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Archiv der ‘Diggin The Crates’ Kategorie

Diggin The Crates #4 – Nur ein Spiel


Nur ein Spiel.

Die Vorfreude aufs Splash! wird immer größer. Zumindest bei mir!

Einer der Acts auf den ich mich am meisten gefreut hätte, wäre sein letztes Mixtape “Dat Kid From Cleveland” nicht so grottenschlecht gewesen, ist Kid Cudi…
Da er aber in der letzten Woche zwei echt gute Dinger rausgehauen hat (HIER und HIER) und sein erstes Tape
“A Kid Named Cudi” seit seiner Veröffentlichung auf meinem iPod ist, werd ich mir seinen Auftritt vielleicht doch geben…

Einer meiner Lieblingstracks auf besagtem Debut ist “The Prayer” für das Plain Pat den Song “The Funeral” der amerikanischen Indie Rock Band “Band of Horses” gesampled hat. Der Song wurde 2007 als Single auf 7″ Vinyl in limitierter Stückzahl veröffentlicht.
Reinhören lohnt sich. Und über den Tellerrand schauen auch!

Eine der Überraschungen des Jahres für mich sind The Kickdrums.
Ich hab sie Anfang des Jahres zum ersten Mal wirklich wahrgenommen als Produzenten des Kid Cudi-Bretts “Sky High”. Danach auf dem Kanye West Remix Tape “Sky High” von DJ Benzi und Plain Pat auf dem sie neben dem “Titelsong” auch noch einen wahnsinnigen “Good Morning”-Remix ablieferten. Es folgten weitere Remixe für u.a. Adele, Jay-Z und Slaughterhouse.

Jetzt bringen die zwei Herren aus Cleveland ihr erstes Soloalbum auf den Markt und das ist kein normales Producer-Album mit Beats und verschiedenen Featuregästen sondern richtig gute, musikalisch anspruchsvolle Instrumentals mit Gesang.
Für den Titelsong “Just A Game” flippen die beiden David Axelrods “The School Boy”, das auf 1969 auf seinem zweiten Album “Songs Of Experience” erschien, und schaffen es meiner Meinung nach das Orginal noch zu übertreffen. Überzeugt euch selbst!

Das Video zu “Just A Game” wurde übrigens von – was für eine Überraschung! – Rik Cordero gedreht und ist auf jeden Fall sehenswert! HIER

Checkt auch die MySpace Seite der Kickdrums für mehr Songs.
Ich feier die!!!

Diggin The Crates #3 – Opas und Enkels


Opas und Enkels.

Nach einwöchiger Pause zwecks Umzug und zu schönem Wetter am Wochenende, melde ich mich heute mit einer Kolumne zurück, die es in sich hat.

Den Anfang macht ein weiterer Splash-Act (letzte Ausgabe: Method Man & Redman) auf den ich mich ganz besonders freue.
Es handelt sich um keinen geringeren als das A Tribe Called Quest-Urgestein und Ummah-Mitglied Q-Tip, der sich letztes Jahr nach längerer Abstinenz mit “The Renaissance” erfolgreich zurückmeldete. Für mich war das Album einer der Lichtblicke 2008 und der Beweis, dass Boom-Bap immernoch fresh klingen und so mancher Opa locker mit den Jungen mithalten kann!
Ein Beispiel dafür ist die erste Single “Getting Up”. Der Beat stammt von keinem Geringeren als J Dilla, der hier ungemein catchy mit einem Black Ivory Sample um die Ecke kommt.
Der Song “You and I” erschien zuerst auf dem Album “Don´t Turn Around” von 1972. Unbedingt auschecken!

Nach dem “Opa” kommen wir nun zu einem meiner Hoffnungsträger unter den momentanen Jungspunden. Drake. Kanadier, Rapper, Sänger, Schauspieler, Swagger-König, Cash-Money-Signing…
Wer sich davon nicht überzeugen lässt, muss sich halt mal seine Musik anhören. Seine letzten 2 offiziellen Mixtapes “Comeback Season” und “So Far Gone” sind der Hammer und zwischendurch verkürzt Drake die Wartezeit immer mit Free-Tracks. Einer davon ist “Get Over”. Der Track ist zwar schon etwas älter aber ich bin letztens über das Sample gestolpert und wollte es euch nicht vorenthalten.
Der Beat auf den Drake hier rappt stammt vom Foreign Exchange Album “Connected”, welches 2004 das Kollabo-Projekt zwischen dem Little Brother-Rapper Phonte und dem holländischen Producer Nicolay einläutete.
Dieser flippt für den Song “All That You Are” den Sylvers-Hit “That´s What Love Is Made Of”.
4 Jahre später schnappt sich Drake das Instrumental und killt es. Listen!

