
Jigga und Drake auf einem Track: Nice ! Wer die “Blueprint 3″ Tracklist übrigens noch nicht kennt, der kann sie sich hier in Ruhe durchschauen.
Dieses Projekt muss irgendwie unter meinem Radar gelaufen sein. Zum Glück ist es noch nicht zu spät, da bisher “nur” ein Trailer existiert, der komplette Film (obwohl es eher als Film/Opern/Drama-Mix beschrieben wird) kommt noch. Klingt sehr vielversprechend und sieht auch so aus. Toll!
„Von Liebhabern und Luftikussen – Fantastic Vol. 2 (R.I.P. Baatin)!“
1.Frauenfeld 2009 – Backstagebericht!
Mein unermesslicher Reichtum ermöglicht es mir, weite Strecken per Helikopter zurücklegen zu können. Ein Privatjet kommt hingegen nicht in Frage, immerhin bin ich ein umweltbewusster Mensch. Jedenfalls war es mir so möglich, zwischen den parallel stattfindenden Festivals Splash und Frauenfeld hin und her zu wechseln. Im Backstage-Bereich ereigneten sich dann auch einige interessante Vorfälle. Aber lest selbst:
Da The Game schon am Freitag auftrat, sein Buddy Luda allerdings erst am Sonntag, beschloss er spontan noch zwei Tage zu bleiben und den Samstag in Ruhe über die Bühne zu bringen. Sprich: mit seinen Jungs Henny und Kush. Als seine Chucks Samstagmorgen den Marmorboden des diamantbesetzten Vip-Vorzelts berühren, traut er seinen Augen nicht. An der Frischobst-Bar steht niemand Geringeres als sein Erzfeind Cürbis Cekzun aka Boo Boo! Dieser schiebt sich gerade genüsslich eine ganze, ungeschälte Ananas in den Mundraum (so ein Quatsch eigentlich…wer würde sowas schon machen?) und Game will sich gerade wieder herausschleichen. Doch da hat Cürbis ihn schon gesehen und wankt auf ihn zu.
Cürbis: Yo, what the f*ck are u doin here? Maaan, you got some nerves!
Game: I was performin yesterday. But it ain`t your fu*ckin business anyways!
Cürbis: Hell yeah, it is. We got some issues, Game. That whole G-Unot Talk…that…hurt me!
Game (guckt ungläubig): That hurt you? Like…emotionally?
Cürbis (traurig): Yeah! That was some nasty sh*t you said. I mean we were like brothers…
Game: Naw, more like cousins. Why did you kick me out anyways?
Cürbis: Lloyd and Tony…they…i´m basically their dad. I buy them toys, girls, drugs and all that. They were jealous. They thought that I love you more than them…
Game (irritiert): I see..well..i don`t know bout love and all that sh*t but we definitely had a great time. Let`s get back to the studio and do some music!
Cürbis: Oh, you mean like Patrick and Anis?
Game: What the f*ck are you talkin about? I don´t even speak no goddamn French, Curtis!
Cürbis: I`m just tryin to understand. So you mean like Basstard and Massiv?
Game: What the f*ck is it with you? Stop talkin that gay French sh*t to me. Yo, you tryin to be funny? Wanna go back to war with me?
Cürbis: Chill the f*ck out. You need to control your temper, Game. Anyways, you mean like..like..Massiv and Manuellsen?
The Game läuft rot an vor Wut (immerhin ist er ein Crip), dreht sich um und last den verdutzt dreinschauenden Cürbis Cekzun einfach stehen. Chance verpasst!
2.Ektion Cekzun kommt wieder auf die Sachen!
Eko Fresh muss irgendwann mal, vielleicht im Vollsuff, einen Deal mit dem Teufel gemacht haben. Nach dem Motto: Hey, wir haben noch einen Platz in der Themen-Geisterbahn „Einmal Rapstar und nicht zurück, sondern direkt durch die Hölle und dann zum Promidinner“. Unterschreiben sie bitte hier, Herr Fresh. Das hat er dann wohl auch getan, der Rest ist Geschichte. Ich muss ja zugeben, dass ich Freezys wilde Anfangszeit etwas verschlafen hatte. 2001 liefen bei mir immer noch D.I.T.C. und CNN in Dauerrotation und von Deutschrap wollte ich erst einmal nichts weiter wissen. Das änderte sich dann erst wieder mit dem Klassiker „Leben“. Richtig wahrgenommen und gefeiert habe ich Eko erst, als er mit seiner „König von Deutschland“-EP um die Ecke kam. Überraschenderweise, denn auch die passte eigentlich nicht in meine Playlist und die meisten meiner Freunde rümpften verächtlich die Nase ob seiner arroganten Selbstverliebtheiten. Ich betrachtete es einfach nur unter dem Aspekt der Innovation und der Freshness. Dasselbe gilt auch für die „Bitte Spitte“-Styles und „Renexekution“. Großes Kino war das! Und sowas hatte es vorher eben wirklich noch nicht gegeben in Wurstland. Die nachfolgende Phase habe ich dann wieder komplett ignoriert, als 2Pac und ersguterjunge-Nichtfan irgendwie nicht schwer, nur um in den letzten Tagen und Wochen wieder hellhörig zu werden. Comeback-Single mit Monroe-Beat? Bitte Spitte Neuauflage? Back to the roots? Klingt alles recht vielversprechend. Ich werde allerdings erst das Gesamtpaket abwarten, alles andere ist mir zu bruchstückhaft und aus dem (hoffentlich existierenden) Zusammenhang gerissen. Das hiphop.de Homecoming-Special fand ich zumindest schon mal sehr unterhaltsam und auch menschlich super!
3.Der Imperator schlägt zurück!
Und er kann es immer noch. Diese Aufregung verbreiten, Ungeduld, Nervosität. Die gesamte Blogosphäre tippt sich die Fingerkuppen wund (ich natürlich nicht, denn ich trage beim Tippen die Diamanthandschuhe von MJ!) und jeder andere Rapper macht sich so seine Gedanken um die eigene Zukunft. Hip Hop ist schon eine lustige Jugendkultur, in der ein vierzigjähriger Multimillionär Jahr für Jahr die mit Abstand größte Aufmerksamkeit für sich verbuchen kann. Oder wird Hip Hop einfach nur erwachsen? Immerhin redet ja auch Joe Camel nicht mehr (nur) über Champagner und Bentleys, sondern auch mal über Vertragsabschlüsse und Lizenzvergaben. Erwachsene Styles halt. Aber weil er der Jiggameister ist, hat er meistens ein auch ein sehr gutes Gespür für Beats. Außer bei Blueprint 2.1.3344987, da war das Ohr van Gogh und der olle Zottelbär Lenny Kravitz durfte mitmachen. Passiert. Dieses Mal hat er sich wieder Kanye geschnappt und gleich noch dessen Mentor No I.D. Da will jemand auf Nummer sicher gehen. Was den Produzenten von D.O.A. angeht, so zitiere ich an dieser Stelle gerne noch einmal Elliott Wilson: „If you’ve never heard Accept Your Own and Be Yourself a.k.a. The Original Black Album—you are not hip-hop.“ Die Nachfolge-Single mit der talentfreien Blauäugigkeit und Yeezy war dann leider total lahmer Standardbrei. Aber da ich bisher vor jedem Jigga-Album der Neuzeit rumgejammert habe und letzten Endes doch immer zufrieden gestellt wurde, vertraue ich jetzt einfach blind auf die Chicagoer Tastenvirtuosen. Der Rest kommt eh von alleine, Brooklyns Alterspräsident sei Dank. 40/40!
4.HAAALT DIE FRESSE!
Es ist mir, gelinde gesagt, ein völliges Rätsel, was die Ex-Aggro-Macher mit ihrer heiteren Streetvideo-Reihe erreichen wollen. Wohin soll das führen? Und vor allem: Kann man damit Geld verdienen? Rentiert sich sowas? So richtig klar ist das alles nicht, auch nicht wer eigentlich genau dahinter steckt und welches Ziel damit verfolgt wird. Klar ist nur, dass die Macher der „Halt die Fresse“-Videos selbige in extrem kurzen Abständen rausballern. Sehr inflationär, sehr austauschbar. In 90% dieser Videos sieht man einen Protagonisten, der einen Track von seinem aktuellen Album rappt und dabei von einer Gruppe gewaltbereiter, grimmig dreinschauender Männer begleitet wird. Die dürfen dann auch mal was mitrappen oder Drohgebärden in die Kamera schleudern. Huiiii. Scary Movie nennt man sowas wohl. Die meisten der HDF-Rapper können auch gar nicht rappen, bis auf einige Ausnahmen, was aber scheinbar so gewollt ist. Denn die Auswahl beschränkt sich doch meistens eher auf sog. Streetrapper. Lustig anzuschauen ist es allemal, vor allem wegen des Easter Eggs in Form von Deso Dogg, der in jedem zweiten Video auftaucht. Verdient er damit Geld? Kann ich ihn auch mal mieten, bspw. für ein Uni-Werbevideo? HALT DIE…!
5.How high? Luft…pistole!
Method Man wirkte auf mich bisher ungefähr so bedrohlich wie F.R. Ich glaube ich würde sogar eine Drohung von Rick Ross, mir seine gefährlichsten Homies vorbei zu schicken, als beängstigender empfinden als den guten alten Onkel Mef. Bis jetzt! Denn Redmans Langzeitkumpan soll angeblich ein Group..äh einen weiblichen Fan mit einer Luftpistole beschossen haben. Grund? Sie wartete vor dem Tourbus auf ihn und wollte fi…äh ein Autogramm haben. Ob das wirklich stimmt, ist noch nicht hundertprozentig geklärt, aber so wie es aussieht, scheint es keine totale Ente zu sein. Warum er das gemacht hat, erfahren wir hoffentlich noch. Dürfte sicher auch die europäischen Booker interessieren, die wegen seiner Vorliebe für spontane Heimat-BBQs sowieso schon total Bock auf ihn haben. FAIL!
