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Posts getagt mit ‘Kanye West’

Alibi Kolumne – Die 10 unfickbaren Sonntagsfakten – „Von Spinnenmännern und Vogeljungen – Ick bin ein Burrliner!“

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Kanye West x Spike Jonze x Kurzfilm

EIn Kurzfilm.

Kanye West, der meistgehasste Produzentenrapper der Welt (Swizz und Timbo begnügen sich ja glücklicherweise damit, ihre langweiligen Beats mit belanglosem Geshoute zu veredeln) lässt uns Ungläubigen ein Lebenzeichen zukommen. Die Optik ist hervorragend (wie das Kinn von Craig David – Grüße an Hip Hop Säm), aber Spike Jonze ist auch nicht Uwe Boll. Wer Spike Jonze ist, verrät dir Wikipedia. Nur so viel: der Lodenharry hat einige recht grpße Musikvideos zu verantworten. Und Being John Malkovich, welchen ich nie gesehen habe und wahrscheinlich auch nicht verstehen würde. Der vorliegende Kurzfilm zeigt einen betrunkenen, enthusiastischen Kanye, welcher sich selber feiernd durch einen Club stolpert. Also eigentlich wie immer. Natürlich ist das total künstlerisch gemacht und soll wohl als Selbsttherapie eines Geläuterten gedeutet werden. Wasever, ja?!

PS: Laut Martin Caballero hört man ab Min. 5 Mayer Hawthorne im Hintergrund. Hört ihr da was? Ich nicht!

Kanye West x Sinéad O’Connor x Asozialen-Lifestyle

kamber8

Alle regen sich auf, dabei träumen davon sich auch mal so benehmen zu dürfen. Mit Henny und Sinéad O`Connor im Schlangenanzug auf den roten Teppich und im Anschluss besoffen auf die Bühne rennen und sich zum Vollhorst machen. Besser gehts nicht, meine Freunde!

Der Soundtrack dazu ist natürlich diese von Joshimixu produzierte Rakete:

Drake feat. Lil Wayne, Eminem & Kanye West – Forever

Nach “Swagger Like Us … ” ist heute die nächste große Kombo mit Drake, Lil Wayne, Kanye West und Eminem erschienen.

Drake – Forever (Feat. Lil Wayne, Eminem & Kanye West)

Bonus: Lil Wayne – Bad (!)

Jay-Z x Kanye West x Rihanna – Run This Town


via rap.de

Spitzen Song aber eigentlich kann man bei dieser Kombo auch nicht viel falsch machen.

Jay-Z x Kanye West x Rihanna – Run This Town

via cooldown

Alibi Kolumne – Die 10 unfickbaren Sonntagsfakten – „Von Kampfpärchen und Egotrippern – Death of Autotuning!“

„Von Kampfpärchen und Egotrippern – Death of Autotuning!“

1.Sony Deutschland 2009 – Urban Tactics Pt.2!

