine Aufmerksamkeit und damit auch keinen Buzz generiert, es macht die Leute sogar depressiv. Der Eingang wird..hm..rot-weiß, genauso wie eure Outfits.

Beraterin (entrüstet): Aber so sieht es hier nun mal aus. Das kann man nicht ändern!

Spaiche: Denk doch mal wirtschaftlich. Wenn du ins große Geschäft einsteigen willst, dann musst du dich auch dementsprechend vermarkten. Ich habe hier mal eine Flipchart-Präsentation vorbereitet.

Beraterin (wütend): Jetzt reicht es aber. Ich suche Arbeit für sie und sie wollen hier streichen und…und Flips verkaufen. Aber so nicht, meine Herren!

Halil: Chill mal, Alte. Ich kümmer mich um alles. Ich stell unten einen Stand auf und vertick die Jobs an die Meistbietenden. Zu jedem Job gibt’s dann eine Anti Ansage Nr. 8, da haben wir nämlich noch ein paar Restposten im Lager. Hähähä!

Specter: Killer! Ich besprüh den Stand und designe das Layout der Jobversteigerungsbroschüren!

Beraterin (tobend): JETZT REICHT ES ABER, MEINE HERREN. HIER BESPRÜHT KEINER ETWAS UND ANSAGEN MACHE NUR ICH. WOLLEN SIE JETZT ARBEIT ODER NICHT?

Spaiche (verwundert): Bitch, wir haben genug Geld. Wir dachten nur, wir greifen euch mal bisschen unter die Arme. Neues Image, relevantere Zielgruppe, mehr Einnahmen. Ich habe da eine Idee, wie wir den Umsatz…

Die Beraterin drückt schreiend den Panikknopf unter der Schreibtischplatte.

R.I.P. und Ende.

2. Comeback Season – The Kraut Edition!

Pünktlich zur demnächst anstehenden Festivalsaison melden sich einige alte Bekannte aus dem Winterschlaf zurück und kündigen ihr Comeback an. Zum einen wäre da Manuellsen, der croonende Pott-Rapper und Labelboss, der sich denkwürdig verabschiedete, aber dann in einer Art Schwebezustand zwischen Aktion und Resignation verharrte. Und auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, stand doch eigentlich immer eines fest: M hat es drauf. Musikalisch hat er es drauf und alles andere, wie hitzköpfige Drohungen und inkonsequente Ansagen, kann man doch getrost unter den Teppich kehren, zumindest solange man über die rein musikalische Komponente spricht. Und das auch ein Azad nicht jeden dahergelaufenen Lulli aus Kleinbratzdorf auf die Bühne und in Videos holt dürfte ebenfalls bekannt sein. Manuellsen jedenfalls gelobt Besserung und räumt Fehler ein. Mit Massiv hat er sich wohl schon versöhnt und auf ein Interview mit dem rap.de-Chef müssen wir sicher auch nicht mehr lange warten. Was sich jetzt genau hinter „M.Bilal 2010“ verbirgt, weiß momentan nur Manuellsen. Aber das sein Fokus wieder ausschließlich auf Musik liegt, ist ein gutes Zeichen. Ich vermute es wird ein reines R`n`B/Soul- Album und das ist gar nicht mal verkehrt, immerhin ist J-Luv weiterhin Undercover unterwegs und somit keine Konkurrenz vorhanden. Der zweite Auferstandene ist kein Geringerer als Afrob aka Locke der Boss. Nachdem schon längere Zeit spekuliert wurde, kündigte er nun an im September ein neues Album über G-Lette Music (heißt wirklich so!) veröffentlichen zu wollen. Wenn es an alte Stärken anknüpft, bin ich da sofort dabei. Dude started out with a classic!

PS: Dendemann macht auch wieder was, aber da mich das letzte Album sowohl zuhause als auch live so dermaßen enttäuschte, äußere ich mich dazu nicht weiter. Bäh!