6.To Leave and Return in NYC!
Dieser Punkt vereint jetzt in gewisser Hinsicht den zweiten (Eko) und den achten (Diddy) durch eine glanzvolle, rhetorische Meisterleistung: durch die schiere Erwähnung dieser Verbindung, ha! Es geht natürlich um Rücktritte und deren temporäre Aufhebung. Und um Harlem. Kommt man als Rapper aus diesem Viertel und war man mal bei Bad Boy gesignt, so scheint man prädestiniert für eine Flucht in religiöse Gefilde zu sein. Den Trend begonnen hat Ma$e, der nach seinem Harlem World-Debakel nach Atlanta zog und sich dort als Pastor Betha niederließ. Zusammen mit seiner Frau gründete er ein eigenes Pfarramt und predigte, ganz im Stil großer US-amerikanischer Fernsehgeistlicher, den finanziellen Erfolg mithilfe Gottes. Total authentisch und alltäglich also. In den US of A stehen Glaube und Geld auch wesentlich weniger im Widerspruch als anderswo, deshalb scheinen die Leute ihm zu glauben und finanzieren seinen Arsch bereitwillig. Ein erstes Comeback wagte er wieder an Diddys Seite, inklusive netter Single und schlechtem, erfolglosen Album. Das zweite Intermezzo hatte er dann als Fast-G-Unit-Neuzugang und Window Shopper und nun folgt wohl der dritte Versuch ins Rampenlicht zurück zu kehren. Angeblich hat er wieder mit seinem alten Förderer Diddy einen dicken Deal ausgehandelt. Der hatte ja nach Masons Weggang einen anderen Harlemesen als slicktalkenden Ersatzmann aufzubauen versucht. Das war Loon, auch wenn es genauso gut Loso hätte sein können. Loons Karriere lief ja dann auch eher mäßig bis gar nicht und so verschwand er dann eines schönen Tages, ohne das davon jemand Notiz genommen hätte. Jetzt tauchte ein Interview auf, indem man ihn über seine Konvertierung zum Islam und seine Rap-Vergangenheit reden hören kann. Sehr interessanter Zufall. Ob es noch mal zu einem finalen Showdown der „Ich war mal ne mittelschwere, gelangweilt rappende Nummer in Harlem, habe es dann aber verkackt und wurde religiös“-Showtanztruppe kommt, ist leider nicht bekannt!
7.And f*ck Warner Music Group – you wiggers just suck!
Dieses abgewandelte N.O.R.E.-Zitat bietet einen unglaublich guten Einstieg für meine nachfolgende Schimpftirade gegen eine der größten Plattenfirmen der Welt. Nicht das es diese Wochenendgolfer in der Urban-Abteilung aus den rückenschonenden Ledersesseln schleudern würde, aber gesagt werden muss es trotzdem. Ihr lutscht ganz gewaltig, liebe Leute. Wie kann man eines der größten Talente des aktuellen Rap-Geschehens an der Angel haben und dann plötzlich wieder zurück in die kalten Gewässer von Pittsburgh werfen? Betrachten wir das ganze doch mal nüchtern und objektiv. Wiz Khalifa erarbeitet sich innerhalb weniger Jahre einen landesweiten Hype, veröffentlicht innovative Mixtapes ohne die Hörer dabei mit Material zu überfluten, landet mit „Say Yeah“ einen kleinen Sommerhit, (den Siggi und ich während unserer letztjährigen Ungarn-Übernahme außerordentlich gefeiert haben) und schafft es trotz gewisser Parallelen zu Wayne, sprich Unterernährung, Drogenkonsum und Tattoo-Wahn, Interesse an seiner eigenen Person zu generieren. Einen sicheren Beat-Geschmack und ein fähiges Managementteam hatte er ebenfalls im Gepäck, als ihn die Warner-Würste unter ihre Fittiche nahmen. Und was ist daraus geworden? Niiiirchts. Zum tausendsten Mal in der Geschichte des gerappten Wortes, wird ein junger Künstler rausgeworfen, bevor er überhaupt etwas veröffentlichen
konnte. So bekämpft man die sinkenden Absatzzahlen sicher nicht, ihr Nullen!
8.Nein, tust du nicht!
Erst kürzlich ließ die Diddymaus via Twitter verkünden, sie würde Hip Hop über alles lieben. Und zwar ganz ernsthaft und wirklich und total. Natürlich darf jeder seine Meinung kund tun, allerdings wirft diese eine Reihe von Fragen auf. Wenn Diddymaus Hip Hop so liebt:
Warum hat er Jadakiss damals nicht den „It`s All about the Benjamins“-Beat alleine zerstören lassen? Warum hat er überhaupt angefangen zu rappen? Warum hat er Dutzende junge Rapper über die Bad Boy-Karriereklinge springen lassen? Warum hat er politische Acts wie Dead Prez nie gesignt und vernünftig gepusht, wenn er sie doch so gefeiert hat? Warum hat er sich in jedes Video seiner Künstler gezwängt und sie dafür bezahlen lassen? Warum hat er bei „Making the Band“ nicht einen einzigen richtigen Künstler entdeckt? Warum wurde Übertalent Shyne nicht auch von Johnnie Cochrane vertreten und rausgeboxt? Warum twittert er nur pseudo-esoterischen Motivationsunfug? Warum verhilft er Ma$e jedes Mal aufs Neue zu irrelevanten Kurz-Comebacks? Warum gibt er nicht einfach zu, dass er schwul ist und stärkt der Gay-Hip Hop-Szene damit den Rücken? Und warum…nur für den Kick, für den Augenblick? Hip Hop liebt dich jedenfalls nicht. Basta!
9.Party Report #4: I Love College!
Am Thirsty Thursday war Donni in der Stadt, um seinen alten Freund Diddi zu besuchen und natürlich auch um mich, seinen treuen Capo, zu sehen So trafen wir uns abends in Diddis Studenten-WG zum Vorglühen. Außerdem anwesend waren: Linus (der Profi), den einige vielleicht als Demo des Monats-Interpreten aus der Juice kennen dürften, sowie ein ziemlich großer Köpenicker, Atze Thomas der stille Killer, ein verletzter Footballspieler, der Gastgeber, der am Wochenende Kapitän eines Kriminellen-Fußballteams ist (samt weiblicher Begleitung) und ein Fliesenleger mit Stahlbeton-Armen. Sah also alles sehr vielversprechend aus. Zufällig war an diesem Abend wieder großer Studentenabriss im berüchtigten TV-Club. Angekommen mussten wir sagenhafte 30 Minuten anstehen bevor wir rein gelassen wurden. Für den Köpenicker ein kleines Highlight, immerhin verließ er den Club beim letzten Mal unfreiwillig und mit Armen auf dem Rücken. Und das alles nur, weil er sich selber Wechselgeld geben wollte, um Zeit zu sparen. Drinnen war es heiß, voll und feucht (eine Steilvorlage für jeden Pornorapper!). Aufgelegt wurde alles was trashig und scheiße ist, sprich Tag Team, Backstreet Boys und MGMT. Ach ne, die sind ja eigentlich nicht scheiße, aber markierten eben nur die Ausnahme. Bier und Schnaps gab es für 1,50€ (!!!), ein echter Standortvorteil, und so verzogen wir uns alsbald alle in den Outdoor-Bereich, um in halbwegs erträglicher Atmosphäre zu trinken. Einzig Linus war übermotiviert und vom Dancefloor nicht mehr wegzubekommen. Das zahlte sich wohl aus, denn zwischenzeitlich wurde er (laut eigener Aussage) von drei Frauen gleichzeitig belagert und musste fliehen. Den Garten des Clubs haben wir dann eigentlich nur noch aus Nachschubzwecken verlassen, ansonsten wurde über Politik und Rap geredet und ab und zu gepöbelt. Thomas wurde dann noch von einer besoffenen, aufdringlichen Ollen belästigt, der ich sogleich den zärtlichen Kosenamen „Syphilis-Schleuder“ verpasste. Fand sie nicht so gut, aber auch nicht so schlecht. Passte halt einfach, das musste sie sich dann selber eingestehen. Als das erste Handgemenge ausbrach, verließen wir die Absturzstelle und ließen uns per Taxi evakuieren. Lief!
10.Was macht eigentlich..!
Kenna? Wer jetzt nicht weiß wer gemeint ist, sollte sich schleunigst eine lila Bandana um die recht Faust wickeln und sich selber mit einem gezielten Schlag die Nase crunchy hauen. Also wirklich jetzt, liebe Leute, den muss man auf dem Radar haben. Genauso wie Colin Munroe, der auch noch explodieren muss. Aber zurück zu Kenna. Außer seinem wunderbaren Freedownload-Album „Make sure they see my face“ kenne ich nichts von ihm, also weder älteres noch neueres Material. Nur dieses eine Album, über welches ich ja schon letztes Jahr gesprochen hatte und das mich bis heute fast täglich begleitet. Seine Musik ist, ähnlich wie die von Colin Munroe, ziemlich universell und freigeistig angelegt und kann daher kaum in gängige Kategorien gepresst werden. Kann ein Vorteil sein, aber für Vermarktungszwecke wohl eher ein Makel und daher für Plattenfirmen unattraktiv. Eigentlich schade, denn mit exzellenten Co-Produktionen von Chad Hugo und einigen Kumpels in der Unterhaltungsindustrie standen die Zeichen doch eigentlich auf Sieg. Seit dem 2007er Album ist jedenfalls nichts mehr erschienen und auch sonst ist er nicht weiter in Erscheinung getreten. Change, please!

