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Archiv der ‘Allgemein’ Kategorie

Bushido x Film x Mimik

(via spiegelonline)

Hier mal ein netter Screenshot aus dem aktuellen Bushido-Film “Zeiten ändern dich”. Was sagst uns dieses Bild? Alle vier “Darsteller” verfügen über sensationelle Mimik-Fähigkeiten. Am besten kommen noch die zwei Raketen links weg (der Lulli und das OJ Kingpin-Double). Das MC Bogy-Double (2. von rechts) guckt lieber dümmlich verträumt am Protagonisten vorbei, welcher wiederum versucht den ersten Platz im “Stelle dich selbst als Wachspuppe dar”-Pantomimewettbewerb zu gewinnen. Was können wir daraus schließen? Der Film wird den Oscar für die beste fremdsprachige Madame Tussauds-Dokumentation bekommen!

Styles P, Jadakiss & Pharoahe Monch (LIVE)

(via Miss Info)

Die kräftigen Rabauken aus Yonkers und der (leider etwas in der Versenkung verschwundene) Monch stehen zusammen auf der Bühne und machen Rap. Erst die Loxer mit der Über-Hymne “We Gon` Make It” und danach Styles mit dem Pharoahe (übrigens der bestgeschriebenste Rappername aller Zeiten!) und “My Life”. Hab ich damals auf der Soundbombing 3 in Amerika gehört, aber da hieß der Track “The Life”. Egal, macht Spaß dabei zuzusehen wie Erwachsene rappen!

Bushidos “Zeiten Ändern Dich”: Vorschau und Interviews

Bild via zeiten-ändern-dich.de

Am 4.2. läuft mit “Zeiten ändern dich” Bushidos Leinwanddebüt in den Kinos an – schon jetzt zeigen wir euch in Zusammenarbeit mit Constantin Film erste Filmausschnitte, Blicke hinter die Kulissen und Interviews u.a. mit Bushido, Moritz Bleibtreu, Hannelore Elsner und Elyas M’Barek, der den jugen Bushido spielt. Auch Regisseur Uli Edel, Produzent Bernd Eichinger und natürlich Fler und Kay One kommen dabei zu Wort und erzählen ihre Anekdoten zur Entstehung des Films.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage zum Film: http://www.zeiten-aendern-dich.de

via MixeryRawDeluxe

Nas x AZ x Sprite (1997)

Style. Wunderschön. Die alten Buddies Nas und AZ sitzen auf einer Project-Treppe und rappen über..irgendwas. Ist auch egal. Firmbiz und Durst gehorchen, mehr braucht es nicht. Was ist eigentlich seitdem passiert? Warum gibt es sowas nicht mehr? Warum ist aus AZ nie was geworden? Warum muss Nas seiner Ex monatlich 50.000$ zahlen? Genug Fragen für Jadakiss um ein neues “Why?” zu machen. Hip Hop Hooray..ganz im Ernst!

PS: Kriegt ihr bei “The Essence” auch immer feuchte Augen?

Faces & Spaces mit Harris & Bintia

Foto von Robert Wunsch | via ArtSchoolVets

Gestern habe ich eine Mail von einem Leser zu der Seite artschoolvets.com bekommen (Danke dafür). Dort gibt es ein interessante Foto/Interview Reihe mit dem Namen “Faces & Spaces”. Diesmal wurde DAS deutsche Hip Hop Paar Harris und Bintia besucht und rausgekommen ist ein sehr unterhaltsamer Beitrag, den man sich anschauen sollte.

Faces & Spaces mit Harris & Bintia

1 Hartz für die Warner Music Group

http://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2008/06/dosemitleid.jpg

Der Musikindustrie geht es nicht gut. Das wissen wir alle. Allerdings gibt es viele Abstufungen von “nicht gut”. Ganz unten auf der Armutsskala steht dabei das Warner Imperium. Die Jungs in der Chefetage hungern, nur um ihren Künstlern den verdienten Lohn zahlen zu können. Fair und selbstlos-wo gibt es sowas heute noch? Besonders schlecht steht es dabei um Lyor Cohen. Der 50-Jährige, der u.a. mal von TVT Records verklagt wurde und die Geldwäscherei Murder Inc. überhaupt erst ermöglicht hat, geht mit gutem Beispiel voran und bezieht deshalb nur …aber lest selbst:

http://paidcontent.org/images/editorial/_original/warner-music-group-2009-compensation-o.jpg

