SchwänzenGäng Blog

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Archiv von Dezember, 2009

Top 10 des Jahres 2009 by Alibi

2009 war irgendwie ein komisches Jahr, zumindest was Musik angeht. Das lag zum einen daran, dass in den zwei Jahren zuvor so viele gute Releases rausgekommen sind (auf denen ich natürlich hängengeblieben bin) und andererseits an der simplen Tatsache, dass mich einige alte und neue Helden sehr enttäuscht haben. Die Alben von La Coka Nostra, M.O.P. und Asher Roth waren allesamt nicht so gut wie ich es als Fan eigentlich erwartet hatte. Der dritte Faktor lautet Zeit. Irgendwie brauche ich immer mehr davon, um mich Alben einzulassen und habe gleichzeitig immer weniger davon. Egal, ein paar gute Veröffentlichungen gab es trotzdem, wobei mich besonders die Rattos Locos aus Hamburg extrem überrascht haben. Definitiv die Neuentdeckung des Jahres! Ich freu mich jedenfalls schon auf das kommende Jahr, welches als das Jahr in die Rap-Geschichte eingehen wird, in dem Lupe Fiasco mit einer Laserpistole alle Hipster-Schmipster zerstörte. See you Schweinchen at Splash Festival, ja?!

  1. Wiz Khalifa – Flight School
  2. Hiob & Dilemma – Apokalypse Jetzt!
  3. Drake – So Far Gone
  4. Nate57 & Telly Tellz – Verrückte Ratten
  5. Raekwon – Only Built For Cuban Linx Pt. II
  6. Banana Boys – Die Farbe Gelb
  7. Nicki Minaj – Beam  Me Up Scotty
  8. K.I.Z. – Sexismus Gegen Rechts
  9. Rick Ross – Deeper Than Rap
  10. Alexander Marcus – Mega

Alibi interviewt Maeckes

Maeckes fängt noch mal bei Null an, um die Welt auf sein kommendes (von vielen heißerwartetes) Solodebüt KIDS vorzubereiten. Eine Reinigung vor dem Befreiungsschlag. Sozusagen. Was er zu seinem aktuellen Machwerk zu sagen hat, sowie zu dem Drake-Vergleich, Versagensangst, Videomimik uvm., könnt ihr hier lesen:

Null hätte eigentlich auch Arielle heißen können oder? Erzähl mal, wie es zu dem Zwischenfall bzw. der Verzögerung kam!

Warum Arielle? Weil Null keine Beine und einen riesengroßen Schwanz hat? Hu. Nee, Null kam zu dem Zeitpunkt, zu dem es kommen sollte.  Alle anderen Dinge konnten wir nicht beeinflussen.


Eineinhalb Jahre nach dem Album mit Celina, in denen du v.a. an den Orsons-Alben gearbeitet hast, scheint sich der Kreis wieder zu schließen. Ist unglückliche Liebe eine gute Inspiration?

Keine Ahnung. Generell aber glaube ich, dass negative Gefühle einfachere Inspiration sind. Positive Lieder klingen immer gleich platt. Und eigentlich ist unglückliche Liebe ja die schönste von allen… nie wird es wieder so unschuldig und perfekt, wie in dem ersten Moment in dem man sich glaubt zu verlieben. Ein Ideal, an das Beziehungen, zumindest nach ein paar Jahren, nie heranreichen werden. Jedoch öffnen langjährige Beziehungen natürlich eine andere Tür. Und Liebes-Ideale sind sowieso nur Parfüm.


Fräulein Bird muss dann wohl auch das bleiben was sie ist. Kunst über Glück?

Kunst beschert Glück. Zumindest im Prozess. Machen ist die beste Medizin. Wenn ich vor die Entscheidung gestellt werde, „Glück ohne Musik“ oder „Musik“, würde ich mich wohl für Musik entscheiden. Da sie in meiner Welt die höchste Wahrscheinlichkeit für Glück bietet. Vielleicht ein Sicherheitsgedanke.


Glaubst du, dass du mit deiner teilweise brutalen Ehrlichkeit und dem Zugeben von Schwäche, ähnlich wie KAAS mit seiner Liebe, Ängste bei anderen Rappern weckst?

Menschen haben meistens vor dem Angst, was sie nicht kennen. Also wer weiß… Durchwegs hart zu sein ist nicht immer leicht, besonders wenn man am Ende des Tages alleine zu Hause sitzt und manche Probleme mittels dieser Härte nicht gelöst worden sind. Rapper wie KAAS und ich bilden da schon in gewisser Weise ein Gegenmodell, weil wir trotz – oder gerade wegen der Ver-Imagung-  in unseren Texten sehr menschlich sind und echte Probleme, Freuden etc. ansprechen.


Würdest du sagen, dass du durch deine Theatererfahrung einen Vorteil gegenüber „konventionellen“ Rappern hast? Stichwort Mimik und Gestik in den Videos..!