In diesem Sinne-lasst es euch gutgehen und mal wieder praktische Handwerkertipps von einem echten Mann geben…so wie Kanye Schlumpf! HeeeyVassapGäng , Bitches!
PS: Hier geht’s zum Kolumnenarchiv!
PPS: Joe Budden hat gestern von Raekwons Entourage eine geballert bekommen. Karma, jemand?
PPPS: Gebt euch endlich mal Nate57!
Kritik bitte an: wzeut9mnc74hd@kLoä+=js.de


Spitzen Song aber eigentlich kann man bei dieser Kombo auch nicht viel falsch machen.
Jay-Z x Kanye West x Rihanna – Run This Town
via cooldown
„Von Kampfpärchen und Egotrippern – Death of Autotuning!“
Manager Rudi, A&R Jean-Pierre und Praktikant Ulf befinden sich auf dem Weg nach Hamburg, da Kaas dort laut Internet seinen Wohnsitz hat. Nach mehrstündiger Suche erfahren sie dann aber, dass sich der A&R verlesen und Kaas mit Laas verwechselt hatte. Als sie daraufhin dem Praktikanten mit Rausschmiss drohen, immerhin wäre das seine Aufgabe gewesen, steigt dieser erleichtert aus dem gemieteten Cinquecento aus und heuert auf einem Frachter an. Einige Stunden später erreichen die beiden Sony-Mitarbeiter Reutlingen.
A&R Jean-Pierre: Also, ich habe uns ein Meeting mit Kaas organisiert. In einer Stunde treffen wir uns mit ihm im Feenwald.
Manager Rudi (verwirrt): Bitte wo?
A&R Jean-Pierre: Keine Ahnung. Er hat mir nur eine Wegbeschreibung geschickt und gemeint, dass dort der Feenwald sei.
Nach kurzer Zeit erreichen die beiden den Waldrand und setzen ihren Weg zu Fuß fort. Dank der genauen Wegbeschreibung stehen sie plötzlich auf einer zauberhaften Lichtung. Um sie herum schwirren Bienen und Schmetterlinge und die warme Luft ist vom Duft der Walderdbeeren erfüllt. Plötzlich raschelt es hinter einem Baum und hervorspringt Kaas. Auf seiner Stirn prangt ein rosa Horn und seine Hände halten ein riesiges Herzbonbon.
Kaas: Hallo meine lieben Freunde! Schön das ihr gekommen seid. Setzen wir uns doch.
Manager Rudi: Nee, ich steh lieber. Wegen Grasflecken und so. Also wie dir Jean-Pierre sicher schon mitgeteilt hat, wollen wir mit dir über…
Kaas (unterbricht): Eins nach dem anderen, liebe Menschenkinder. Wir sind doch schön und haben Zeit. Lasst uns erst mal einen Freundschaftszaubertrank aus den Elfenkräutern der Hochebene herstellen und dann mit dem Zwergenkönig um das ewige Feuer des Lichts tanzen, um anschließend…
Manager Rudi (unterbricht): Hey, jetzt reicht es aber. Wir wollen Business machen und nicht rumzaubern. Also wir bieten dir einen (kurze Pause) Major-Deal an!
A&R Jean-Pierre (strahlt Kaas erwartungsvoll an): Tataaaaaa!
Kaas: Und wie wäre es mit einer Partie Trollball oder wir braten uns Ogerwürste oder wir besuchen die Elfenprinzessin und sammeln mit ihr magische Blumen oder wir tanzen mit den Einhörnern im tiefen Gras oder wir verzaubern ein paar Häschen..?
Während sich die Sony-Mitarbeiter mit hängenden Schultern auf dem Weg zu ihrem Wagen machen, telefoniert Kaas mit dem Chimperator Büro.
Kaas: Hey, jaja lief alles klar. Die denken ich spinne und hauen grade wieder ab. Haha.
Fortsetzung folgt!
2.No Auto-Tune for Old Men!
He did it again. Officer Jigga hat mal wieder ein Verbot ausgesprochen und gleichzeitig den vorzeitigen Tod eines sehr beliebten Gimmicks verkündet. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, in der Shawn Carter, auf dem Zenit seines Ballertums, mit einer einzigen Line vorgeben konnte, welche Autos, Getränke und Juweliere für die kommende Saison angesagt waren und welche nicht. Mit der Line „..we give those to baby moms“ tötete er bspw. eigenhändig ein Modell eines bekannten Autoherstellers der oberen Preisklasse, so dass jeder Rapper der etwas auf sich hielt, diesen Wagen entweder verkaufen musste oder ihn sich erst gar nicht zulegen durfte. Original Regulator! Und jetzt hat er es wieder getan. Der vielbeschäftigte Multimillionär hat sich den guten alten No I.D. geschnappt, über den seit „D.O.A.“ Hinz und Kunz redet, als hätten sie ihn schon immer gekannt und gefeiert, und mit ihm zusammen ein trocken rockiges Geschoss aufgenommen. Das Endergebnis ist ein Manifest der Jigga`schen Bosshaftigkeit. In der ihm eigenen Arroganz erklärt er den jungen Katzen ganz souverän warum man das Aufspringen auf Zügen lieber Stuntdarstellern überlassen sollte und warum enge Hosen für dünne Stimmchen sorgen. Ach ja und das die Verwendung von Auto-Tune ab jetzt völlig indiskutabel ist, wird auch mal erwähnt. Die Frage ist natürlich, darf er das? Darf ein fast vierzigjähriger Unternehmer der Jugend vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen hat? Zumindest tut er es einfach ohne um Erlaubnis zu fragen und liefert gleichzeitig einen attraktiven Gegenentwurf ab. Und das ist es, was ihn von den anderen Heulsusen und Meckeropas unterscheidet. Einmal Blaupause Drei, bitte!
3.Der Showdown der Tagteams!
Da es in Deutschland paradoxerweise trotz (oder vielleicht gerade wegen) einer Überflutung an Rappern und deren „Labels“, eine recht beschauliche, überregionale Szene gibt, wird jede mehr oder weniger aufregende A gegen B-Situation dankend angenommen und zelebriert. Das Deutschrap-Jahr 2009 scheint jedenfalls ganz im Zeichen des Showkampfs Berlin vs. Düsseldorf zu stehen. Auf der einen Seite stehen Bushido und Fler, die von gemeinsamen Gangbangs, über Disstracks, hinzu Gewaltandrohungen, alle Stufen einer gesunden und geerdeten Männerfreundschaft durchlaufen haben. Jetzt haben sie sich wieder zusammen gefunden, um den Fans das zu geben was sie scheinbar immer wollten. Ich habe CCN damals irgendwie verpasst, deshalb kann ich nicht behaupten, dass ich darauf gewartet hätte. Andererseits ist Frieden und Freude immer besser als Krieg, das weiß auch Kaas und freut sich gleich mit. Auf der anderen Seite stehen Farid Bang und Kollegah, die ebenfalls eine tiefe Männerfreundschaft zu verbinden scheint, immerhin wohnen sie zusammen und philosophieren in gemeinsamen Interviews über das Geschlechtsteil des jeweils anderen. Die lustigen Neckereien über die vergangen Ausflüge in die Talk-und Malereiwelt tun ihr Übriges. An dieser Stelle empfehle ich euch das Interview von Jan Wehn, das mit Abstand interessanteste von allen. Die Mischung aus zweideutigen Aus- und Ansagen an die Gegenseite lässt auf ein hitziges Verkaufsbattle schließen, wobei die gutenjungs in dem Punkt eindeutig die Nase vorn haben. Immerhin könnte Bushido einen Rohling releasen und die Kids würden die Media Märkte des Landes stürmen. Ich freue mich bei all der medialen Aufregung übrigens besonders auf das junge, brutale, apokalyptische Duo aus dem Spoken View Lager…!
4.Wenn man sich einmal verbrannt hat…!
Ist Anakin noch mal zu diesem riesigen Monstermaul auf Tatooine gereist, um darin mit einem Surfbrett herumzufahren? Ist Chuck Noland noch mal auf eine einsame Insel geflogen, um dort Volleyball zu spielen? Hat Beatrix Kiddo noch mal geheiratet? Die Antwort lautet in jedem Fall: NEIN! Und warum? Weil alle drei etwas gemacht haben, dass man gemeinhin als schlechte Erfahrung bezeichnen würde. Und dadurch, dass der Mensch (theoretisch) lernfähig ist kann er bestimmte Entscheidungen treffen, die verhindern, dass er sich noch einmal in dieselbe Lage versetzt. Ein Kind das sich am Ofen verbrennt wird es sich von nun an zweimal überlegen, ob es sich diesem Objekt noch einmal nähern sollte (Shout Outs an meinen Sohn!). Die LOX-Moise vom Block D scheinen das irgendwie anders zu sehen und widerstreben diesem Naturgesetz. Denn obwohl sie schon einmal mit dem selbstverliebten Mogul Diddymaus, dessen Label Bad Boy noch immer den zweifelhaften Ruf eines schwarzen Artist-Lochs genießt, zusammen gearbeitet haben wollen sie daran wieder anknüpfen. Beim nächsten Album soll es dann wohl so soweit sein. Dazu seien zwei Dinge gesagt. Erstens möchte ich nie wieder so ein schwach produziertes Album wie „No Security“ von den Jungs hören. Die sollen sich mal ein paar ordentliche Beats geben lassen (Crada nehm ich hier raus, der hat gute Arbeit geleistet) und vor allem aufhören ihren untalentierten Weedcarriern das Mic zu geben. Zweitens wissen wir doch alle noch gut genug wie die letzte „Zusammenarbeit“ der drei Yonkers-Trolle mit dem bösen Mann aus Harlem endete: mit Tränen, Streitereien und anderen unnützen Komplikationen. Verschont uns!