3. Tape ch-check: „…die Nummer Eins in Berlin, Arschloch!“

Vor ca. neun Jahren betrat ich den Plattenladen meines damaligen Vertrauens, mit dem festen Vorsatz eines dieser aberwitzig guten Tony Touch-Mixtapes zu erstehen. Eins hatte ich schon. Auf diesen Trichter bin ich durch mein Schulpraktikum gekommen, welches ich kurz zuvor bei einer coolen Werbeagentur absolviert hatte. Ich saß da immer hinten bei den Grafikern, die ständig kifften, las Bücher über Logikfehler in Star Trek Serien und moderne Architektur, während Tonys Tapes auf Dauerrotation liefen. Einer der Hänger hatte nämlich ein ganzes Regalbrett davon. Zurück zum Laden. Ich wurde enttäuscht, denn es gab keine Tapes mehr. Fast jedenfalls, denn eins hatte er noch: Berlin No. 1 Vol. 2 hieß es und stand ganz alleine und traurig im Regal rum. Nach kurzem Überlegen, immerhin war ich ein überzeugter Eimsbush-Fan, kaufte ich es und fing am nächsten Tag im Zug an mir die Sause per Walkman ins Ohr zu ballern. Was soll ich sagen? Es war unglaublich…geil! Was die da gerappt haben, der Slang, die Beats, das war alles Neuland für mich und ich spulte einige Stellen hundertmal zurück. Meistens wenn Savas einsetzte oder Royal TS irgendwas komplett Verstrahltes vom Stapel ließen. Den Fuat-Skit fand ich ehrlich gesagt völlig daneben. Erstens weil ich Eißfeldt cool fand, zweitens weil ich es völlig ernst nahm (ausgerechnet SOWAS!) und drittens weil ich den darauffolgenden Track immer vorspulen musste. Vorgestern legte ich das Tape nach jahrelanger Pause mal wieder ein. Ich feier immer noch dieselben Sachen wie damals. Und zwar richtig. Danke, Staiger!

4. New Jersey Gimmick Show!

Zu Mood Muzik-Zeiten tat ich seine subtilen Seitenhiebe gegen (vermeintliche) Gegner und andere Phantome noch als Bestandteil seines Gesamtkonzepts ab, aber inzwischen scheint sich ein bedenkliches psychologisches Profil abzuzeichnen. Joey scheint von der Vorstellung, sich durch Attacken gegen andere Rapper ständig beweisen zu müssen, krankhaft besessen. Ob er tatsächlich schizophren ist oder einfach nur Minderwertigkeitskomplexe hat, weil das Hinterteil seiner besseren Hälfte den größeren Buzz im weltweiten Netz hat, spielt dabei eigentlich gar keine Rolle mehr. Denn der Jersey-Repräsentant hat kürzlich einen Kardinalsfehler begangen. Sich mit Ransom und Saigon anzulegen ist eine Sache, aber jemanden wie Method Man, immerhin eine gestandene Legende, völlig grundlos anzugreifen ist noch mal ein ganz anderes Level an Ignoranz. Der Auslöser war, wie so oft, eine Nichtigkeit in Form einer sinnfreien „Wer sind die besten Rapper“-Liste des Vibe Magazins. Die sezierte Budden per Video und meckerte dabei ohne Unterlass. Ein seltsamer Zeitvertreib, möchte man meinen, immerhin könnte man in der Zeit auch frisches „Slaughterhouse“-Material aufnehmen. So musste dann der gute, alte Mef herhalten. Ob Budden ihm wirklich lyrisch den Kopf abreißen könnte, kann ich (noch) nicht beurteilen. Aber eines steht jetzt schon fest: Wer sich mit Method Man anlegt, legt sich mit dem Clan an und die können fliegen und zaubern. Wusstest du das nicht, Johannes Butter?

5. Groupie Love for Wheelchair Jimmy!

Drake ist der Määän. Auch wenn ihn hierzulande noch nicht viele auf dem Radar haben, teilweise aus Unwissenheit, aber auch aufgrund seiner Nähe zum Young Money Turnverein, was den ein oder anderen Rawkus-Recken vorm Auschecken abhalten dürfte. Völlig zu Unrecht, denn wenn man sich mal sein erstes Mixtape „Comeback Season“ anhört, dann weiß man warum Drizzy seit Monaten einen solchen Hype in den US of A hat. Und das als Kanadier, der vorher in einer Fernsehserie einen Rollstuhlfahrer gespielt hat. Verrückt oder? Sicher, er bedient durch seine Sangeskünste und sein Auftreten auch die Teenie-Zielgruppe, aber dann feiern die Gören wenigstens mal jemanden mit Talent bzw. jemanden der sich schon neben The Clipse, Little Brother und auf Dilla Beats bewiesen hat. Da wir gerade beim Thema Gören sind: Drake scheint einer der wenigen Rapper zu sein, die ohne je ein Album rausgebracht zu haben und ohne in der A-Liga mitzuspielen, ein unglaubliches Pimp Game besitzen. Auf einem bekannten Groupie Blog, auf dem sich die Mitglieder dieser speziellen Gattung über ihre Eroberungen austauschen, tauchten kürzlich gleich drei Erlebnisberichte auf. Alle drei Damen schwärmen in den allerhöchsten Tönen von Drakes Qualitäten als Liebhaber. Und von seinem schönen Appartement. Es gibt da übrigens auch Berichte über Blu(!), Jazze Pha(!!!) und sogar Donnis Lieblingsrapperin Nicki Minaj hat Groupies. Hier geht’s übrigens lang, ihr Schaweinchen!