Manager Rudi, A&R Jean-Pierre und Praktikant Ulf befinden sich auf dem Weg nach Hamburg, da Kaas dort laut Internet seinen Wohnsitz hat. Nach mehrstündiger Suche erfahren sie dann aber, dass sich der A&R verlesen und Kaas mit Laas verwechselt hatte. Als sie daraufhin dem Praktikanten mit Rausschmiss drohen, immerhin wäre das seine Aufgabe gewesen, steigt dieser erleichtert aus dem gemieteten Cinquecento aus und heuert auf einem Frachter an. Einige Stunden später erreichen die beiden Sony-Mitarbeiter Reutlingen.
A&R Jean-Pierre: Also, ich habe uns ein Meeting mit Kaas organisiert. In einer Stunde treffen wir uns mit ihm im Feenwald.
Manager Rudi (verwirrt): Bitte wo?
A&R Jean-Pierre: Keine Ahnung. Er hat mir nur eine Wegbeschreibung geschickt und gemeint, dass dort der Feenwald sei.
Nach kurzer Zeit erreichen die beiden den Waldrand und setzen ihren Weg zu Fuß fort. Dank der genauen Wegbeschreibung stehen sie plötzlich auf einer zauberhaften Lichtung. Um sie herum schwirren Bienen und Schmetterlinge und die warme Luft ist vom Duft der Walderdbeeren erfüllt. Plötzlich raschelt es hinter einem Baum und hervorspringt Kaas. Auf seiner Stirn prangt ein rosa Horn und seine Hände halten ein riesiges Herzbonbon.
Kaas: Hallo meine lieben Freunde! Schön das ihr gekommen seid. Setzen wir uns doch.
Manager Rudi: Nee, ich steh lieber. Wegen Grasflecken und so. Also wie dir Jean-Pierre sicher schon mitgeteilt hat, wollen wir mit dir über…
Kaas (unterbricht): Eins nach dem anderen, liebe Menschenkinder. Wir sind doch schön und haben Zeit. Lasst uns erst mal einen Freundschaftszaubertrank aus den Elfenkräutern der Hochebene herstellen und dann mit dem Zwergenkönig um das ewige Feuer des Lichts tanzen, um anschließend…
Manager Rudi (unterbricht): Hey, jetzt reicht es aber. Wir wollen Business machen und nicht rumzaubern. Also wir bieten dir einen (kurze Pause) Major-Deal an!
A&R Jean-Pierre (strahlt Kaas erwartungsvoll an): Tataaaaaa!
Kaas: Und wie wäre es mit einer Partie Trollball oder wir braten uns Ogerwürste oder wir besuchen die Elfenprinzessin und sammeln mit ihr magische Blumen oder wir tanzen mit den Einhörnern im tiefen Gras oder wir verzaubern ein paar Häschen..?
Während sich die Sony-Mitarbeiter mit hängenden Schultern auf dem Weg zu ihrem Wagen machen, telefoniert Kaas mit dem Chimperator Büro.
Kaas: Hey, jaja lief alles klar. Die denken ich spinne und hauen grade wieder ab. Haha.
Fortsetzung folgt!

Teil 1

2.No Auto-Tune for Old Men!

He did it again. Officer Jigga hat mal wieder ein Verbot ausgesprochen und gleichzeitig den vorzeitigen Tod eines sehr beliebten Gimmicks verkündet. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, in der Shawn Carter, auf dem Zenit seines Ballertums, mit einer einzigen Line vorgeben konnte, welche Autos, Getränke und Juweliere für die kommende Saison angesagt waren und welche nicht. Mit der Line „..we give those to baby moms“ tötete er bspw. eigenhändig ein Modell eines bekannten Autoherstellers der oberen Preisklasse, so dass jeder Rapper der etwas auf sich hielt, diesen Wagen entweder verkaufen musste oder ihn sich erst gar nicht zulegen durfte. Original Regulator! Und jetzt hat er es wieder getan. Der vielbeschäftigte Multimillionär hat sich den guten alten No I.D. geschnappt, über den seit „D.O.A.“ Hinz und Kunz redet, als hätten sie ihn schon immer gekannt und gefeiert, und mit ihm zusammen ein trocken rockiges Geschoss aufgenommen. Das Endergebnis ist ein Manifest der Jigga`schen Bosshaftigkeit. In der ihm eigenen Arroganz erklärt er den jungen Katzen ganz souverän warum man das Aufspringen auf Zügen lieber Stuntdarstellern überlassen sollte und warum enge Hosen für dünne Stimmchen sorgen. Ach ja und das die Verwendung von Auto-Tune ab jetzt völlig indiskutabel ist, wird auch mal erwähnt. Die Frage ist natürlich, darf er das? Darf ein fast vierzigjähriger Unternehmer der Jugend vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen hat? Zumindest tut er es einfach ohne um Erlaubnis zu fragen und liefert gleichzeitig einen attraktiven Gegenentwurf ab. Und das ist es, was ihn von den anderen Heulsusen und Meckeropas unterscheidet. Einmal Blaupause Drei, bitte!

3.Der Showdown der Tagteams!