Soll das ein Kompliment sein oder locker darauf hinweisen, dass ich zu viel dessen in meinen Videos habe? Hm. Theatertechnisch finde ich mich übrigens sowieso unter aller Sau, ich kann mir das nicht angucken… Und am Ende des Tages unterstreichen Mimik und Gestik ja doch nur das Gesagte, wie es auch stattfindet, wenn man sich aufregt oder traurig ist. Das kann jeder. Das kann auch jeder lernen, wenn er das will. Selbst „konventionelle“ Rapper.  Die vielleicht als letztes, aber sie auch.


Zum Entstehungsprozess von 0: Was konntest du in Wien machen, was in anderen Städten nicht möglich gewesen wäre?

Mir Zeit nehmen. Alles an mir überprüfen und ggfls. neu erlernen. Wenn man irgendwo zuhause ist, ist man immer zu einem gewissen Teil das, was die anderen in einem sehen. Da kann man sich nicht selbst updaten. Kumpels aus Kinder- und Jugend- und Gegenwartstagen haben ein bestimmtes Bild von dir; da werden eventuelle Veränderungen spät bis nie bemerkt. So auch bei der Musik. Und da hab ich übrigens genaugenommen in Wien gar nicht an Null gearbeitet. Null war eigentlich das Album, das ich vor meinen Abgang nach Wien fertiggestellt habe um auf Null zu kommen. Eigentlich war der Song „Ich muss gehen“ das erste Lied auf dem Album Null. Es war ein Aufbruch, ein ’sich all den Dreck von den Schultern bürsten’ bevor es losgeht. In Wien selbst habe ich eigentlich nur an den berühmt-berüchtigten Gitarrenliedern und ein bisschen an KIDS gearbeitet, Null war in seiner Rohfassung (also Endfassung) schon längst abgehandelt und um nochmal auf die eigentliche Frage zurückzukommen: Was ich in Wien speziell machen konnte, hätte ich in jeder anderen deutschsprachigen Stadt, in der ich keinerlei bis kaum Infrastruktur besitze, auch machen können.


Gab es in der Zeit auch mal Phasen der Einsamkeit und Versagensängste oder nur Freiheit und Unabhängigkeit?

Gab es jemals das eine ohne das andere? Zumindest blitzt das eine immer mal auf, wenn man gerade das andere durchlebt. Na klar. Und gerade bei Null war es ja eine sehr schwierige Entscheidung, die sehr viele Versagensängste mit sich gezogen hat. Ich hab mich immer davor gedrückt Solosachen zu releasen, obwohl das immer mein Traum war. Aber ich konnte mich einfach nie selbst zufrieden stellen mit meiner eigenen Musik, also hab ich Kompromisse gesucht, bei denen ich am Ende sagen konnte „da stecken nur 50% von mir drin“ oder „es ist nur ein zusammengewürfelter Tonträger, nichts besonderes“, etc. Null war meine persönliche Antwort darauf. Alles direkt aus dem Bauch. Und zwar durch den Mund raus! Gekotzt!! Eine nicht vollständig-verdaute Mahlzeit, die ich direkt auf den Teller befördert habe. Das habe ich dann noch mit meinen Mitteln ein bisschen garniert und serviert… Tata. Nur so konnte ich den Fluch des möglichen Versagens abschütteln. Es gab kein Zurück mehr, das ist mein Solodebüt. Und nachträglich bin ich über die Entscheidung wirklich froh, denn ab jetzt kann ich Musik machen.


Kannst du dir diese Art zu leben auch für später vorstellen?

Versteh ich nicht. Welche? Die als Künstler, als Getriebener, als jemand der seinen Träumen nachjagt, als Typ der in fremde Städte zieht, um schreiben zu können, als Rapper, als Musiker – niemals.


Die Beats sind ja, genau wie Grafik, Layout und Video, sehr reduziert und eigensinnig.  Hat das auch etwas damit zu tun, dass du den Hörer fordern willst? „Zwischen“ treibt mich z.B. jedes Mal in den Wahnsinn…!

Mich auch. Auf „Zwischen“ habe ich übrigens von lauter Liedern, die ich mag, die menschlich-unperfekten Geräusche rausgesampelt, also z.B. das Einatmen bevor man anfängt zu singen, oder wenn man bei der Gitarre umgreift und das dann so quietscht, all das. Es ist mein kleiner Kommentar zu einer Zeit des Maschinen-Perfektionismus, in dem man alles eliminiert, was nicht perfekt klingt. Oder man es höchstens mit Absicht drin lässt, weil dann das Gesungene noch mehr berührt. Unabsichtlich ist kaum noch was. Also hab ich ein paar unabsichtlich klingende Atmer, etc  rausgesucht und zu „Zwischen“ zusammengewürfelt. Generell kann ich aber auf deine Frage mit Ja antworten. Vieles ist anstrengender als es vielleicht sein müsste, dafür wird man aber auch hier und da mit einfachen Dingen wieder belohnt. Wie ein Mensch halt.


Du hast ja alle Myspace-„Freunde“ gelöscht und obwohl du jetzt auch twitterst,  kann man den Eindruck gewinnen, dass dich diese sozialen Netzwerke bzw. das Internet an sich sowieso kaum interessieren.

