Drizzy reguliert wie Berlusconi und hat das schönste Jäckchen an. Wayne..äh..müsste der nicht eigentlich im Knast sein? Der Dritte im Bunde (hat mal bei 8 Mile mitgespielt) wirkt wie ein Gespenst. Aus La-la-Land.
SchwänzenGäng Blog
Posts getagt mit ‘Drake’
Top 10 des Jahres 2009 by Alibi

2009 war irgendwie ein komisches Jahr, zumindest was Musik angeht. Das lag zum einen daran, dass in den zwei Jahren zuvor so viele gute Releases rausgekommen sind (auf denen ich natürlich hängengeblieben bin) und andererseits an der simplen Tatsache, dass mich einige alte und neue Helden sehr enttäuscht haben. Die Alben von La Coka Nostra, M.O.P. und Asher Roth waren allesamt nicht so gut wie ich es als Fan eigentlich erwartet hatte. Der dritte Faktor lautet Zeit. Irgendwie brauche ich immer mehr davon, um mich Alben einzulassen und habe gleichzeitig immer weniger davon. Egal, ein paar gute Veröffentlichungen gab es trotzdem, wobei mich besonders die Rattos Locos aus Hamburg extrem überrascht haben. Definitiv die Neuentdeckung des Jahres! Ich freu mich jedenfalls schon auf das kommende Jahr, welches als das Jahr in die Rap-Geschichte eingehen wird, in dem Lupe Fiasco mit einer Laserpistole alle Hipster-Schmipster zerstörte. See you Schweinchen at Splash Festival, ja?!
- Wiz Khalifa – Flight School
- Hiob & Dilemma – Apokalypse Jetzt!
- Drake – So Far Gone
- Nate57 & Telly Tellz – Verrückte Ratten
- Raekwon – Only Built For Cuban Linx Pt. II
- Banana Boys – Die Farbe Gelb
- Nicki Minaj – Beam Me Up Scotty
- K.I.Z. – Sexismus Gegen Rechts
- Rick Ross – Deeper Than Rap
- Alexander Marcus – Mega
Top 10 des Jahres 2009 by Donni

02. Clipse – Til The Casket Drops (LP)
03. The Bloody Beetroots – Ramborama (LP)
04. Nate57 – Blaulicht (Track) | Nate 57 & Telly Tellz – Verrückte Ratten (Mixtape)
05. Drake – So Far Gone (Mixtape)
06. Fler – Check Mich Aus (Track)
07. Tua – Grau (LP)
08. Sonny Black & Frank White – Zwei Turntables und ein Mic (Track)
09. KiD CuDi – Man On The Moon (LP)
10. K.I.Z. – Sexismus gegen Rechts (LP) Da es sich um eine Top10 handelt, kann ich nicht alles unterbringen, was mich dieses Jahr neben unzähligen Podcasts begleitet hat ( ja ich höre unterwegs zu 90% Podcasts und nur ca. 10% Musik). Deswegen werden noch ein paar Künstler erwähnt, die sehr gute Releases hatten: La Coka Nostra, Jay-Z, Rick Ross, Kamp & Whizz Vienna, Wiz Khalifa, Eko Fresh, Kollegah & Farid Bang …
Alibi Kolumne – Die 10 unfickbaren Sonntagsfakten – „Von Spinnenmännern und Vogeljungen – Ick bin ein Burrliner!“
Drake feat. Lil Wayne, Eminem & Kanye West – Forever

Drake – Forever (Feat. Lil Wayne, Eminem & Kanye West)
Bonus: Lil Wayne – Bad (!)
Jay-Z x Drake x Timbaland

Jigga und Drake auf einem Track: Nice ! Wer die “Blueprint 3″ Tracklist übrigens noch nicht kennt, der kann sie sich hier in Ruhe durchschauen.
Alibi Kolumne – Die 10 unfickbaren Sonntagsfakten – „Von Kampfpärchen und Egotrippern – Death of Autotuning!“
„Von Kampfpärchen und Egotrippern – Death of Autotuning!“
Manager Rudi, A&R Jean-Pierre und Praktikant Ulf befinden sich auf dem Weg nach Hamburg, da Kaas dort laut Internet seinen Wohnsitz hat. Nach mehrstündiger Suche erfahren sie dann aber, dass sich der A&R verlesen und Kaas mit Laas verwechselt hatte. Als sie daraufhin dem Praktikanten mit Rausschmiss drohen, immerhin wäre das seine Aufgabe gewesen, steigt dieser erleichtert aus dem gemieteten Cinquecento aus und heuert auf einem Frachter an. Einige Stunden später erreichen die beiden Sony-Mitarbeiter Reutlingen.