Da es in Deutschland paradoxerweise trotz (oder vielleicht gerade wegen) einer Überflutung an Rappern und deren „Labels“, eine recht beschauliche, überregionale Szene gibt, wird jede mehr oder weniger aufregende A gegen B-Situation dankend angenommen und zelebriert. Das Deutschrap-Jahr 2009 scheint jedenfalls ganz im Zeichen des Showkampfs Berlin vs. Düsseldorf zu stehen. Auf der einen Seite stehen Bushido und Fler, die von gemeinsamen Gangbangs, über Disstracks, hinzu Gewaltandrohungen, alle Stufen einer gesunden und geerdeten Männerfreundschaft durchlaufen haben. Jetzt haben sie sich wieder zusammen gefunden, um den Fans das zu geben was sie scheinbar immer wollten. Ich habe CCN damals irgendwie verpasst, deshalb kann ich nicht behaupten, dass ich darauf gewartet hätte. Andererseits ist Frieden und Freude immer besser als Krieg, das weiß auch Kaas und freut sich gleich mit. Auf der anderen Seite stehen Farid Bang und Kollegah, die ebenfalls eine tiefe Männerfreundschaft zu verbinden scheint, immerhin wohnen sie zusammen und philosophieren in gemeinsamen Interviews über das Geschlechtsteil des jeweils anderen. Die lustigen Neckereien über die vergangen Ausflüge in die Talk-und Malereiwelt tun ihr Übriges. An dieser Stelle empfehle ich euch das Interview von Jan Wehn, das mit Abstand interessanteste von allen. Die Mischung aus zweideutigen Aus- und Ansagen an die Gegenseite lässt auf ein hitziges Verkaufsbattle schließen, wobei die gutenjungs in dem Punkt eindeutig die Nase vorn haben. Immerhin könnte Bushido einen Rohling releasen und die Kids würden die Media Märkte des Landes stürmen. Ich freue mich bei all der medialen Aufregung übrigens besonders auf das junge, brutale, apokalyptische Duo aus dem Spoken View Lager…!

4.Wenn man sich einmal verbrannt hat…!

Ist Anakin noch mal zu diesem riesigen Monstermaul auf Tatooine gereist, um darin mit einem Surfbrett herumzufahren? Ist Chuck Noland noch mal auf eine einsame Insel geflogen, um dort Volleyball zu spielen? Hat Beatrix Kiddo noch mal geheiratet? Die Antwort lautet in jedem Fall: NEIN! Und warum? Weil alle drei etwas gemacht haben, dass man gemeinhin als schlechte Erfahrung bezeichnen würde. Und dadurch, dass der Mensch (theoretisch) lernfähig ist kann er bestimmte Entscheidungen treffen, die verhindern, dass er sich noch einmal in dieselbe Lage versetzt. Ein Kind das sich am Ofen verbrennt wird es sich von nun an zweimal überlegen, ob es sich diesem Objekt noch einmal nähern sollte (Shout Outs an meinen Sohn!). Die LOX-Moise vom Block D scheinen das irgendwie anders zu sehen und widerstreben diesem Naturgesetz. Denn obwohl sie schon einmal mit dem selbstverliebten Mogul Diddymaus, dessen Label Bad Boy noch immer den zweifelhaften Ruf eines schwarzen Artist-Lochs genießt, zusammen gearbeitet haben wollen sie daran wieder anknüpfen. Beim nächsten Album soll es dann wohl so soweit sein. Dazu seien zwei Dinge gesagt. Erstens möchte ich nie wieder so ein schwach produziertes Album wie „No Security“ von den Jungs hören. Die sollen sich mal ein paar ordentliche Beats geben lassen (Crada nehm ich hier raus, der hat gute Arbeit geleistet) und vor allem aufhören ihren untalentierten Weedcarriern das Mic zu geben. Zweitens wissen wir doch alle noch gut genug wie die letzte „Zusammenarbeit“ der drei Yonkers-Trolle mit dem bösen Mann aus Harlem endete: mit Tränen, Streitereien und anderen unnützen Komplikationen. Verschont uns!  

5.sidochmalgenauhin!