Ein weiterer Jungspund ist The Kid Daytona. Ich hab noch zu wenig von ihm gehört um ihm eine ähnlich goldene Zukunft wie seinem Vorgänger zu prophezeien…
Aber die EP “The Daytona 500″ und das Konzept, das dahinter steckt, klingt schonmal sehr interessant.
Und zwar schnappt sich das Kind mit dem komischen Namen einen der meistgesampleten Songs überhaupt und lässt eine Reihe von mehr oder weniger namenhaften Nachwuchsproducern (u.A. 6th Sense!) die Arbeit machen.
Der Song “Nautilus” von Bob James dürfte wohl jedem bekannt sein und wurde wie gesagt schon für einige Klassiker durch den Wolf gedreht. Zum Beispiel für Run DMCs “Beats To The Rhyme”, Slick Ricks “Children´s Story”, Stieber Twins “Allein Zu Zweit (Remix)” oder Ghostface Killahs “Daytona 500″.
Ob das Konzept aufgeht, weiss ich nicht. Entscheidet selbst!

via Mixtapesammelstelle.

Diggin The Crates #2 – I Love Party!!!


I Love Party!!!

Was braucht man alles für einen ordentlichen College-Fetenhit?
Eine Ohrwurm-Melodie. Eine Hook, die jeder Informatikstudent nach der zehnten Bierbong noch mitgrölen kann.
Und vielleicht ein Video bei dem man nicht weiss, ob jetzt mehr rote Becher oder besoffene Mädchen auf den Tischen des Verbindungshauses stehen. Was braucht man noch?
Eigentlich nichts mehr…

Man kann nur seine Campus-Credibility erhöhen in dem man für die Ohrwurm-Melodie einen ordentlichen College-Rock Klassiker missbraucht.
Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Urgesteine des Hochschul-Rockn´Rolls – Weezer – für Asher Roth´s
“I Love College” durch den Sampler gejagt wurden. Tut dem Ganzen aber echt keinen Abbruch!
Also schön weiter die roten Becher in die Luft und nicht vergessen:
“…don´t pass out with your shoes on…”

Die nächsten zwei Herren dürfen eigentlich auch auf keiner Party fehlen.
Die Rede ist von Method Man & Redman. Die zwei dauerbreiten Spasskanonen veröffentlichen ja demnächst ihr zweites Kollabo-Album “Blackout 2″.
Und auch wenn wir alle wissen, dass Fortsetzungen IMMER schlechter sind als der erste Teil, machen die im Vorfeld veröffentlichten Tracks schon ordentlich Lust auf Mehr und lassen hoffen, dass die Enttäuschung nicht allzu gross wird. Einer dieser Tracks ist das von Buckwild produzierte “Mrs. International”.
Das komplett durchgeloopte Sample stammt aus dem Song “Here I Am” der Phily-Soul-Legenden The Blue Notes (später Harold Melvin & The Blue Notes).

Ob ihr nun den Meth & Red Track oder das Orginal besser findet, müsst ihr entscheiden.
Und ob “Blackout 2″ wirklich was kann, entscheiden wir auf dem Splash!

Diggin The Crates #1 – Weisst du noch wie es früher war?


Weisst du noch wie es früher war?

Wer erinnert sich nicht mit Freude an das letzte Freeway Album?
Also ich mich schon!
Vor allem an das Überbrett vor dem Herrn “When They Remember”.
Für mich einer der energiegeladensten Tracks überhaupt.

Das liegt natürlich zum einen an der Power des jungen Freezy, der auf dem Track spuckt als ginge es um sein Leben, zum anderen aber auch am Beat für den sich ein Herr namens Bink! veantwortlich zeigt.
Dieser, meiner Meinung nach völlig unterschätzte Producer, flippt hier das allseitsbekannte “The Way We Were” von Gladys Knight & The Pips, das unter anderem auch schon für Wu-Tangs “Can It Be All So Simple” herhalten musste. Und so gilt:

Cheesy Sample + Krasse Drums + Freeway = Beste! Unbedingt auschecken!!!

Vor ein Paar Tagen hab ich zufällig eine Coverversion des oben genannten Samples gefunden.
Nicht weniger Soul, nicht weniger Gänsehaut und doch ganz anders. Und das liegt nicht nur am wunderschönen Cembalo-Intro. Etwas weniger Pathos und bombastische Instrumentierung machen diesen Song zu einer gefühlvollen Ballade für ruhige Stunden.
Die Version befindet sich auf Freda Paynes sechstem Album “Payne And Pleasure” von 1974 auf dem zusätzlich noch eine Menge samplewürdiger Schätze versteckt sind.
Soulheads und Producer sollten auf jeden Fall mal nach dieser Platte Ausschau halten!

Bonus:

Wo wir schon bei Coverversionen sind.
Hier noch eine etwas andere Interpretation des Rolling Stones-Hits “Wild Horses”!

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