5.sidochmalgenauhin!
Angeregt durch mein persönliches „Guter, alter Berlinrap-Revival“, welches durch die Wiederentdeckung des phänomenalen Berlin No.1 Vol.2-Tapes begann und durch die Tape-und Plattensammlung meines Nachbars, welche Exemplare von WBM, Royal TS und MOR enthält, zusätzlich angetrieben wurde, kann ich nicht anders als mich über die merkwürdige Wandlung des Maskenmannes zu wundern. Bestes Beispiel dafür dürfte wohl der denkwürdige Auftritt bei der diesjährigen Comet-Verleihung sein, als sido, Kitty Kat und Tony D ihren Preis für diesen Scooter-Song abholten. Der mit dem Arsch, bei dem der Tony so laut schreien darf. Das war auch das einzige was er durfte, die Katzenfrau kam überhaupt nicht zu Wort. Desweiteren wurden ihre Namen kein einziges Mal erwähnt und selbst sido sprach die ganze Zeit von seinem Preis und wie sehr er diesen verdient hätte. Irgendwie armselig. Das locker-freche Videointerview, welches die Bravo mit sido und dessen Freundin führte, reißt da leider auch nichts raus. Sido scheint inzwischen jede Art von Promo mitzunehmen, ganz egal wie peinlich diese auch sein mag. Und obwohl ich wirklich der Allerletzte bin, der in Sellout-Heultiraden einstimmt, so muss ich an dieser Stelle doch mal ein Zitat bringen: „Hier kommt der vercrackte sido von der Sekte“ Ach ja, früher..!
6.The Definition of Hype!
Drizzy Drake, Kanadas Exportschlager Nr. 1 (Kolle und Alanis Morissette müssen sich den zweiten Platz teilen), ist momentan der am meist gehypete Newcomer der Welt. Das ist Fakt. Natürlich kann sich nicht jeder mit dem croonenden Slicktalker aus Toronto anfreunden, aber dass er untalentiert ist würde so auch keiner behaupten. Irgendwas scheint er sehr richtig zu machen. Jetzt könnte man dagegen halten, dass das auch für Soulja Boy gelten müsste, allerdings wird der nicht auf Jiggas nächster Single sein, hat keinen 9th Wonder Beat auf seinem Debütmixtape und generell auch weniger Fans im Rapper-Lager. Aber all das kann man getrost vergessen, denn das untrüglichste Zeichen für seinen übernatürlichen Hype, in dem Ausmaß zuletzt vielleicht beim kleinen Wanja aus Neu Orleans zu beobachten, ist ein ganz anderes. Vor kurzem veröffentlichte ein obskures Label namens Canadian Money Entertainment ein inoffizielles, nicht autorisiertes „Album“ von Drizzy namens „The Girls Love Drake“. Erstaunlicherweise stieg das Album in die Charts ein, bei iTunes und Amazon sogar recht hoch, da viele Fans scheinbar dachten, dass dies ein offizielles Album sei. Hätten sie fünf Minuten ihrer Zeit ins Nachdenken investiert, wäre ihnen sicher aufgefallen, dass es sich vielmehr um ein Mixtape handelt, welches fast ausschließlich altbekannte Songs enthält, und das Drake noch immer nicht gesignt ist. Das dürfte sich jedoch bald ändern, angeblich liegen auch schon die ersten Angebote über 2 Mio. $ auf dem Tisch. Vorher müssen Drake und sein Management allerdings noch dieses kanadische Label verklagen, insbesondere weil einige Songs auf dem Mixtape noch ungeklärte Samples enthalten. Egal, in Wirklichkeit zeigt das nur wie es am Tag der echten Albumveröffentlichung abgehen wird: Girls Gone Wild!
7.Young At Last!
Die Vorstellung, dass meine Kolumne den verlorenen Phillyanern auf dem weiteren Karriereweg hilft, ist schön, aber nicht besonders realistisch. Deswegen hat die aktuelle Meldung, dass Freeway mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von Young/Cash Money gesignt werden wird, auch nichts mit mir zu tun. Schön ist es aber trotzdem. Oder? Nachdem „Philadelphia Freeway 2“ auf einem mir völlig unbekannten Label erschien und dementsprechend unterging, sah sich der bärtige Nölian wohl dazu gezwungen, ein wenig Zeit in die weitere Karriereplanung zu investieren. Irgendwie ist er dabei an Baby Birdman geraten und scheinbar wurde man sich schnell einig. Den Rest der Welt ließ er per Twitter an diesem Prozess teilhaben und sorgte so für einigen Wirbel. Dadurch das er das Signing weder bestätigte noch völlig von sich wies, heizte er die Gerüchteküche (seit langem mal wieder) zusätzlich an. Was genau Baby und Wayne mit Philly Freezer anstellen wollen und warum sie meinen, dass dieser ins Roster passt und kommerziell erfolgreich sein kann, weiß (noch) niemand. Sollten sie ihm allerdings seine künstlerische Freiheit lassen und mit ordentlichen Soul-Beats eindecken, könnte daraus, vor allem durch die große Hype-und Marketingmaschine, noch was werden. Und mal ganz ehrlich: ein Duett von Free und Wayne auf einem Just Blaze Beat mit einer Jigga-Screwed Hook wär schon ganz geil, richtig?!
8.Der ganz normale Wahnsinn – Ein Überblick!
In den US of A passieren laufend verrückte Sachen und natürlich macht dieses Phänomen auch nicht vor Hip Hop und dessen Protagonisten halt. Hier eine kleine Rundschau:
In Kansas kam es bei einem Zwischenstopp der Bacardi B-LIVE 2009 Tour zu einem äußerst denkwürdigen Vorfall. DJ Jazzy Jeff, Skillz und DJ Z-Trip sollten eigentlich dort performen, wurden dann allerdings kurzfristig rausgeschmissen (nein, nicht ausgeladen, sondern tatsächlich rausgeschmissen!) und zwar weil sie…Rap spielen wollten. Das durften sie nämlich nicht. Selbst wenn die Verantwortlich nicht wussten, welche Musik Jazzy gerne produziert und auflegt, so müssten sie doch zumindest früher mal Fresh Prince geguckt haben, eine Serie die sich eher am Rande mit klassischer Orchestrierung beschäftigte!
Scott Storch hat in einem Interview nochmal Stellung zu seinen Drogen –und Geldproblemen bezogen und erklärt, dass er mal innerhalb von sechs Monaten 30 Mio. ausgegeben hat. Meine Bewunderung für ihn und sein Können ist seitdem ins schier Unermessliche gewachsen.
Cürbis Cekzun beschwerte sich unlängst darüber, dass die Rapper von heute sich lieber mit Verkaufszahlen als mit ihrer eigenen Kreativität auseinandersetzen würden. Den kreativen Aspekt an „Curtis“ muss ich irgendwie überhört haben. Ganz anders ergeht es mir dagegen bei Yayos aktuellem Mixtape. Der Titel „Swine Flu“ lässt schon auf gehörige Kompetenzen schließen!
Als Jay-Z bei der diesjährigen Summer Jam Sause seinen neuen Hit performte, gesellte sich nach kurzer Zeit spontan der Mann zu ihm auf die Bühne, dessen Musikstil der Jiggamann gerade zu beerdigen versuchte. Jigga, ganz bosshaft, beugte sich kurz zu T-Pain, der nickte artig und hampelte nickend zum Beat neben Mr. Carter rum. Das 1mal1 des Erniedrigens!
9. Livereport: Cormega!
Letzte Woche nutzte Cormega aka The Dealer`s last Lyricist die Pause zwischen den zwei One Love Festivals um bei uns in Leipzig vorbeizuschauen. Im Vorfeld wurde bereits angekündigt, dass die Show aus Kostengründen im Café der eigentlichen Location stattfinden würde und man die Besucherzahl aus Platzgründen auf 100 begrenzen würde. Da ich seit Jahren ein knallharter Cormega-Stan bin, habe ich mir natürlich gleich ein Ticket reserviert und hörte mir am Abend vorher noch einmal „The Realness“ und „The True Meaning“ an, zwei Alben die man getrost als moderne Klassiker bezeichnen kann. An der Location angekommen, traf ich gleich einige Bekannte, bei so einer kleinen Besucherzahl auch nicht weiter verwunderlich. Nach ausführlichem Trashtalk begleitet von Flüssignahrung ging es dann irgendwann auch mal los. Der kleine Raum war ordentlich gefüllt, die Luft stand und alle schienen motiviert zu sein. Perfekt. Was folgte waren knapp 90 Minuten Rap und zwar raw & uncut. Der kleine Mann schlurfte zwar anfangs noch recht unsicher und benebelt auf die Bühne, bemerkte aber schnell, dass alle nur wegen ihm gekommen waren und einfach nur seine Hits hören wollten. Er freute sich dann auch sichtlich über den konstanten Chor der Mitrappenden. Der deutsche DJ, den man dem QBler zur Verfügung gestellt hatte, war leider ultra-whack. Hab ich so noch nie erlebt, ganz ehrlich. Er hatte zwar ein ganz hübsches, farblich perfekt abgestimmtes Kostüm an, baute aber nur Mist, so das ihn erst nur das Publikum und irgendwann auch Mega selber hänge wollte. Die Interaktion mit der Crowd lief dafür umso besser und so entschied sich Corey dazu, Vorschläge aus dem Publikum spontan in die Setlist mit einzubauen. Richtig Hip Hop wurde es dann, als er Mythos, einen stadtbekannten Rapper und Produzenten, auf die Bühne holte und der dann erst einen kompletten Track mitrappte und später für Cormega beatboxte. Noch verrückter wurde es aber, als er eine junge Dame zu sich hochholte, die dann ebenfalls einen kompletten Track von ihm doppelte und mehr Arbeit leistete als sein Backup. Wahnsinn! Seinen Überhit „Get out my way“ musste er übrigens dreimal bringen. We stomped that mother out!