A&R Jean-Pierre: Also, ich habe uns ein Meeting mit Kaas organisiert. In einer Stunde treffen wir uns mit ihm im Feenwald.
Manager Rudi (verwirrt): Bitte wo?
A&R Jean-Pierre: Keine Ahnung. Er hat mir nur eine Wegbeschreibung geschickt und gemeint, dass dort der Feenwald sei.
Nach kurzer Zeit erreichen die beiden den Waldrand und setzen ihren Weg zu Fuß fort. Dank der genauen Wegbeschreibung stehen sie plötzlich auf einer zauberhaften Lichtung. Um sie herum schwirren Bienen und Schmetterlinge und die warme Luft ist vom Duft der Walderdbeeren erfüllt. Plötzlich raschelt es hinter einem Baum und hervorspringt Kaas. Auf seiner Stirn prangt ein rosa Horn und seine Hände halten ein riesiges Herzbonbon.
Kaas: Hallo meine lieben Freunde! Schön das ihr gekommen seid. Setzen wir uns doch.
Manager Rudi: Nee, ich steh lieber. Wegen Grasflecken und so. Also wie dir Jean-Pierre sicher schon mitgeteilt hat, wollen wir mit dir über…
Kaas (unterbricht): Eins nach dem anderen, liebe Menschenkinder. Wir sind doch schön und haben Zeit. Lasst uns erst mal einen Freundschaftszaubertrank aus den Elfenkräutern der Hochebene herstellen und dann mit dem Zwergenkönig um das ewige Feuer des Lichts tanzen, um anschließend…
Manager Rudi (unterbricht): Hey, jetzt reicht es aber. Wir wollen Business machen und nicht rumzaubern. Also wir bieten dir einen (kurze Pause) Major-Deal an!
A&R Jean-Pierre (strahlt Kaas erwartungsvoll an): Tataaaaaa!
Kaas: Und wie wäre es mit einer Partie Trollball oder wir braten uns Ogerwürste oder wir besuchen die Elfenprinzessin und sammeln mit ihr magische Blumen oder wir tanzen mit den Einhörnern im tiefen Gras oder wir verzaubern ein paar Häschen..?
Während sich die Sony-Mitarbeiter mit hängenden Schultern auf dem Weg zu ihrem Wagen machen, telefoniert Kaas mit dem Chimperator Büro.
Kaas: Hey, jaja lief alles klar. Die denken ich spinne und hauen grade wieder ab. Haha.
Fortsetzung folgt!
2.No Auto-Tune for Old Men!
He did it again. Officer Jigga hat mal wieder ein Verbot ausgesprochen und gleichzeitig den vorzeitigen Tod eines sehr beliebten Gimmicks verkündet. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, in der Shawn Carter, auf dem Zenit seines Ballertums, mit einer einzigen Line vorgeben konnte, welche Autos, Getränke und Juweliere für die kommende Saison angesagt waren und welche nicht. Mit der Line „..we give those to baby moms“ tötete er bspw. eigenhändig ein Modell eines bekannten Autoherstellers der oberen Preisklasse, so dass jeder Rapper der etwas auf sich hielt, diesen Wagen entweder verkaufen musste oder ihn sich erst gar nicht zulegen durfte. Original Regulator! Und jetzt hat er es wieder getan. Der vielbeschäftigte Multimillionär hat sich den guten alten No I.D. geschnappt, über den seit „D.O.A.“ Hinz und Kunz redet, als hätten sie ihn schon immer gekannt und gefeiert, und mit ihm zusammen ein trocken rockiges Geschoss aufgenommen. Das Endergebnis ist ein Manifest der Jigga`schen Bosshaftigkeit. In der ihm eigenen Arroganz erklärt er den jungen Katzen ganz souverän warum man das Aufspringen auf Zügen lieber Stuntdarstellern überlassen sollte und warum enge Hosen für dünne Stimmchen sorgen. Ach ja und das die Verwendung von Auto-Tune ab jetzt völlig indiskutabel ist, wird auch mal erwähnt. Die Frage ist natürlich, darf er das? Darf ein fast vierzigjähriger Unternehmer der Jugend vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen hat? Zumindest tut er es einfach ohne um Erlaubnis zu fragen und liefert gleichzeitig einen attraktiven Gegenentwurf ab. Und das ist es, was ihn von den anderen Heulsusen und Meckeropas unterscheidet. Einmal Blaupause Drei, bitte!