Angeregt durch mein persönliches „Guter, alter Berlinrap-Revival“, welches durch die Wiederentdeckung des phänomenalen Berlin No.1 Vol.2-Tapes begann und durch die Tape-und Plattensammlung meines Nachbars, welche Exemplare von WBM, Royal TS und MOR enthält, zusätzlich angetrieben wurde, kann ich nicht anders als mich über die merkwürdige Wandlung des Maskenmannes zu wundern. Bestes Beispiel dafür dürfte wohl der denkwürdige Auftritt bei der diesjährigen Comet-Verleihung sein, als sido, Kitty Kat und Tony D ihren Preis für diesen Scooter-Song abholten. Der mit dem Arsch, bei dem der Tony so laut schreien darf. Das war auch das einzige was er durfte, die Katzenfrau kam überhaupt nicht zu Wort. Desweiteren wurden ihre Namen kein einziges Mal erwähnt und selbst sido sprach die ganze Zeit von seinem Preis und wie sehr er diesen verdient hätte. Irgendwie armselig. Das locker-freche Videointerview, welches die Bravo mit sido und dessen Freundin führte, reißt da leider auch nichts raus. Sido scheint inzwischen jede Art von Promo mitzunehmen, ganz egal wie peinlich diese auch sein mag. Und obwohl ich wirklich der Allerletzte bin, der in Sellout-Heultiraden einstimmt, so muss ich an dieser Stelle doch mal ein Zitat bringen: „Hier kommt der vercrackte sido von der Sekte“ Ach ja, früher..!

6.The Definition of Hype!

Drizzy Drake, Kanadas Exportschlager Nr. 1 (Kolle und Alanis Morissette müssen sich den zweiten Platz teilen), ist momentan der am meist gehypete Newcomer der Welt. Das ist Fakt. Natürlich kann sich nicht jeder mit dem croonenden Slicktalker aus Toronto anfreunden, aber dass  er untalentiert ist würde so auch keiner behaupten. Irgendwas scheint er sehr richtig zu machen. Jetzt könnte man dagegen halten, dass das auch für Soulja Boy gelten müsste, allerdings wird der nicht auf Jiggas nächster Single sein, hat keinen 9th Wonder Beat auf seinem Debütmixtape und generell auch weniger Fans im Rapper-Lager. Aber all das kann man getrost vergessen, denn das untrüglichste Zeichen für seinen übernatürlichen Hype, in dem Ausmaß zuletzt vielleicht beim kleinen Wanja aus Neu Orleans zu beobachten, ist ein ganz anderes. Vor kurzem veröffentlichte ein obskures Label namens Canadian Money Entertainment ein inoffizielles, nicht autorisiertes „Album“ von Drizzy namens „The Girls Love Drake“. Erstaunlicherweise stieg das Album in die Charts ein, bei iTunes und Amazon sogar recht hoch, da viele Fans scheinbar dachten, dass dies ein offizielles Album sei. Hätten sie fünf Minuten ihrer Zeit ins Nachdenken investiert, wäre ihnen sicher aufgefallen, dass es sich vielmehr um ein Mixtape handelt, welches fast ausschließlich altbekannte Songs enthält, und das Drake noch immer nicht gesignt ist. Das dürfte sich jedoch bald ändern, angeblich liegen auch schon die ersten Angebote über 2 Mio. $ auf dem Tisch. Vorher müssen Drake und sein Management allerdings noch dieses kanadische Label verklagen, insbesondere weil einige Songs auf dem Mixtape noch ungeklärte Samples enthalten. Egal, in Wirklichkeit zeigt das nur wie es am Tag der echten Albumveröffentlichung abgehen wird: Girls Gone Wild!

7.Young At Last!