10.Was macht eigentlich…!
Max Herre? Also außer sämtliche Berliner Rapper auf die Palme zu bringen und am „Ich bin Schwabe also muss ich nach Berlin ziehen“-Syndrom zu leiden, versteht sich. Laut einer alten Pressemitteilung arbeitet er ja an einem neuen Soloalbum und ist mit seinem eigenen Label Nesola beschäftigt. Da ich nie wieder etwas von diesem ominösen Soloalbum gehört habe und mir persönlich auch kein aktuelles Release des Labels bekannt ist, stellte sich der Freundeskreis-Frontmann als potentieller Nummer 10-Kandidat heraus. Freundeskreis waren natürlich super, ganz egal was dein Lieblingspusher sagt, aber die Zeiten sind ja nun leider auch vorbei. Andererseits schafft das natürlich wieder Raum für neue Künstler, insofern sie denn mal kommen. „Zu Elektrisch“ gefiel mir überraschenderweise sehr gut, war halt eine schöne Common-Übersetzung. Und auch „FK 10“ war ein guter Mix aus Rückblick und Status Quo. Wenn er musikalisch und lyrisch irgendwo zwischen diesen beiden Songs anknüpft und weitermacht, dann könnte das sogar noch interessant werden. Für seinen alten Kumpanen Samy wäre das allerdings ein vorzeitiges Aus, zumindest was seine aktuelle Richtung angeht. Aber der Mann ist ja sehr vielseitig, fast wie ein Chamäleon. „Leg dein Ohr…“!

PS: Hier geht’s zum Kolumnenarchiv!
PPS: Curse hat gestern Abend bei Twitter über seine Splash-Auftrittszeit gejammert. Schenken wir ihm doch alle mal ein kollektives WUUUUÄÄÄHHHHH!
PPPS: In zwei Tagen geht die Welt unter…Yippieh!
Kritik bitte an:
wzeut9mnc74hd@kLoä+=js.de
„Von Verräterschaweinen und Lippenbären – Jetzt trinken wir Schampus wenn wir durstig sind!“
1. ARGE-Gesprächsprotokolle Pt.2 – B-Tight!
B-Tight sitzt seiner ARGE-Beraterin in einem Ledertanga gegenüber.
Beraterin: So Herr..(Papierrascheln)..wie war der Name doch gleich?
B-Tight: Ich binnnnns. B-Tight, der geile Ne-
Beraterin (unterbricht): Äh ja, also Herr Teit, sie sind ebenfalls von der Schließung ihres alten Arbeitgebers Aggro Berlin betroffen?
B-Tight: Ja, leider. Aber dafür bin ich sexy. Außerdem darf ich Fler managen und kann über Sektenmuzik releasen!
Beraterin (lächelt mitleidig): Aber Herr Teit, wir wollen für sie doch lieber eine..äh..richtige Arbeit suchen, oder?
B-Tight (lächelt schmierig): Baby, Arbeit is eh nix für Bobby den Schlangenmann. Ich bin lieber nackt und zieh mir was rein. Haste nich auch ma Bock?
Beraterin (errötet): Also wirklich, Herr Teit. Jetzt hören sie aber mal damit auf. Schauen wir doch mal lieber, ob wir hier was für sie finden. Ich geb mal „sexy“, „Schlange“ und „nackt“ in die Suchmaske ein, ok?
Auf der Suchmaske erscheint nach wenigen Sekunden ein Treffer.
Beraterin: Sooo, Herr Teit. Da haben wir doch was für sie.
B-Tight: Irrtum, Baby! Ich hab hier was für dich. Ich bin der geile Ne-
Beraterin (unterbricht): Jaja, also hier hätten wir eine Stelle als Barkeeper im „Conscious Rap Café“. Seltsam, aber naja. Wäre das was für sie?
B-Tight (säuselnd): Meinetwegen! Und wäre ich was für sie? Hm? Komm schon, Schla-
Beraterin: RAUS!
2. Omnipräsenz in Sultan-Moll!
Ich freu mich schon, dass bei Erscheinen dieser Kolumne, Hengzts „neues“ Album endlich draußen ist. Warum? Weil dann ENDLICH sein Interview-Marathon aufhört und weil sich die Hip Hop Journaille dann wieder anderen Rappern zuwenden kann, um diesen immer die gleichen Fragen zu stellen. Jetzt mal im Ernst, muss ich in jedem Magazin (schließt die Katalogmagazine mit ein) und Videointerview exakt die gleichen Fragen und Antworten hören und lesen? Ich müsste es nicht, aber leider habe ich die Angewohnheit mir immer alles durchzulesen und anzugucken. Selber schuld? Vielleicht, aber ein wenig mehr Kreativität wäre schön. Allein diese ganze Murderbass-Seifenoper war irgendwann nur noch nervig und nicht mehr so richtig nachvollziehbar. Sie sind kein Label, schon gar nicht seines, aber trotzdem ist er da für fünf Alben gesignt? Und was sind das überhaupt für Menschen, die eigene Videos löschen und ihren Protagonisten im Dunkeln tappen lassen wie Silent Hill Spieler? Ach ja, dann wäre da ja noch die Olli Banjo-Sache. Bin mal gespannt, ob da was zurückkommt. Sportlich natürlich. Beim Sparring oder so!
3. Die Eminem Story: Gefangen in der Zeitschleife!
Nach Eminems überaus unkreativer und Fremdscham-verursachenden Promi-Bashing-Single, erschien kürzlich der nächste Streich aus der Shady Anstalt. Diesem Video merkt man ebenfalls in keinem Moment an, dass der Protagonist im Oktober dieses Jahres 37 wird. Und was passiert da schon? Er rennt im Wald rum, badet in Blut, überfällt eine Krankenschwester und nimmt Tabletten. Gähn. Ach so, das soll eine Metapher für sein vergangenes, finsteres Seelenleben sein, voll von Drogen, Schmerz und Angst? Trotzdem Gähn! Nicht nur, weil er das alles schon mehr als einmal gemacht hat, sondern auch weil es so uninspiriert wirkt. Dasselbe gilt leider auch für die geleakten Tracks, die täglich auftauchen. Und was soll dieser schwachsinnige Akzent auf einmal? Hat ihm das Bizarre empfohlen? Oder irgendein anderer großartiger Shady-Künstler? Ich wette, dass es in seiner nächsten Single um seine Mutter geht oder um seine Tochter oder um Drogen oder um seine Ex oder noch mal um Promis oder um seine Mutter oder… Es scheint kein Ausweg in Sicht! Was mich bei all dem allerdings am meisten verwundert, ist das treudoofe Fantum das so viele an den Tag legen. Jeder neue Track wird frenetisch gefeiert und für ein sicheres Anzeichen eines wiedererstarkten Eminems gesehen. Ich bitte euch, „Crack A Bottle“ war allenfalls solide, aber doch kein Hit. DAS war ein Hit!
PS: Ich habe Em übrigens gestern einen Brief geschrieben. Mein Hund hat sich für ein Konzert extra die Haare blond gefärbt und er hat ihn komplett ignoriert. Jetzt werde ich wohl meine Nachbarin in den Kofferraum sperren müssen. Euer Stan.
4. Reich und Schw..äh..Schön!
Das sich das Cash Money Vater/Sohn-Gespann gerne mal Küsschen auf den Mund gibt, ist ja allgemein bekannt. Spätestens seit dem berühmten Beweisfoto. Warum sie dies praktizieren, erklärte Weezy damals in dem für ihn üblichen, unverständlichen, Gebrabbel, mit Mafia und Ehrenkodex und anderen Schwachsinnigkeiten. Sorry, aber bei Goddfellas haben sich nie Männer gegenseitig auf den Mund geküsst. Ist ja auch egal, schließlich leben wir im 21. Jahrhundert, da darf (theoretisch) jeder jeden küssen. Aber für viele ist das Thema scheinbar noch nicht gegessen und so wurde letztens wieder Papa Birdman zu dem Thema befragt. Er verstand den Trubel überhaupt nicht und erklärte, dass er seinen kleinen Wayne eben küsst, wenn er dazu Lust hat. Stani! In einem anderen Interview ging es um die ständigen, meist mehr oder weniger subtilen Attacken von Fiffys Seite gegen seinen Adoptivsohn. Baby entgegnete völlig ungerührt, dass ihnen das komplett am Cash Money-Arsch vorbeigehen würde, schließlich hätten sie Geld. Er faselt dann noch was von Inseln und Flugzeugen und von einem neuen 100 Mio. $ Vertrag. Bei allem Angebertalk, der sich in Rapperkreisen ja immer noch allergrößter Beliebtheit erfreut, kann man all das getrost glauben. Wie er selbst sagt, keiner verdient mehr an den eigenen CD-Verkäufen als die Quatschköpfe mit dem Dollar-Logo. Der richtige Deal, zu richtigen Zeit. So einfach geht das. Dumm sie sind nicht, junge Jedis!