3.Der Showdown der Tagteams!
Da es in Deutschland paradoxerweise trotz (oder vielleicht gerade wegen) einer Überflutung an Rappern und deren „Labels“, eine recht beschauliche, überregionale Szene gibt, wird jede mehr oder weniger aufregende A gegen B-Situation dankend angenommen und zelebriert. Das Deutschrap-Jahr 2009 scheint jedenfalls ganz im Zeichen des Showkampfs Berlin vs. Düsseldorf zu stehen. Auf der einen Seite stehen Bushido und Fler, die von gemeinsamen Gangbangs, über Disstracks, hinzu Gewaltandrohungen, alle Stufen einer gesunden und geerdeten Männerfreundschaft durchlaufen haben. Jetzt haben sie sich wieder zusammen gefunden, um den Fans das zu geben was sie scheinbar immer wollten. Ich habe CCN damals irgendwie verpasst, deshalb kann ich nicht behaupten, dass ich darauf gewartet hätte. Andererseits ist Frieden und Freude immer besser als Krieg, das weiß auch Kaas und freut sich gleich mit. Auf der anderen Seite stehen Farid Bang und Kollegah, die ebenfalls eine tiefe Männerfreundschaft zu verbinden scheint, immerhin wohnen sie zusammen und philosophieren in gemeinsamen Interviews über das Geschlechtsteil des jeweils anderen. Die lustigen Neckereien über die vergangen Ausflüge in die Talk-und Malereiwelt tun ihr Übriges. An dieser Stelle empfehle ich euch das Interview von Jan Wehn, das mit Abstand interessanteste von allen. Die Mischung aus zweideutigen Aus- und Ansagen an die Gegenseite lässt auf ein hitziges Verkaufsbattle schließen, wobei die gutenjungs in dem Punkt eindeutig die Nase vorn haben. Immerhin könnte Bushido einen Rohling releasen und die Kids würden die Media Märkte des Landes stürmen. Ich freue mich bei all der medialen Aufregung übrigens besonders auf das junge, brutale, apokalyptische Duo aus dem Spoken View Lager…!
4.Wenn man sich einmal verbrannt hat…!
Ist Anakin noch mal zu diesem riesigen Monstermaul auf Tatooine gereist, um darin mit einem Surfbrett herumzufahren? Ist Chuck Noland noch mal auf eine einsame Insel geflogen, um dort Volleyball zu spielen? Hat Beatrix Kiddo noch mal geheiratet? Die Antwort lautet in jedem Fall: NEIN! Und warum? Weil alle drei etwas gemacht haben, dass man gemeinhin als schlechte Erfahrung bezeichnen würde. Und dadurch, dass der Mensch (theoretisch) lernfähig ist kann er bestimmte Entscheidungen treffen, die verhindern, dass er sich noch einmal in dieselbe Lage versetzt. Ein Kind das sich am Ofen verbrennt wird es sich von nun an zweimal überlegen, ob es sich diesem Objekt noch einmal nähern sollte (Shout Outs an meinen Sohn!). Die LOX-Moise vom Block D scheinen das irgendwie anders zu sehen und widerstreben diesem Naturgesetz. Denn obwohl sie schon einmal mit dem selbstverliebten Mogul Diddymaus, dessen Label Bad Boy noch immer den zweifelhaften Ruf eines schwarzen Artist-Lochs genießt, zusammen gearbeitet haben wollen sie daran wieder anknüpfen. Beim nächsten Album soll es dann wohl so soweit sein. Dazu seien zwei Dinge gesagt. Erstens möchte ich nie wieder so ein schwach produziertes Album wie „No Security“ von den Jungs hören. Die sollen sich mal ein paar ordentliche Beats geben lassen (Crada nehm ich hier raus, der hat gute Arbeit geleistet) und vor allem aufhören ihren untalentierten Weedcarriern das Mic zu geben. Zweitens wissen wir doch alle noch gut genug wie die letzte „Zusammenarbeit“ der drei Yonkers-Trolle mit dem bösen Mann aus Harlem endete: mit Tränen, Streitereien und anderen unnützen Komplikationen. Verschont uns!