6. Der junge Jochen und der deutsche Schäferhund!

Young Joc ist kein guter Rapper. Das ist nicht nur meine persönliche Meinung, sondern das steht auch genau so in jedem guten Lexikon. Schaut nach! Letztens stellte er unter Beweis, dass er auch kein besonders großer Hundefreund ist. Besser gesagt kein Freund von zugekoksten Kampfhunden. Klingt komisch? Ist aber so und trug sich folgendermaßen zu: Der junge Jochen, der derzeit in einen Rechtsstreit mit seinem Sklaven-Label Bad Boy verwickelt ist, chillte mit DMX, dem kaputten Ex-Ruff Ryder, und Katt Williams, dem thuggishen Comedian, in seiner Crib. Anwesend war außerdem Katts Hund, einer von der mieseren Sorte. Was die drei bzw. vier da machten? Schnee schaufeln natürlich! Seltsamerweise ließ Joc den Rest der Welt per Twitter an diesem denkwürdigen Freizeitvergnügen teilhaben und zwitscherte fröhlich vor sich hin. Erst stritten sich Katt und X, der erst vor kurzem noch in Interviews von Gott und Läuterung gefaselt hatte, um die letzte Line und dann bekam sie wohl der Hund. Joc schrieb dann noch, dass dieser ihn böse angucken würde und er Angst hätte. Beim nächsten Eintrag war es dann schon passiert: der Hund hatte ihn gebissen. Beef gäbe es nicht zwischen ihm und Williams, nur der Hund musste eben eingeschläfert werden. Traurige Sache, vor allem weil er ein so erfülltes Leben im Schnee führen durfte. Mir hat vor zehn Jahren mal ein Schäferhund in den Arm gebissen und das ohne Koks und DMX. Ungerecht!

7. Drama, Drama, Drama!

Das hier ist nicht die Bild und ich bin auch nicht Frauke Ludowig (thank the lord!), aber wenn es um unsere Helden von einst und heute geht, dann muss ich einfach darüber schreiben. Selbst wenn es um Ärger mit Frauchen geht. Bei Nas und Kelis brennt ja seit kurzem richtig die Hütte. Und zwar so richtig richtig richtig übel. Das urbane Traumpaar, das immer ein wenig wie die Flodders-Version von Beyoncé und Joe Camel wirkte, wollte ihrer Beziehung durch ein gemeinsames Kind eigentlich die Sahnehaube (bzw. -bandana) aufsetzen und ein für alle Mal alle Zweifler zum Schweigen bringen. Jetzt wurde bekannt, dass die Beiden sich schon vor einer Weile getrennt haben und zwar nicht so einvernehmlich wie oft behauptet wird. Es geht, im Klartext gesprochen, um Kohle. Beide werfen sich aus der Distanz recht öffentlich diverse Flüche und Drohungen an den Kopf. So soll Kelis gesagt haben, dass sie ihn finanziell ausbluten lassen wolle, während der Straßenjünger aus QB der Meinung ist, sie könne ruhig alleine für sich und en gemeinsamen Sohn aufkommen. Unschön. Zumal ich so sehr auf ein Kollabo-Album der zwei Genre-Primusse gehofft hatte!

8. Das Mega-Alfamännchen!

Alfamega ist mein neuer, persönlicher Held. Wenn man Destruktivisten wie Hulk, Bud Spencer und Mister T. feiert, muss man ihn einfach mögen. T.I.`s ehemaliger, da wegen Snitchens in Ungnade gefallener, Weedcarrier/Freizeitbodyguard/American Gladiator hat mal wieder für ordentlich Radau und eine Handvoll verletzte und verstörte Polizisten gesorgt. Bei einer ganz regulären Verkehrskontrolle, so regulär wie die in den US of A eben ablaufen, fand man in Alfamegas Automobil eine Waffe. Offensichtlich hätte die da nicht sein dürfen. Der cholerische Mutant ist natürlich gleich ausgerastet und wollte fliehen. Die Ordnungshüter, die inzwischen in weiser Vorraussicht Verstärkung herbei geordert hatten, versuchten natürlich verzweifelt eben dies zu verhindern. Aber trotz zahlenmäßiger Überlegenheit und dem exzessiven Einsatz von Pfefferspray gelang es dem Alfatier die Herrenrunde zu sprengen und zu entkommen. Es ist im Übrigen davon auszugehen, dass er während des gesamten Procedere lauthals lachte und den Spaß seines Lebens hatte. Bewundernswert! Später fand man ihn dann leider hinter einer Mauer liegend, mit gebrochenen Beinen. Damit war die Flucht beendet und die Polizisten durften aufatmen. The fun of a lifetime, mofos!