5. Was Rezession? Gage her, Alte!
Man sollte meinen, dass wenn Jigga auf einem Kamel in die Stadt geritten kommt, alle durchdrehen und den Konzertsaal stürmen. Gutes Geschäft für den Jiggamann, gutes Geschäft für den Veranstalter. Ein erstaunliches Beispiel aus den US of A bewies aber kürzlich das Gegenteil. Es ist doch tatsächlich möglich Riesenverluste einzufahren, obwohl man Jay-Z gebucht hat. Oder vielleicht gerade deshalb? Schauen wir uns den Fall mal an. In Arizona wollte eine Studentenorganisation die größte Party des Jahrtausends steigen lassen und buchte zu diesem Zweck den Roccer und Kelly Clarkson. Man rechnete sich aus, durch Ticket- und Merchandiseverkäufe, die enormen Kosten wieder rein zu bekommen und noch etwas Gewinn zu machen. Vielleicht auch viel Gewinn. Wissen wir nicht. Jay wurde also ein Jahr vorher gebucht, bekam seine Gage von sagenhaften 715.000 $ überwiesen und dann wartete man auf den großen Run. Am Ende wurden gerade mal 6100 Tickets verkauft. Der Rest der Halle wurde durch Promo-Aktionen, Verlosungen und Gästeliste gefüllt. Immerhin 5400 Tickets, für welche die Veranstalter kein Geld sahen. Die Einnahmen beliefen sich letztlich auf magere 500.000 $ und standen Gesamtkosten von insgesamt 1,4 Mio. $ gegenüber. Was tun? Selbstmord? Flucht? Unzurechnungsfähigkeit vortäuschen? Alkoholsucht? Die Organisation hat zum Glück ein Notfallpolster und verständnisvolle Sponsoren. Ein Schuldiger wurde übrigens auch schnell gefunden: Die Wirtschaftskrise. Ach so, ich dachte schon diese fiese Schweinegrippe! Das Low-Budget Line-Up für 2010 dürfte dann wohl aus Ja Rule, MC Hammer und 2pac bestehen. Die kosten nämlich alle gleich viel: Nirrrchts!
6. Rödelheim Returns!
Moses P will wieder zurückkommen. So viel steht fest. Auf der Homepage seines Labels 3P läuft seit geraumer Zeit ein Countdown, der wohl am 26. Mai endet. Über das was dann passiert, kann man nur spekulieren. Den Hintergrund allerdings füllt ein S/W-Foto des Rödelheim Hartreim Projekts. Für die jüngeren Leser sei festgehalten, dass das ein extrem erfolgreiches Bandprojekt von Moses und Thomas Hofmann war. „Höha, Schnella, Weita“ fand ich damals ziemlich cool. So cool, dass ich als Elfjähriger vor dem Spiegel rumhampelte und versuchte alles mit zu rappen. Bedeutet das Foto also genau das-ein Comeback von RHP? Viele Alternativen gibt es ja eigentlich auch nicht. Sabrina Setlur wird wohl kaum ein weiteres, verzweifeltes Comeback versuchen, Illz macht Comedy, Cassandra Stehen ist solo unterwegs und UnterWortverdacht sind..äh wer? Ein dritter Teil seiner „Geteiltes Leid“-Serie könnte es auch sein, aber das würde das Foto nicht erklären. Lassen wir uns also überraschen, was der Onkel da in gut zwei Wochen aus dem Hut zaubern wird. Frei nach Seppo: Moses Pelham, ihr Nullen!
7. Irgendwann kommt alles raus…pfui!
Rick Ross ist der neue Cürbis Cekzun. Zumindest wenn es um Erwähnungen in dieser Kolumne geht, da liegt der dicke Rick weit vorn. Aus der Ecke kommen aber auch wirklich immer wieder die absurdesten Geschichten. Sein Album würde ich da nicht mit einschließen, immerhin ist es (wider aller Erwartung) richtig gut geworden und bietet wenig Platz für Späßchen. Sein reales Leben schon. Da wäre zum einen das Geständnis, dass er (Achtung: Bei niedriger Hemmschwelle und/oder ausgeprägter bildlicher Vorstellungskraft-nirrrcht weiterlesen!) beim Korpulieren meistens eine seiner 2250$(!) teuren Sonnenbrillen aufbehält. Und warum macht er das? Weil er eh immer eine aufhat! Und warum hat er immer eine auf? Weil er, laut eigener Aussage, so schöne Augenlider hat und nicht will das die jeder sieht! Und warum soll die nicht jeder sehen? Weil er so schüchtern ist! Frage: Warum zeigt er dann immer seine tätowierte Wampe? Seiner Credibility schadet das alles schon lange nicht mehr, schließlich hat die sich in Luft aufgelöst. Und falls nicht, dann doch spätestens seit kürzlich herauskam, dass sein eigener Anwalt einen Polizisten beauftragt hat, Rickys angebliche Gangzugehörigkeit und Dealerkarriere zu untersuchen. Ergebnis: Nada, Señor. Welch Überraschung…!
8. Snitch: Schaweine und Diamanten!
Kennt ihr (noch) Alfamega? Der Muskel hinter T.I.`s Grand Hustle Weedcarriertruppe, der irgendwie immer aussah wie ein irre grinsender Hulk auf Steroiden, hat T.I. schwer verärgert. Die Enthüllungsspezialisten von Smoking Gun hatten vor einigen Tagen Dokumente veröffentlicht, die eindeutig belegen, dass T.I.`s Hustle Muscle mal ein Informant gewesen ist. Huiuiui. Bei Tip dürfte diese Nachricht wie eine übel riechende Eierbombe eingeschlagen sein. Immerhin muss er für ein Jahr ins Gefängnis, weil er seinen Bodyguard, der gleichzeitig ein Informant war, dazu beauftragt hatte, einen illegalen Waffenkauf zu tätigen. Alfamega wurde in den Neunzigern ebenfalls wegen einer Waffensache hochgenommen, seine Strafe wurde allerdings stark verkürzt, da er gegen einen Heroindealer aussagte. Sowas nennt man in Amerika Snitchen und Cam`ron wäre die Hutschnur geplatzt, wenn es einer seiner Weedcarrier gewesen wäre. Interessanterweise hat T.I. seinen Security-Mitarbeiter/Rapper gleich rausgeworfen. Dabei weiß bis heute kein Mensch, wie T.I. bzw. seine Anwälte es hinbekommen haben, seine Haftstrafe auf ein paar Monate zu reduzieren. Alfamega steht jetzt jedenfalls ziemlich allein da und wird sich totärgern über die vertane Chance. Schade eigentlich, denn ich erinnere mich noch gern an diese Award-Verleihung, bei der er auf Shawty Lo`s Crew losgegangen ist und selbst von mehreren Polizisten und Pfefferspray kaum gebändigt werden konnte. Und selbst da lachte er noch vergnügt. The irony of life!
9. Stift und Bildschirmpunkt!
Ein Cover kann eine Kaufentscheidung beeinflussen. Natürlich nicht, wenn es sich um die neue CD deines Lieblingsrappers handelt, denn die kaufst du dir ja auch so. Stimmts? Aber gerade für unentschiedene Spontankäufer, die keine Rap-Nerds sind, sondern einfach mal was Verrücktes ausprobieren wollen, kann dies das entscheidende Argument sein. Wie sieht das Cover aus? Welche Aussage soll es transportieren? Ist der Rapper hässlich? Eine Firma, die sich mit diesem Thema seit vielen, vielen Jahren auseinandersetzt, ist Pen & Pixel aus Houston, TX. Die Jungs sind für einige der schlimmsten Cover der Rapgeschichte verantwortlich. Obwohl nein, eigentlich sind es die schlimmsten Cover der gesamten Musikgeschichte (lässt man mal einige ältere Heino-Platten außen vor). Als ich noch jünger war, störte mich das ungemein. Ich wurde richtiggehend aggressiv, wenn ich eines dieser wahnwitzigen Bling-Cover aus dem Hause No Limit sah. Das sah alles so billig aus und unrealistisch war es selbstverständlich auch. Es war also fake und damit ungenießbar. Jetzt liebe ich diese Cover. Beim Anblick eines bewaffneten, mit Ketten behangenen Hampelmanns, der umgeben von weißen Tigern und halbnackten Grazien, auf einem goldenen Panzer steht, geht mir einfach das Herz auf. Die Krönung sind dann die Rappernamen. DJ Squeeky, Herschelwood Hardheadz, Dat Boy Grace (Ist Grace nicht eigentlich ein Frauenname?). Aber auch die Albentitel und Labelnamen sind ungemein erheiternd. „Frustrated by Death“ steht da auf einem Cover. Und ich dachte, man stirbt nur einmal. Köstlich. Den Kollegen spit.tv und Jan Wehn ergeht es übrigens ähnlich, dem schaurig-schönen Spektakel kann sich scheinbar keiner entziehen. HIER gibt es übrigens eine äußerst aufschlussreiche Doku über die Pen & Pixel Alleskönner und HIER könnt ihr euch 460(!) Cover reinziehen. Enjoy!
10. Was macht eigentlich…!
Beanie Sigel? Phillys Bürgermeister findet im aktuellen Tagesgeschehen (aka Blogs, Twitter, Magazine etc.) nicht mehr statt. Und das schon seit fast einem Jahr. Eigentlich schade, denn der Mann kann rappen und zwar besser als die meisten dieser sog. „Streetrapper“, die sich an den Ecken dieser Welt stapeln. Zugegeben, die Beatauswahl auf seinen Solo-Alben war immer recht durchwachsen, aber im richtigen Moment und mit der richtigen musikalischen Begleitung entstanden wahre Monster. „Feel It in the Air“ ist so ein Monster. Meine Güte, den Song kann ich mir nach vier Jahren immer noch geben und bekomme eine Gänsehaut. Caspers Remix war und ist übrigens der einzig legitime! Leider war der dicke Siruptrinker immer in irgendwelche Schießereien, Räubereien und andere Unsportlichkeiten verwickelt, trotz seiner bequemen Position als Jiggas „Lieblingsatze-falls-Memphis-mal-verhindert-sein-sollte“. Nach seinem letzten Album, welches ich mir übrigens gekauft habe obwohl es nicht besonders gut ist, wurde es dann schlagartig still um ihn. Angeblich soll er jetzt im Süden wohnen und da irgendwas machen. Irgendwie auch nachvollziehbar, denn nachdem Jigga sein Label und auch sein Umfeld radikal gestutzt hatte und State Property jetzt wohl (leider) endgültig Geschichte sind, hatte er offensichtlich nicht mehr allzu viele Anknüpfungspunkte. Echt schade, echt jetzt!