5.sidochmalgenauhin!
Angeregt durch mein persönliches „Guter, alter Berlinrap-Revival“, welches durch die Wiederentdeckung des phänomenalen Berlin No.1 Vol.2-Tapes begann und durch die Tape-und Plattensammlung meines Nachbars, welche Exemplare von WBM, Royal TS und MOR enthält, zusätzlich angetrieben wurde, kann ich nicht anders als mich über die merkwürdige Wandlung des Maskenmannes zu wundern. Bestes Beispiel dafür dürfte wohl der denkwürdige Auftritt bei der diesjährigen Comet-Verleihung sein, als sido, Kitty Kat und Tony D ihren Preis für diesen Scooter-Song abholten. Der mit dem Arsch, bei dem der Tony so laut schreien darf. Das war auch das einzige was er durfte, die Katzenfrau kam überhaupt nicht zu Wort. Desweiteren wurden ihre Namen kein einziges Mal erwähnt und selbst sido sprach die ganze Zeit von seinem Preis und wie sehr er diesen verdient hätte. Irgendwie armselig. Das locker-freche Videointerview, welches die Bravo mit sido und dessen Freundin führte, reißt da leider auch nichts raus. Sido scheint inzwischen jede Art von Promo mitzunehmen, ganz egal wie peinlich diese auch sein mag. Und obwohl ich wirklich der Allerletzte bin, der in Sellout-Heultiraden einstimmt, so muss ich an dieser Stelle doch mal ein Zitat bringen: „Hier kommt der vercrackte sido von der Sekte“ Ach ja, früher..!
6.The Definition of Hype!
Drizzy Drake, Kanadas Exportschlager Nr. 1 (Kolle und Alanis Morissette müssen sich den zweiten Platz teilen), ist momentan der am meist gehypete Newcomer der Welt. Das ist Fakt. Natürlich kann sich nicht jeder mit dem croonenden Slicktalker aus Toronto anfreunden, aber dass er untalentiert ist würde so auch keiner behaupten. Irgendwas scheint er sehr richtig zu machen. Jetzt könnte man dagegen halten, dass das auch für Soulja Boy gelten müsste, allerdings wird der nicht auf Jiggas nächster Single sein, hat keinen 9th Wonder Beat auf seinem Debütmixtape und generell auch weniger Fans im Rapper-Lager. Aber all das kann man getrost vergessen, denn das untrüglichste Zeichen für seinen übernatürlichen Hype, in dem Ausmaß zuletzt vielleicht beim kleinen Wanja aus Neu Orleans zu beobachten, ist ein ganz anderes. Vor kurzem veröffentlichte ein obskures Label namens Canadian Money Entertainment ein inoffizielles, nicht autorisiertes „Album“ von Drizzy namens „The Girls Love Drake“. Erstaunlicherweise stieg das Album in die Charts ein, bei iTunes und Amazon sogar recht hoch, da viele Fans scheinbar dachten, dass dies ein offizielles Album sei. Hätten sie fünf Minuten ihrer Zeit ins Nachdenken investiert, wäre ihnen sicher aufgefallen, dass es sich vielmehr um ein Mixtape handelt, welches fast ausschließlich altbekannte Songs enthält, und das Drake noch immer nicht gesignt ist. Das dürfte sich jedoch bald ändern, angeblich liegen auch schon die ersten Angebote über 2 Mio. $ auf dem Tisch. Vorher müssen Drake und sein Management allerdings noch dieses kanadische Label verklagen, insbesondere weil einige Songs auf dem Mixtape noch ungeklärte Samples enthalten. Egal, in Wirklichkeit zeigt das nur wie es am Tag der echten Albumveröffentlichung abgehen wird: Girls Gone Wild!
7.Young At Last!