In China essen sie Hunde 2.0

(via Byron Crawford)

Handlung? Ein Comedian namens M2THAK, der scheinbar mit Jordan Tower Films verbandelt ist, spaziert in ein China Restaurant und stiftet dort mehr Unruhe als SAMCRO. Essen und Service scheinen dort nicht besonders  gut zu sein (was der Protagonist offensichtlich schon selber erlebt haben muss) und deshalb rächt er sich nun. Das wirklich Bemerkenswerte ist dabei wie er absolut gar keinen Ficki auf gar nichts gibt. Gotta love it!

Suff Daddy x Biggie x Nasty Boy Remix

http://www.mp3community.de/portal/resources/549.jpg

Der  Kölner Produzent Suff Daddy, einigen sicherlich noch  von dem Produzenten-Special aus der Juice bekannt, hat einen Remix zu Christophers “Nasty Boy” rausgehauen. Sehr funky, sehr nasty, sehr big!

Top 10 des Jahres 2009 by Alibi

2009 war irgendwie ein komisches Jahr, zumindest was Musik angeht. Das lag zum einen daran, dass in den zwei Jahren zuvor so viele gute Releases rausgekommen sind (auf denen ich natürlich hängengeblieben bin) und andererseits an der simplen Tatsache, dass mich einige alte und neue Helden sehr enttäuscht haben. Die Alben von La Coka Nostra, M.O.P. und Asher Roth waren allesamt nicht so gut wie ich es als Fan eigentlich erwartet hatte. Der dritte Faktor lautet Zeit. Irgendwie brauche ich immer mehr davon, um mich Alben einzulassen und habe gleichzeitig immer weniger davon. Egal, ein paar gute Veröffentlichungen gab es trotzdem, wobei mich besonders die Rattos Locos aus Hamburg extrem überrascht haben. Definitiv die Neuentdeckung des Jahres! Ich freu mich jedenfalls schon auf das kommende Jahr, welches als das Jahr in die Rap-Geschichte eingehen wird, in dem Lupe Fiasco mit einer Laserpistole alle Hipster-Schmipster zerstörte. See you Schweinchen at Splash Festival, ja?!

  1. Wiz Khalifa – Flight School
  2. Hiob & Dilemma – Apokalypse Jetzt!
  3. Drake – So Far Gone
  4. Nate57 & Telly Tellz – Verrückte Ratten
  5. Raekwon – Only Built For Cuban Linx Pt. II
  6. Banana Boys – Die Farbe Gelb
  7. Nicki Minaj – Beam  Me Up Scotty
  8. K.I.Z. – Sexismus Gegen Rechts
  9. Rick Ross – Deeper Than Rap
  10. Alexander Marcus – Mega

Alibi interviewt Maeckes

Maeckes fängt noch mal bei Null an, um die Welt auf sein kommendes (von vielen heißerwartetes) Solodebüt KIDS vorzubereiten. Eine Reinigung vor dem Befreiungsschlag. Sozusagen. Was er zu seinem aktuellen Machwerk zu sagen hat, sowie zu dem Drake-Vergleich, Versagensangst, Videomimik uvm., könnt ihr hier lesen:

Null hätte eigentlich auch Arielle heißen können oder? Erzähl mal, wie es zu dem Zwischenfall bzw. der Verzögerung kam!

Warum Arielle? Weil Null keine Beine und einen riesengroßen Schwanz hat? Hu. Nee, Null kam zu dem Zeitpunkt, zu dem es kommen sollte.  Alle anderen Dinge konnten wir nicht beeinflussen.


Eineinhalb Jahre nach dem Album mit Celina, in denen du v.a. an den Orsons-Alben gearbeitet hast, scheint sich der Kreis wieder zu schließen. Ist unglückliche Liebe eine gute Inspiration?