Danke fürs Lesen!

In diesem Sinne-chillt mal wieder all-fitted-out mit dem gefährlichsten Gangsterrapper der Welt…so wie Master P und Lil`Romeo! GaylbeBananenGäng, Bitches!
PS: Hier geht’s zum Kolumnenarchiv!
PPS: Unser guter Lunatronic, u.a. Grafiker der Schwänzengäng, veröffentlicht ab jetzt regelmäßig auf den Schwänzengäng Blogs seine „Diggin The Crates – Weisst du noch wie es früher war?“-Kolumne. CH-CHECK IT OUT!
PPPS: Wie wahnsinnig gut wäre eigentlich eine Ryan Leslie/Colin Munroe-Kollabo? Sehr!
Kritik bitte an: wzeut9mnc74hd@kLoä+=js.de
„Von Dummschwätzern und Großspendern – Im Brotregal eingeschlafen!“
1. ARGE-Gesprächsprotokolle Pt.1 – Tony D!
Tony D sitzt seiner ARGE-Beraterin in einem feuerfesten Camouflage-Kampfanzug gegenüber. Auf seinem Schoß ruht eine Axt.
Beraterin: So Herr..äh..D? Ist das ihr Nachname?
Tony: JAAAAAAA!
Beraterin (erschrocken): Bitte schreien sie nicht so. Ich mach hier auch nur meinen Job!
Tony: JOB! TOP! POP! COP!
Beraterin: Aha. Gut. Also sie suchen eine neue Arbeit, da ihr alter Betrieb..(blättert in ihren Unterlagen)..äh..ah ja..ihr alter Betrieb Aggro Berlin geschlossen wurde, richtig?
Tony: JAAAAAAAA!
Beraterin (genervt): Herr D, bitte schreien sie mich nicht an. Wir tun was wir können. In welcher Branche würden sie denn gerne wieder arbeiten?
Tony: TOTALSCHADEN!
Beraterin: Aha. Na das ist doch schon mal was. Ein Abrissunternehmen soll es also sein. Da schau ich doch gleich mal nach (bedient ihren PC) Da hätten wir doch gleich mal was.
Tony: SPITZE! HITZE! RITZE! ZITZE!
Beraterin: Ich bitte sie. Wir sind hier nicht im Ghetto! Also die Ferchichi Abriss & Sanierung GbR stellt noch ein. Sie könnten gleich morgen anfangen. Wäre das was für sie?
Tony: JAAAAAAA! HAB AUCH AXT! (wedelt glücklich mit der Axt rum)
Beraterin: Gut, Herr D. Dann leite ich alles weitere in die Wege. Glückwunsch!
Tony: DANKE! TANKE! RANKE! SCHLANKE!
Beraterin (verstört): Äh ja, ebenfalls.
2. Labels : Von Anfang bis Ende und zurück!
In Deutschland gibt es ja bekanntlich mehr Rapper mit „eigenem Label“, die sich selbstverständlich der kompletten Game-Übernahme verschrieben haben, als potentielle Kunden. Warum? Weil es so einfach ist. Beispiel? Ich gründe JETZT ein Label. So jetzt hab ich auch eins. Ich nenne es „Fuckerz Rap Killaz Rekorrdz“. Morgen mach ich eine Myspace-Labelseite, spamme tausende Profile voll mit meinem potthässlichen Banner und signe online ein, zwei andere Rapper, die das Wort Gangsta in ihrem Namen haben. Die Compilation gibt’s übrigens auch bald und wird alles zerfikkkkken! Nun ja, zum Glück gibt es auch noch ein paar (wenige) richtige Labels, mit real existierenden Artists, greifbarem Output und eingetragenem Namen. Aber auch die nehmen ab. Nach der letztjährigen Schließungswelle, geht es dieses Jahr (bekanntermaßen) weiter. Nach Aggro scheint es nun auch ersguterjunge zu treffen. Jedenfalls verlassen die Künstler einer nach dem anderen das Boot. Den Kapitän dürfte es nicht stören, schließlich hat er seine Brötchen schon lange gebacken. Und mit leckeren Aufstrichen versehen. Und dann in Dahlem geparkt. Da wohnt übrigens auch meine Tante. Bei all dem Trara werden leider Labels wie bspw. SpokenView, die unter dem Bravo-Radar laufen, gerne mal übersehen. Dabei haben die Berliner ein sehr interessantes Roster, mit Damion Davis sogar einen kleinen Star und sich erst kürzlich die Dienste der Endzeit-Heroen Morlockk Dilemma und Hiob gesichert. Läuft doch!
3. Was kostet die Welt?
Immer noch recht viel, trotz Wirtschaftskrise und allgemeinem Werteverfall. Selbiges gilt übrigens auch für die Musikindustrie, eine Branche, die seit Jahrtausenden über sinkende Verkaufszahlen jammert. Das keiner mehr CDs kauft, weiß jeder. Das digitale Verkäufe das (noch) nicht ausgleichen können, ebenfalls. Aber das Vinyl-Verkäufe plötzlich wieder anziehen, Best Buy aus den USA nimmt es sogar wieder ins Sortiment, ist erstaunlich. Noch viel erstaunlicher sind jedoch die Zahlen, die einem um den Kopf geschmissen werden, sobald es um einige der ganz Großen der Branche geht. Cürbis Cekzun ist zweifellos einer von ihnen und verdient sich bekanntermaßen dumm und dämlich. Allerdings schon lange nicht mehr an Musik, immerhin verkauft er nicht mehr so gut wie früher und außerdem will Jimmy Iovine auch immer ein großes Stück vom Cürbis-Kuchen. Trotzdem soll ihm Live Nation gerüchteweise 100 Mio. $ geboten haben, um sich seine Dienste für fünf Alben zu sichern. Die Einnahmen aus allen Touren, von ihnen geplant, würden damit auch an sie fließen. Wir erinnern uns, das sind dieselben Scheinewerfer die sich auch schon Madonna und Jigga gekrallt haben. Wie sich das rentieren soll, ist mir schleierhaft. Aber ist ja auch (noch) nicht offiziell. Ein paar Treppenstufen weiter unten, genauer gesagt im Fahrradkeller, befindet sich Scott Storch, der Ex-Roots-Keyboarder und „Super-Produzent“. Dieser Idiot, man kann es nicht anders sagen, hat es doch tatsächlich geschafft, in den letzten drei Jahren 30 Mio. $ zu verpulvern. Im wahrsten Sinne des Wortes, schließlich hat er sich das weiße Zeug reingeballert als hätte er eine Flatrate bei Jeezy. Ein paar Villen und Gallardos waren wohl auch dabei. Jetzt ist er pleite, in der Entzugsklinik und sieht immer noch scheiße aus. Guter Deal!
4. Akte 09´s Privatfehde Pt.2!
Ulrich Meyer und seine Akte-„Reporter“ haben einen Narren an Bushido gefressen. Nachdem sie schon einmal über ihn berichtet hatten, folgte nun der zweite Teil. Beim ersten Mal wurden sie ja vor seiner Haustür bedroht und angefasst. Dabei wollten sie nur bisschen was filmen und..äh..ja was wollten sie gleich noch mal? Egal, Hauptsache Meyer kann seinen typischen „Jetzt aber mal ganz ernst hier“-Blick aufsetzen und Ängste schüren. Der Reiche mit dem komischen Namen, der macht die Kinder böse, der verdient mit schlimmen Texten viel Geld, der ist brutal und ungebildet usw. Im zweiten Teil wird es nicht besser. Es geht dabei um Bushidos Bekannten, derselbe der auch Detlef Soost nackengeklatscht hat, und das dieser einem Partygast mit einem Faustschlag den Schädel eingehauen hat. Die „Reporter“ befragen dazu sogar den zuständigen Mediziner. Das ist alles nicht schön und erst recht nicht entschuldbar. Aber die Art und Weise wie Meyer und seine „Reporter“ versuchen, anhand dieses Vorfalls zu beweisen, Bushido sei ein von Kriminellen umgebener Krimineller ohne jeden Sinn für Moral und Recht, wirkt unseriös und hetzerisch. Zumal sie keinen stichhaltigen Beweis vorlegen. Natürlich hört man viel über seine Verbindung zu dieser Familie, aber solange er sich nicht strafbar macht, ist das sein gutes Recht. Und wie steht es eigentlich um die Moral des Privatsenders Sat.1? Wie war das damals mit der Schreinemakers? Mit der Rüge von der Medienaufsicht? Mit den diesjährigen Mitarbeiterstreiks? Und wie steht es um unseren Studienabbrechers Ulrich Meyer? Der hat natürlich eine weiße Weste. Schneeweiß!