Die Vorstellung, dass meine Kolumne den verlorenen Phillyanern auf dem weiteren Karriereweg hilft, ist schön, aber nicht besonders realistisch. Deswegen hat die aktuelle Meldung, dass Freeway mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von Young/Cash Money gesignt werden wird, auch nichts mit mir zu tun. Schön ist es aber trotzdem. Oder? Nachdem „Philadelphia Freeway 2“ auf einem mir völlig unbekannten Label erschien und dementsprechend unterging, sah sich der bärtige Nölian wohl dazu gezwungen, ein wenig Zeit in die weitere Karriereplanung zu investieren. Irgendwie ist er dabei an Baby Birdman geraten und scheinbar wurde man sich schnell einig. Den Rest der Welt ließ er per Twitter an diesem Prozess teilhaben und sorgte so für einigen Wirbel. Dadurch das er das Signing weder bestätigte noch völlig von sich wies, heizte er die Gerüchteküche (seit langem mal wieder) zusätzlich an. Was genau Baby und Wayne mit Philly Freezer anstellen wollen und warum sie meinen, dass dieser ins Roster passt und kommerziell erfolgreich sein kann, weiß (noch) niemand. Sollten sie ihm allerdings seine künstlerische Freiheit lassen und mit ordentlichen Soul-Beats eindecken, könnte daraus, vor allem durch die große Hype-und Marketingmaschine, noch was werden. Und mal ganz ehrlich: ein Duett von Free und Wayne auf einem Just Blaze Beat mit einer Jigga-Screwed Hook wär schon ganz geil, richtig?!
8.Der ganz normale Wahnsinn – Ein Überblick!
In den US of A passieren laufend verrückte Sachen und natürlich macht dieses Phänomen auch nicht vor Hip Hop und dessen Protagonisten halt. Hier eine kleine Rundschau:
In Kansas kam es bei einem Zwischenstopp der Bacardi B-LIVE 2009 Tour zu einem äußerst denkwürdigen Vorfall. DJ Jazzy Jeff, Skillz und DJ Z-Trip sollten eigentlich dort performen, wurden dann allerdings kurzfristig rausgeschmissen (nein, nicht ausgeladen, sondern tatsächlich rausgeschmissen!) und zwar weil sie…Rap spielen wollten. Das durften sie nämlich nicht. Selbst wenn die Verantwortlich nicht wussten, welche Musik Jazzy gerne produziert und auflegt, so müssten sie doch zumindest früher mal Fresh Prince geguckt haben, eine Serie die sich eher am Rande mit klassischer Orchestrierung beschäftigte!
Scott Storch hat in einem Interview nochmal Stellung zu seinen Drogen –und Geldproblemen bezogen und erklärt, dass er mal innerhalb von sechs Monaten 30 Mio. ausgegeben hat. Meine Bewunderung für ihn und sein Können ist seitdem ins schier Unermessliche gewachsen.
Cürbis Cekzun beschwerte sich unlängst darüber, dass die Rapper von heute sich lieber mit Verkaufszahlen als mit ihrer eigenen Kreativität auseinandersetzen würden. Den kreativen Aspekt an „Curtis“ muss ich irgendwie überhört haben. Ganz anders ergeht es mir dagegen bei Yayos aktuellem Mixtape. Der Titel „Swine Flu“ lässt schon auf gehörige Kompetenzen schließen!
Als Jay-Z bei der diesjährigen Summer Jam Sause seinen neuen Hit performte, gesellte sich nach kurzer Zeit spontan der Mann zu ihm auf die Bühne, dessen Musikstil der Jiggamann gerade zu beerdigen versuchte. Jigga, ganz bosshaft, beugte sich kurz zu T-Pain, der nickte artig und hampelte nickend zum Beat neben Mr. Carter rum. Das 1mal1 des Erniedrigens!