Keine Ahnung. Generell aber glaube ich, dass negative Gefühle einfachere Inspiration sind. Positive Lieder klingen immer gleich platt. Und eigentlich ist unglückliche Liebe ja die schönste von allen… nie wird es wieder so unschuldig und perfekt, wie in dem ersten Moment in dem man sich glaubt zu verlieben. Ein Ideal, an das Beziehungen, zumindest nach ein paar Jahren, nie heranreichen werden. Jedoch öffnen langjährige Beziehungen natürlich eine andere Tür. Und Liebes-Ideale sind sowieso nur Parfüm.


Fräulein Bird muss dann wohl auch das bleiben was sie ist. Kunst über Glück?

Kunst beschert Glück. Zumindest im Prozess. Machen ist die beste Medizin. Wenn ich vor die Entscheidung gestellt werde, „Glück ohne Musik“ oder „Musik“, würde ich mich wohl für Musik entscheiden. Da sie in meiner Welt die höchste Wahrscheinlichkeit für Glück bietet. Vielleicht ein Sicherheitsgedanke.


Glaubst du, dass du mit deiner teilweise brutalen Ehrlichkeit und dem Zugeben von Schwäche, ähnlich wie KAAS mit seiner Liebe, Ängste bei anderen Rappern weckst?

Menschen haben meistens vor dem Angst, was sie nicht kennen. Also wer weiß… Durchwegs hart zu sein ist nicht immer leicht, besonders wenn man am Ende des Tages alleine zu Hause sitzt und manche Probleme mittels dieser Härte nicht gelöst worden sind. Rapper wie KAAS und ich bilden da schon in gewisser Weise ein Gegenmodell, weil wir trotz – oder gerade wegen der Ver-Imagung-  in unseren Texten sehr menschlich sind und echte Probleme, Freuden etc. ansprechen.


Würdest du sagen, dass du durch deine Theatererfahrung einen Vorteil gegenüber „konventionellen“ Rappern hast? Stichwort Mimik und Gestik in den Videos..!

Soll das ein Kompliment sein oder locker darauf hinweisen, dass ich zu viel dessen in meinen Videos habe? Hm. Theatertechnisch finde ich mich übrigens sowieso unter aller Sau, ich kann mir das nicht angucken… Und am Ende des Tages unterstreichen Mimik und Gestik ja doch nur das Gesagte, wie es auch stattfindet, wenn man sich aufregt oder traurig ist. Das kann jeder. Das kann auch jeder lernen, wenn er das will. Selbst „konventionelle“ Rapper.  Die vielleicht als letztes, aber sie auch.


Zum Entstehungsprozess von 0: Was konntest du in Wien machen, was in anderen Städten nicht möglich gewesen wäre?

Mir Zeit nehmen. Alles an mir überprüfen und ggfls. neu erlernen. Wenn man irgendwo zuhause ist, ist man immer zu einem gewissen Teil das, was die anderen in einem sehen. Da kann man sich nicht selbst updaten. Kumpels aus Kinder- und Jugend- und Gegenwartstagen haben ein bestimmtes Bild von dir; da werden eventuelle Veränderungen spät bis nie bemerkt. So auch bei der Musik. Und da hab ich übrigens genaugenommen in Wien gar nicht an Null gearbeitet. Null war eigentlich das Album, das ich vor meinen Abgang nach Wien fertiggestellt habe um auf Null zu kommen. Eigentlich war der Song „Ich muss gehen“ das erste Lied auf dem Album Null. Es war ein Aufbruch, ein ’sich all den Dreck von den Schultern bürsten’ bevor es losgeht. In Wien selbst habe ich eigentlich nur an den berühmt-berüchtigten Gitarrenliedern und ein bisschen an KIDS gearbeitet, Null war in seiner Rohfassung (also Endfassung) schon längst abgehandelt und um nochmal auf die eigentliche Frage zurückzukommen: Was ich in Wien speziell machen konnte, hätte ich in jeder anderen deutschsprachigen Stadt, in der ich keinerlei bis kaum Infrastruktur besitze, auch machen können.


Gab es in der Zeit auch mal Phasen der Einsamkeit und Versagensängste oder nur Freiheit und Unabhängigkeit?