9. Party Report #3: It`s a Wedding, Fishes!

Letzten Sonntag gab es keine Kolumne. Glücklicherweise habe ich eine Ausrede: die phänomenale Hochzeit von Dresden`s Flyest DJ Fake! Anfahrt und Feier nahmen einfach so viel Zeit in Anspruch, dass die Kolumne mal wieder ausfallen musste. Allerdings war es sehr sinnvoll investierte Zeit, da Fake einfach mal der Baus ist und die Feierlichkeiten unsere Erwartungen bei weitem übertraf. Als wir die Location, ein recht exklusiver Beachclub mit Pool in dem die Gastgeber einen Bereich gemietet hatten, erreichten, kam ich mir vor wie in einem Rick Ross-Video. Große, weiße Zelte, zuvorkommende Kellnerinnen, weißer Sand und natürlich (und ab hier ist es mehr Harry als Ricky) lauter schöne Menschen. Spitze! Das Brautpaar stahl selbstverständlich allen Anwesenden den Shine, so wie sich das gehört. Das Essen war spitze, die Gästeschar buntgemischt und Siggi machte den Silbereisen. Zu später Stunde kam dann noch der Rest der Gäng und es wurde mit tatkräftiger Unterstützung von Atze Panzer, dem Bürgermeister der Radebronx und Decino-Intimus, an der Tanke weitergefeiert. Ein denkwürdiges Erlebnis, meine Freunde. Danach ging es dezimiert zurück in einen nahegelegenen Prollschuppen. Hinter dem DJ-Pult, der DJ war überraschenderweise ein talentfreier Hobbit, war die Pseudo-VIP-Lounge, in der auch nur Pseudo-VIPs rumhampelten. Und wir natürlich. Als diese neckisch frisierten Aufschneider auch noch anfingen, mit ihren Champagnerflaschen zu wedeln, wäre es fast eskaliert. Wäre mir zu dem Zeitpunkt auch ganz recht gewesen, schließlich hatte ich schon die ganze Zeit über besorgniserregende Gewaltfantasien beim Anblick dieser armseligen Ammer-Jünger. Wir haben es dann aber doch dabei belassen und die Zelte abgebrochen. Sparta muss man ja nicht jedes Mal verteidigen, richtig? Fazit: Hochzeit besteee und Schickimicki niiirrrcht!

10. Was macht eigentlich…!

Peedi Crakk? Ihr seht schon, ich arbeite jetzt die ganze Lost Generation aus Philly ab. Nicht grundlos, schien diese Stadt doch das Potenzial zu haben, der alten und behäbigen Schwester New York die Show zu stehlen. Wenn mich nicht alles täuscht, dann habe ich genaue diese These in meiner allerersten Kolumne aufgestellt. Nun ja, hat nicht sollen sein. Peedi ist in diesem Kontext allerdings noch mal ein besonders tragischer Fall. Denn während die beiden Übertalente Free und Beans zumindest für einige Zeit Höhenluft schnuppern und an Jiggas schier überdimensionalen ROCzipfel hängen durften, kam dem charismatischen Latino diese Ehre nie so richtig zu Teil. Sicher, auch er war bei Roc-A-Fella gesignt, aber so richtig ist da nie was passiert. Ich weiß noch wie mir Questlove letztes Jahr im Interview begeistert von Peedi vorschwärmte (ok also eigentlich schwärmten wir beide um die Wette-no homo!) und Andeutungen machte, der junge Phillyaner wäre schon so etwas wie ein inoffizielles Mitglied. Besonders begeistert zeigte er sich damals von dessen Individualität und Arbeitsmoral. Leider wurde daraus nie ein Album, die Mixtapes waren auch nur teilweise befriedigend. Laut diverser Quellen sollte ja im Mai „A Night in the Life“ über Amalgam erscheinen, aber da es weder eine Single, noch sonstige Promo gibt, dürfte sich dieses Gerücht wohl schnell detoxizieren. P prizzy mac-milly go rrrrrrrring!

Danke fürs Lesen!

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In diesem Sinne-lasst es euch gut gehen und steht mal wieder Rücken an Rücken mit einer Blümchenkleid tragenden Busta Langstrumpf…so wie Vorzeigehausfrau Martha Stewart! WeGettinMädchenMoneyGäng, Bitches!

PS: Hier geht’s zum Kolumnenarchiv!

PPS: Black Milk ist einer der besten Produzenten der Gegenwart!

PPPS: Freut ihr euch auch schon alle aufs Splash? Dann esst schön auf, damit es nicht regnet!

Kritik bitte an: wzeut9mnc74hd@kLoä+=js.de

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