9. Livereport: Cormega!
Letzte Woche nutzte Cormega aka The Dealer`s last Lyricist die Pause zwischen den zwei One Love Festivals um bei uns in Leipzig vorbeizuschauen. Im Vorfeld wurde bereits angekündigt, dass die Show aus Kostengründen im Café der eigentlichen Location stattfinden würde und man die Besucherzahl aus Platzgründen auf 100 begrenzen würde. Da ich seit Jahren ein knallharter Cormega-Stan bin, habe ich mir natürlich gleich ein Ticket reserviert und hörte mir am Abend vorher noch einmal „The Realness“ und „The True Meaning“ an, zwei Alben die man getrost als moderne Klassiker bezeichnen kann. An der Location angekommen, traf ich gleich einige Bekannte, bei so einer kleinen Besucherzahl auch nicht weiter verwunderlich. Nach ausführlichem Trashtalk begleitet von Flüssignahrung ging es dann irgendwann auch mal los. Der kleine Raum war ordentlich gefüllt, die Luft stand und alle schienen motiviert zu sein. Perfekt. Was folgte waren knapp 90 Minuten Rap und zwar raw & uncut. Der kleine Mann schlurfte zwar anfangs noch recht unsicher und benebelt auf die Bühne, bemerkte aber schnell, dass alle nur wegen ihm gekommen waren und einfach nur seine Hits hören wollten. Er freute sich dann auch sichtlich über den konstanten Chor der Mitrappenden. Der deutsche DJ, den man dem QBler zur Verfügung gestellt hatte, war leider ultra-whack. Hab ich so noch nie erlebt, ganz ehrlich. Er hatte zwar ein ganz hübsches, farblich perfekt abgestimmtes Kostüm an, baute aber nur Mist, so das ihn erst nur das Publikum und irgendwann auch Mega selber hänge wollte. Die Interaktion mit der Crowd lief dafür umso besser und so entschied sich Corey dazu, Vorschläge aus dem Publikum spontan in die Setlist mit einzubauen. Richtig Hip Hop wurde es dann, als er Mythos, einen stadtbekannten Rapper und Produzenten, auf die Bühne holte und der dann erst einen kompletten Track mitrappte und später für Cormega beatboxte. Noch verrückter wurde es aber, als er eine junge Dame zu sich hochholte, die dann ebenfalls einen kompletten Track von ihm doppelte und mehr Arbeit leistete als sein Backup. Wahnsinn! Seinen Überhit „Get out my way“ musste er übrigens dreimal bringen. We stomped that mother out!
10.Was macht eigentlich…!
Max Herre? Also außer sämtliche Berliner Rapper auf die Palme zu bringen und am „Ich bin Schwabe also muss ich nach Berlin ziehen“-Syndrom zu leiden, versteht sich. Laut einer alten Pressemitteilung arbeitet er ja an einem neuen Soloalbum und ist mit seinem eigenen Label Nesola beschäftigt. Da ich nie wieder etwas von diesem ominösen Soloalbum gehört habe und mir persönlich auch kein aktuelles Release des Labels bekannt ist, stellte sich der Freundeskreis-Frontmann als potentieller Nummer 10-Kandidat heraus. Freundeskreis waren natürlich super, ganz egal was dein Lieblingspusher sagt, aber die Zeiten sind ja nun leider auch vorbei. Andererseits schafft das natürlich wieder Raum für neue Künstler, insofern sie denn mal kommen. „Zu Elektrisch“ gefiel mir überraschenderweise sehr gut, war halt eine schöne Common-Übersetzung. Und auch „FK 10“ war ein guter Mix aus Rückblick und Status Quo. Wenn er musikalisch und lyrisch irgendwo zwischen diesen beiden Songs anknüpft und weitermacht, dann könnte das sogar noch interessant werden. Für seinen alten Kumpanen Samy wäre das allerdings ein vorzeitiges Aus, zumindest was seine aktuelle Richtung angeht. Aber der Mann ist ja sehr vielseitig, fast wie ein Chamäleon. „Leg dein Ohr…“!

PS: Hier geht’s zum Kolumnenarchiv!
PPS: Curse hat gestern Abend bei Twitter über seine Splash-Auftrittszeit gejammert. Schenken wir ihm doch alle mal ein kollektives WUUUUÄÄÄHHHHH!
PPPS: In zwei Tagen geht die Welt unter…Yippieh!
Kritik bitte an:
wzeut9mnc74hd@kLoä+=js.de
Diggin The Crates #3 – Opas und Enkels

Opas und Enkels.
Nach einwöchiger Pause zwecks Umzug und zu schönem Wetter am Wochenende, melde ich mich heute mit einer Kolumne zurück, die es in sich hat.
Den Anfang macht ein weiterer Splash-Act (letzte Ausgabe: Method Man & Redman) auf den ich mich ganz besonders freue.