Gab es jemals das eine ohne das andere? Zumindest blitzt das eine immer mal auf, wenn man gerade das andere durchlebt. Na klar. Und gerade bei Null war es ja eine sehr schwierige Entscheidung, die sehr viele Versagensängste mit sich gezogen hat. Ich hab mich immer davor gedrückt Solosachen zu releasen, obwohl das immer mein Traum war. Aber ich konnte mich einfach nie selbst zufrieden stellen mit meiner eigenen Musik, also hab ich Kompromisse gesucht, bei denen ich am Ende sagen konnte „da stecken nur 50% von mir drin“ oder „es ist nur ein zusammengewürfelter Tonträger, nichts besonderes“, etc. Null war meine persönliche Antwort darauf. Alles direkt aus dem Bauch. Und zwar durch den Mund raus! Gekotzt!! Eine nicht vollständig-verdaute Mahlzeit, die ich direkt auf den Teller befördert habe. Das habe ich dann noch mit meinen Mitteln ein bisschen garniert und serviert… Tata. Nur so konnte ich den Fluch des möglichen Versagens abschütteln. Es gab kein Zurück mehr, das ist mein Solodebüt. Und nachträglich bin ich über die Entscheidung wirklich froh, denn ab jetzt kann ich Musik machen.


Kannst du dir diese Art zu leben auch für später vorstellen?

Versteh ich nicht. Welche? Die als Künstler, als Getriebener, als jemand der seinen Träumen nachjagt, als Typ der in fremde Städte zieht, um schreiben zu können, als Rapper, als Musiker – niemals.


Die Beats sind ja, genau wie Grafik, Layout und Video, sehr reduziert und eigensinnig.  Hat das auch etwas damit zu tun, dass du den Hörer fordern willst? „Zwischen“ treibt mich z.B. jedes Mal in den Wahnsinn…!

Mich auch. Auf „Zwischen“ habe ich übrigens von lauter Liedern, die ich mag, die menschlich-unperfekten Geräusche rausgesampelt, also z.B. das Einatmen bevor man anfängt zu singen, oder wenn man bei der Gitarre umgreift und das dann so quietscht, all das. Es ist mein kleiner Kommentar zu einer Zeit des Maschinen-Perfektionismus, in dem man alles eliminiert, was nicht perfekt klingt. Oder man es höchstens mit Absicht drin lässt, weil dann das Gesungene noch mehr berührt. Unabsichtlich ist kaum noch was. Also hab ich ein paar unabsichtlich klingende Atmer, etc  rausgesucht und zu „Zwischen“ zusammengewürfelt. Generell kann ich aber auf deine Frage mit Ja antworten. Vieles ist anstrengender als es vielleicht sein müsste, dafür wird man aber auch hier und da mit einfachen Dingen wieder belohnt. Wie ein Mensch halt.


Du hast ja alle Myspace-„Freunde“ gelöscht und obwohl du jetzt auch twitterst,  kann man den Eindruck gewinnen, dass dich diese sozialen Netzwerke bzw. das Internet an sich sowieso kaum interessieren.

Ich finde das Internet und diese ganzen Netzwerk-Facebook-Dinger sehr faszinierend, wirklich. Das ist eine unglaubliche Entwicklung. Ich guck mir das sehr gerne an, aber halt aus der Ferne. Ich fühle mich nicht wohl auf solchen Portalen. Ich will keine Verpflichtungen gegenüber einer Maschine haben. Ich mag die reale Variante lieber.


Was hältst du eigentlich von dem Drake-Vergleich, der des Öfteren mal geäußert wurde?

Entbehrt einiger Grundlagen: Ich z.B. kann nicht singen. Noch nicht. Und er scheint mir immer sehr perfekt über sehr cleane Produktionen das beste Bild von sich präsentieren zu wollen. Das trifft auf mich auch noch nicht zu. Er macht gerne auch so R`n`B-mäßige Sachen. Ich hasse R`n`B. Aber er rappt gut. Wenn es da eine Übereinstimmung geben sollte, hört man mich sich nicht beklagen. Auf der Oberfläche gibt’s natürlich wahnsinnige viele Übereinstimmungen: beide tragen engere Hosen, singen, rappen, haben schwarze Haare.


Danke und ein gutes Jahresende, sowie ein erfolgreiches Jahr 2010!

Vielen Dank, dir auch.

Hier nochmal der Link zum aktuellen Maeckes Release “Null”

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