5. Redeverbot! Jetzt!
In letzter Zeit melden sich immer öfter Leute zu Wort, die eigentlich kein Recht dazu haben. Aber wer bestimmt das schon? Zum Glück keiner, denn sonst hätte ich weniger Schreibstoff! Die Dozenten von dieser Woche haben sich alle zum Thema „Rap heute, im Vergleich zu früher“ geäußert und sind Mack Daddy (Ex-Kriss Kross) und Bow Bow (Ex-Lil`). Also alles Leute, die auch mal ungefragt ihren Senf dazugeben können, ganz einfach weil sie Legenden sind. Mack Daddy, dem wegen einer Krankheit die Haare ausfallen, gab kürzlich in einem einschläfernd langweiligen Video zu Protokoll, dass Rap nicht mehr dasselbe sei wie früher. Angeblich wäre jetzt alles zu seicht und belanglos. Stimmt, der 92er-Hit „Jump“ behandelte ja auf wirklich eindringliche Weise das Problem der nomadisierenden Massai- Stämme Kenias. Aber er hat jetzt sein eigenes Label (Überraschung!) und will noch mal richtig durchstarten. Wollen wir ihn wecken? Näääh! Bow Wow hingegen ist Realist. Er hat endlich verstanden, dass er nicht rappen kann und das ihn niemand hören will. Also hängt er konsequenterweise das Mikro an den Nagel. Gut so, in Hollywood gibt’s eh mehr Kohle. Aber natürlich ließ er es sich nicht nehmen, einen ähnlichen Kommentar abzulassen. Dabei zitierte er sogar noch Nas und holte den Totschlaghammer aus dem Keller. Jaja, geh runter und spiel mit deinen Autos. Bengel!
6. Ich mach jetzt so Filme und so…!
Das Rapper sich auch als Schauspieler betätigen können, ist keine Neuigkeit. In den US of A wird dies schon seit vielen Jahren von den unterschiedlichsten Künstlern praktiziert. Einen Oscar konnte bisher noch keiner verbuchen, nicht mal ansatzweise. Aber einige gute Rollen waren schon dabei und was nicht ist, kann ja noch werden. In Deutschland war das bisher eine Ausnahme. Außer dem gnadenlos schlechten Hip Hop Tatort, sowie dem exzellenten „Wholetrain“, ist da noch nicht viel passiert. Das soll sich jetzt ändern. Im kürzlich angelaufenen Kinofilm „Kopf oder Zahl“ spielen, neben unsympathischen Knalltüten wie Heinz Hoenig, Claude-Oliver Rudolph und Martin Semmelrogge, auch Leute wie Harris, Afrob und Tyron Ricketts mit. Hat den schon jemand gesehen? Besonders viel darf man wohl nicht erwarten, obwohl die Los Banditos Jungs ja eigentlich sehr gute Bilder erzeugen können. Ihr Musikvideo-Katalog spricht da für sich. Dann gibt es ja bald Bushidos Film, immerhin (wie von mir vorausgesagt!) mit Bernd Eichinger an Bord. Und sogar Massiv verriet kürzlich, dass er was in diese Richtung plane. Na dann. PS: Checkt mal den Film „Geschwister – Kardesler“ (1998), da spielt ein nicht ganz unbekannter King of Rap mit!
7. Kamikaze, nazi, nazi, copy, papi?!
Diese Line von Juelz habe ich schon einmal zitiert, ich weiß. Aber die ist einfach so gut und wahr und weise, dass ich sie am liebsten ständig bei mir hätte. Vielleicht ersetze ich einfach mein gesamtes Vokabular durch diese eine Line aus Harlem. Ein paar Häuserblöcke weiter residieren die Damen und Herren des berühmten VIBE-Magazins. Das XXL-Magazin sitzt sicher auch irgendwo da in der Nähe. Und jetzt wird es spannend. Einige von euch dürften ja mittlerweile wissen, wer Elliott Wilson ist. Für die Unwissenden: Hip Hop Journalistenlegende, ehemaliger Chefredakteur des XXL Magazins, Source-Königsmörder und jetzt Betreiber von Global Grind. Seine Frau hingegen ist (immer noch) Chefredakteurin bei besagtem Vibe Magazine. Ein echtes Powerpärchen, selbst noch nach Wilsons Rausflug beim XXL Magazin. Besagte Dame bestimmt jedenfalls regelmäßig die Auswahl für das Cover. Wer kommt drauf? Wer nicht? Interessant wird es natürlich, sobald es um die Gründe geht. Auf der aktuellen Ausgabe ist ja Eminem (bekannt durch seinen Hit „My Name Is“) und zeigt noch immer kein Anzeichen von Bartwuchs. Egal. Viel wichtiger ist doch, dass Robin Thicke vor einer Weile das Cover verwehrt blieb, mit der simplen Begründung, dass er ja weiß wäre. Ohne darauf näher eingehen zu wollen, schließlich ist das ein heikles Thema und ich will meine Werbekunden nicht verschrecken, hätte ich einfach nur gern Thickes Gesicht gesehen, beim Anblick des Covers. Vielleicht nehmen sie ihn ja wenn er rot ist?
8. Blaupause, die Dritte!
Shawn Carter, der Über-Rapper und regulierende Endgegner für JEDEN da draußen der es wirklich wissen will, kommt bald mit dem dritten Blueprint um die Ecke. Das ist eine gute und eine schlechte Nachricht. Gleichzeitig. Gut ist einfach nur, dass er mal wieder was auf Albumlänge macht und dazu scheinbar keinen Film braucht, um sein Leben dann zwanghaft in dessen Handlung zu pressen und auf seichte Beats zu vertonen. Schlecht ist nur, und das ist jetzt natürlich Meckern auf sehr hohem Niveau, das der erste Blueprint so überirdisch und unwiederholbar gut war, dass die reelle Gefahr besteht, das der dritte Teil das gleiche Schicksal wie der Zweite erleidet. Die Zweiten sollte ich wohl eher sagen. Ach ja, „Kingdom Come“ war auch Murks. Basta! Wie könnte man ein solches Dilemma verhindern? Indem man sich fähige Leute an Bord holt. Einer von ihnen ist der von mir sehr geschätzte No.I.D., seines Zeichens Beatschmied aus Chi-Town, Yoda von Kanye und Produzent des hervorragenden „Accept Your Own and Be Yourself (The Black Album)“ von 1997. Auschecken! Er hat jedenfalls in einem Interview verkünden lassen, dass Blueprint Número Tres so klingen wird Kanyes Herzschmerz-Autotune-Abfahrt. Hm, wie soll das gehen? Laut No.I.D. wird es „mehr nach Hip Hop klingen“ und keinen Autotune-Rap beinhalten. Klingt kryptisch, ist aber so!
9. Big Deals…kinda
The Clipse sind schon außergewöhnlich coole Hunde. Muss man mal so festhalten. Warum die zwei Thornton Brüder es nie geschafft haben, so richtig durchzustarten weiß irgendwie niemand. Die Schaweine von JIVE dürften allerdings ihren Teil dazu beigetragen haben. Egal, die Jungs kennen Pharrell seit 93, demzufolge dürften sie ihre Schäfchen im Trockenen haben. Trockenschnee, that is! Wie um diese These zu bestätigen, lud Malice letztens einen sog. Vlog auf seiner neuen Seite hoch und präsentiert uns dort seinen Alltag. Man sieht ihn beim Pfannkuchen backen, beim Chillen vor seiner Villa und schließlich beim Golfen. Am Ende kündigt er noch ein Buch an. Nett und harmlos. Einige interpretieren das als geschickten, strategischen Move, mit dem sich The Clipse von ihrem Ex-Manager distanzieren wollen. Anthony “Geezy” Gonzalez wurde letztens, wegen dem Vorwurf einen 10 Mio. $ Drogenring geleitet zu haben, angeklagt. Als einschlägig bekannter Nachtclubbesitzer stehen seine Chancen wohl eher schlecht. Ob die Thorntons involviert waren, also über das „drüber rappen“ hinaus, ist nicht bekannt. Allerdings enthält die Anklageschrift einige Passagen, die genau darauf hindeuten. Mal schauen. Vielleicht hat Donni, ohne es zu wissen, dabei geholfen Drogengeld zu waschen, als er sein Play Cloths Shirt erwarb. Man weiß es nicht!
10. Was macht eigentlich…!
Bahar? Die Spendenkönigin des deutschen Raps, die mit ihrer äußerst ungewöhnlichen Aktion, Cashflow zu generieren versuchte, lässt sich für ihr epochales und fremdfinanziertes Comeback sehr viel Zeit. Dem Kleingedruckten der Spenden-Website kann man entnehmen, dass es wohl am 1. September dieses Jahres erscheinen wird. Sollte dies nicht geschehen, bekommen alle ihr Geld wieder. Immerhin 4500 Euronen! Denn eigentlich, so steht es zumindest in den AGBs, ist es gar keine Spende, sondern eine Schenkung. Auch egal, denn sie scheint mit dem Geld, welches für die Promo des Albums verwendet werden soll, nichts zu machen. Oder habt ihr schon was davon mitbekommen? Na gut, es gab diese sonntäglichen Video-Offenbarungen in denen Bahar total spannende Insider-Stories aus dem Berliner Rap-Alltag preisgab. War sterbenslangweilig bis unfreiwillig komisch, wissen wir alle. Aber immerhin sah der potentielle „Anleger“ (ohne jegliche Aussicht auf Rendite) das etwas mit seinem Geld geschah. Inzwischen hört und sieht man gar nichts mehr von der Dame und viele Geldgeber stellen sich inzwischen dieselbe Frage: Wurden wir betrogen? Lehmann Brothers 2.0? Wir werden sehen…!
Danke fürs Lesen!
PS: Hier geht’s zum Kolumnenarchiv!
PPS: In zwei Tagen kommt der echte Rick Ross aus dem Knast. Oh-oh (Teletubbiestimme)!
PPPS: Fringe Beste! Riiight?
Kritik bitte an: wzeut9mnc74hd@kLoä+=js.de

© 2009 splash! Entertainment AG | Datenschutz | Impressum | AGB
Splash! und Splash!-Logo sind eingetragene Markenzeichen der Splash-Entertainment AG