Die Vorstellung, dass meine Kolumne den verlorenen Phillyanern auf dem weiteren Karriereweg hilft, ist schön, aber nicht besonders realistisch. Deswegen hat die aktuelle Meldung, dass Freeway mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von Young/Cash Money gesignt werden wird, auch nichts mit mir zu tun. Schön ist es aber trotzdem. Oder? Nachdem „Philadelphia Freeway 2“ auf einem mir völlig unbekannten Label erschien und dementsprechend unterging, sah sich der bärtige Nölian wohl dazu gezwungen, ein wenig Zeit in die weitere Karriereplanung zu investieren. Irgendwie ist er dabei an Baby Birdman geraten und scheinbar wurde man sich schnell einig. Den Rest der Welt ließ er per Twitter an diesem Prozess teilhaben und sorgte so für einigen Wirbel. Dadurch das er das Signing weder bestätigte noch völlig von sich wies, heizte er die Gerüchteküche (seit langem mal wieder) zusätzlich an. Was genau Baby und Wayne mit Philly Freezer anstellen wollen und warum sie meinen, dass dieser ins Roster passt und kommerziell erfolgreich sein kann, weiß (noch) niemand. Sollten sie ihm allerdings seine künstlerische Freiheit lassen und mit ordentlichen Soul-Beats eindecken, könnte daraus, vor allem durch die große Hype-und Marketingmaschine, noch was werden. Und mal ganz ehrlich: ein Duett von Free und Wayne auf einem Just Blaze Beat mit einer Jigga-Screwed Hook wär schon ganz geil, richtig?!        

8.Der ganz normale Wahnsinn – Ein Überblick!

In den US of A passieren laufend verrückte Sachen und natürlich macht dieses Phänomen auch nicht vor Hip Hop und dessen Protagonisten halt. Hier eine kleine Rundschau:
In Kansas kam es bei einem Zwischenstopp der Bacardi B-LIVE 2009 Tour zu einem äußerst denkwürdigen Vorfall. DJ Jazzy Jeff, Skillz und DJ Z-Trip sollten eigentlich dort performen, wurden dann allerdings kurzfristig rausgeschmissen (nein, nicht ausgeladen, sondern tatsächlich rausgeschmissen!) und zwar weil sie…Rap spielen wollten. Das durften sie nämlich nicht. Selbst wenn die Verantwortlich nicht wussten, welche Musik Jazzy gerne produziert und auflegt, so müssten sie doch zumindest früher mal Fresh Prince geguckt haben, eine Serie die sich eher am Rande mit klassischer Orchestrierung beschäftigte!
Scott Storch hat in einem Interview nochmal Stellung zu seinen Drogen –und Geldproblemen bezogen und erklärt, dass er mal innerhalb von sechs Monaten 30 Mio. ausgegeben hat. Meine Bewunderung für ihn und sein Können ist seitdem ins schier Unermessliche gewachsen.
Cürbis Cekzun beschwerte sich unlängst darüber, dass die Rapper von heute sich lieber mit Verkaufszahlen als mit ihrer eigenen Kreativität auseinandersetzen würden. Den kreativen Aspekt an „Curtis“ muss ich irgendwie überhört haben. Ganz anders ergeht es mir dagegen bei Yayos aktuellem Mixtape. Der Titel „Swine Flu“ lässt schon auf gehörige Kompetenzen schließen!
Als Jay-Z bei der diesjährigen Summer Jam Sause seinen neuen Hit performte, gesellte sich nach kurzer Zeit spontan der Mann zu ihm auf die Bühne, dessen Musikstil der Jiggamann gerade zu beerdigen versuchte. Jigga, ganz bosshaft, beugte sich kurz zu T-Pain, der nickte artig und hampelte nickend zum Beat neben Mr. Carter rum. Das 1mal1 des Erniedrigens!