Ich finde das Internet und diese ganzen Netzwerk-Facebook-Dinger sehr faszinierend, wirklich. Das ist eine unglaubliche Entwicklung. Ich guck mir das sehr gerne an, aber halt aus der Ferne. Ich fühle mich nicht wohl auf solchen Portalen. Ich will keine Verpflichtungen gegenüber einer Maschine haben. Ich mag die reale Variante lieber.


Was hältst du eigentlich von dem Drake-Vergleich, der des Öfteren mal geäußert wurde?

Entbehrt einiger Grundlagen: Ich z.B. kann nicht singen. Noch nicht. Und er scheint mir immer sehr perfekt über sehr cleane Produktionen das beste Bild von sich präsentieren zu wollen. Das trifft auf mich auch noch nicht zu. Er macht gerne auch so R`n`B-mäßige Sachen. Ich hasse R`n`B. Aber er rappt gut. Wenn es da eine Übereinstimmung geben sollte, hört man mich sich nicht beklagen. Auf der Oberfläche gibt’s natürlich wahnsinnige viele Übereinstimmungen: beide tragen engere Hosen, singen, rappen, haben schwarze Haare.


Danke und ein gutes Jahresende, sowie ein erfolgreiches Jahr 2010!

Vielen Dank, dir auch.

Hier nochmal der Link zum aktuellen Maeckes Release “Null”

Video: Wissy (Bananaboys) – Fantasyman

Aus dem kommenden Mixtape “Mache Eier” – feier ich natürlich !

Frohe Weihnachten

Top 10 des Jahres 2009 by Donni



Da sich 2009 dem Ende neigt, dachte ich mir ( nach dem Konzept der Juice Zeitung) nun auch eine Top10 von diesem Jahr zu erstellen.  Natürlich ist das ganze sehr subjektiv und entspricht nur meinem ganz persönlichen Geschmack. Wer eigene Vorschläge hat oder was ergänzen will, was ich sträflicherweise wohl vergessen habe, der kann das gerne mit einem Kommentar machen.

Eine Top 10 von Alibi wird es übrigens an diesem Sonntag statt der üblichen Kolumne geben.

01. La Roux – La Roux (LP)
02. Clipse – Til The Casket Drops (LP)
03. The Bloody Beetroots – Ramborama (LP)
04. Nate57 – Blaulicht (Track) | Nate 57 & Telly Tellz – Verrückte Ratten (Mixtape)
05. Drake – So Far Gone (Mixtape)
06. Fler – Check Mich Aus (Track)
07. Tua – Grau (LP)
08. Sonny Black & Frank White – Zwei Turntables und ein Mic (Track)
09. KiD CuDi – Man On The Moon (LP)
10. K.I.Z. – Sexismus gegen Rechts (LP)

Da es sich um eine Top10 handelt, kann ich nicht alles unterbringen, was mich dieses Jahr neben unzähligen Podcasts begleitet hat ( ja ich höre unterwegs zu 90% Podcasts und nur ca. 10% Musik). Deswegen werden noch ein paar Künstler erwähnt, die sehr gute Releases hatten:  La Coka Nostra, Jay-Z, Rick Ross, Kamp & Whizz Vienna, Wiz Khalifa, Eko Fresh, Kollegah & Farid Bang …

Mehdi Mixmas

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Frohe Weihnachten wünscht DJ Mehdi / Ed Banger Records.

“In the spirit of the season, I prepared this little mix for your Christmas pleasure. It’s nothing too fancy, just some of those 09 tracks, mixed and recorded at home, while dancing with my CDJ’s. Starts quite smoothly and gets harder towards the end, just like I like it.”

Tracklist

1. SEVEN SEALS James Pants (Stone Throw)
2. SO MANY NIGHTS Burns (Breastfed)
3. EVERYBODY WANTS Kid Sister & Green Velvet (Relief)
4. HUNGRY FOR THE POWER Azari & Ill/Agayo Remix (Cliché)
5. DISCOMONSTER Le Le/Mercury Remix (Magnetron)
6. GET ON DOWN Feadz (Ed Banger)
7. ATTO D’ARMORE Serge Santiago (Arcobaleno)
8. IF YOU CAME HERE Tony Senghore (Anonym)
9. CHAPEL OF GHOULS Boy-8-Bit (Mad Decent)
10. BECAUSE OF YOU Skunk Anansie/Michel Cleis Remix (One Little Indian)
11. BANGKOK Boris Dlugosh (Phantasy)
12. HELLS BELLS Arveene & Misk (Clampdown)
13. WEDOUWEDOU Momma’s Boy/Kid Kaio Remix (Sound Pellegrino)
14. COMPUTER JUICE Riton & Seiji/DIM & TAI Remix (Turbo)
15. KEEP ON MOVING Philip & Lloyd (Off Track)

via Coolcats

Alibi Kolumne – Die 10 unfickbaren Sonntagsfakten – „Von Spinnenmännern und Vogeljungen – Ick bin ein Burrliner!“

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