Es handelt sich um keinen geringeren als das A Tribe Called Quest-Urgestein und Ummah-Mitglied Q-Tip, der sich letztes Jahr nach längerer Abstinenz mit “The Renaissance” erfolgreich zurückmeldete. Für mich war das Album einer der Lichtblicke 2008 und der Beweis, dass Boom-Bap immernoch fresh klingen und so mancher Opa locker mit den Jungen mithalten kann!
Ein Beispiel dafür ist die erste Single “Getting Up”. Der Beat stammt von keinem Geringeren als J Dilla, der hier ungemein catchy mit einem Black Ivory Sample um die Ecke kommt.
Der Song “You and I” erschien zuerst auf dem Album “Don´t Turn Around” von 1972. Unbedingt auschecken!
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Nach dem “Opa” kommen wir nun zu einem meiner Hoffnungsträger unter den momentanen Jungspunden. Drake. Kanadier, Rapper, Sänger, Schauspieler, Swagger-König, Cash-Money-Signing…
Wer sich davon nicht überzeugen lässt, muss sich halt mal seine Musik anhören. Seine letzten 2 offiziellen Mixtapes “Comeback Season” und “So Far Gone” sind der Hammer und zwischendurch verkürzt Drake die Wartezeit immer mit Free-Tracks. Einer davon ist “Get Over”. Der Track ist zwar schon etwas älter aber ich bin letztens über das Sample gestolpert und wollte es euch nicht vorenthalten.
Der Beat auf den Drake hier rappt stammt vom Foreign Exchange Album “Connected”, welches 2004 das Kollabo-Projekt zwischen dem Little Brother-Rapper Phonte und dem holländischen Producer Nicolay einläutete.
Dieser flippt für den Song “All That You Are” den Sylvers-Hit “That´s What Love Is Made Of”.
4 Jahre später schnappt sich Drake das Instrumental und killt es. Listen!
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Ein weiterer Jungspund ist The Kid Daytona. Ich hab noch zu wenig von ihm gehört um ihm eine ähnlich goldene Zukunft wie seinem Vorgänger zu prophezeien…
Aber die EP “The Daytona 500″ und das Konzept, das dahinter steckt, klingt schonmal sehr interessant.
Und zwar schnappt sich das Kind mit dem komischen Namen einen der meistgesampleten Songs überhaupt und lässt eine Reihe von mehr oder weniger namenhaften Nachwuchsproducern (u.A. 6th Sense!) die Arbeit machen.
Der Song “Nautilus” von Bob James dürfte wohl jedem bekannt sein und wurde wie gesagt schon für einige Klassiker durch den Wolf gedreht. Zum Beispiel für Run DMCs “Beats To The Rhyme”, Slick Ricks “Children´s Story”, Stieber Twins “Allein Zu Zweit (Remix)” oder Ghostface Killahs “Daytona 500″.
Ob das Konzept aufgeht, weiss ich nicht. Entscheidet selbst!
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via Mixtapesammelstelle.
Drake – So Far Gone (Mixtape)

Ein neues Mixtape von Rapper/Actor Drake aka dem einzigen Kanadier bei Lil Weezys Junggeld-Truppe. Wer sein phänomenales “Comeback Season”-Mixtape kennt, weiß was ihn erwartet. Für die anderen gibt es jetzt eben “So Far Gone”. Ich lass mich ja gerne zu Star-Prophezeiungen hinreissen, aber im Falle dieses jungen Mannes stimmt es defintiv. Der wird noch ein gaaanz Großer….!
http://www.zshare.net/download/5557056704f4d392/
Tracklist
01 Lust For Life
02 Houstatlantavegas
03 Successful f. Trey Songz & Lil Wayne
04 Lets Call It Off f. Peter Bjorn & John
05 November 18th
06 Ignant Shit f. Lil Wayne
07 A Night Off f. Lloyd
08 Say Whats Real
09 Little Bit f. Lykke Li
10 Best I Ever Had
11 Unstoppable f. Santogold & Lil Wayne
12 Uptown f. Bun B & Lil Wayne
13 Sooner Than Later
14 Bria’s Interlude f. Omarion
15 The Calm
16 Outro
17 Brand New