9. Livereport: Cormega!

Letzte Woche nutzte Cormega aka The Dealer`s last Lyricist die Pause zwischen den zwei One Love Festivals um bei uns in Leipzig vorbeizuschauen. Im Vorfeld wurde bereits angekündigt, dass die Show aus Kostengründen im Café der eigentlichen Location stattfinden würde und man die Besucherzahl aus Platzgründen auf 100 begrenzen würde. Da ich seit Jahren ein knallharter Cormega-Stan bin, habe ich mir natürlich gleich ein Ticket reserviert und hörte mir am Abend vorher noch einmal „The Realness“ und „The True Meaning“ an, zwei Alben die man getrost als moderne Klassiker bezeichnen kann. An der Location angekommen, traf ich gleich einige Bekannte, bei so einer kleinen Besucherzahl auch nicht weiter verwunderlich. Nach ausführlichem Trashtalk begleitet von Flüssignahrung ging es dann irgendwann auch mal los. Der kleine Raum war ordentlich gefüllt, die Luft stand und alle schienen motiviert zu sein. Perfekt. Was folgte waren knapp 90 Minuten Rap und zwar raw & uncut. Der kleine Mann schlurfte zwar anfangs noch recht unsicher und benebelt auf die Bühne, bemerkte aber schnell, dass alle nur wegen ihm gekommen waren und einfach nur seine Hits hören wollten. Er freute sich dann auch sichtlich über den konstanten Chor der Mitrappenden. Der deutsche DJ, den man dem QBler zur Verfügung gestellt hatte, war leider ultra-whack. Hab ich so noch nie erlebt, ganz ehrlich. Er hatte zwar ein ganz hübsches, farblich perfekt abgestimmtes Kostüm an, baute aber nur Mist, so das ihn erst nur das Publikum und irgendwann auch Mega selber hänge wollte. Die Interaktion mit der Crowd lief dafür umso besser und so entschied sich Corey dazu, Vorschläge aus dem Publikum spontan in die Setlist mit einzubauen. Richtig Hip Hop wurde es dann, als er Mythos, einen stadtbekannten Rapper und Produzenten, auf die Bühne holte und der dann erst einen kompletten Track mitrappte und später für Cormega beatboxte. Noch verrückter wurde es aber, als er eine junge Dame zu sich hochholte, die dann ebenfalls einen kompletten Track von ihm doppelte und mehr Arbeit leistete als sein Backup. Wahnsinn! Seinen Überhit „Get out my way“ musste er übrigens dreimal bringen. We stomped that mother out! 

10.Was macht eigentlich…!

Max Herre? Also außer sämtliche Berliner Rapper auf die Palme zu bringen und am „Ich bin Schwabe also muss ich nach Berlin ziehen“-Syndrom zu leiden, versteht sich. Laut einer alten Pressemitteilung arbeitet er ja an einem neuen Soloalbum und ist mit seinem eigenen Label Nesola beschäftigt. Da ich nie wieder etwas von diesem ominösen Soloalbum gehört habe und mir persönlich auch kein aktuelles Release des Labels bekannt ist, stellte sich der Freundeskreis-Frontmann als potentieller Nummer 10-Kandidat heraus. Freundeskreis waren natürlich super, ganz egal was dein Lieblingspusher sagt, aber die Zeiten sind ja nun leider auch vorbei. Andererseits schafft das natürlich wieder Raum für neue Künstler, insofern sie denn mal kommen. „Zu Elektrisch“ gefiel mir überraschenderweise sehr gut, war halt eine schöne Common-Übersetzung. Und auch „FK 10“ war ein guter Mix aus Rückblick und Status Quo. Wenn er musikalisch und lyrisch irgendwo zwischen diesen beiden Songs anknüpft und weitermacht, dann könnte das sogar noch interessant werden. Für seinen alten Kumpanen Samy wäre das allerdings ein vorzeitiges Aus, zumindest was seine aktuelle Richtung angeht. Aber der Mann ist ja sehr vielseitig, fast wie ein Chamäleon. „Leg dein Ohr…“!

Danke fürs Lesen!

 

In diesem Sinne-lasst es euch gutgehen und Paul McCartney mal wieder so richtig wie einen kindischen, unreifen Trottel aussehen…so wie Kanye! HalloweenGäng, Bitches!

PS: Hier geht’s zum Kolumnenarchiv!

PPS: Curse hat gestern Abend bei Twitter über seine Splash-Auftrittszeit gejammert. Schenken wir ihm doch alle mal ein kollektives WUUUUÄÄÄHHHHH!

PPPS: In zwei Tagen geht die Welt unter…Yippieh!

Kritik bitte an: wzeut9mnc74hd@kLoä+=js.de

Kid Cudi signt bei Universal/Motown

Na wer hätte das noch gedacht? Ein sog. Hipster-Rapper bzw. einer der Vorreiter dieses “Genres” hat Erfolg. Und zwar nicht nur im Internet, denn das haben sie ja alle, sondern auch in der richtigen Welt. Unglaublich! Andererseits war “Day`N`Nite” auch DER Hit schlechthin und er hat immerhin an vier “808..”-Tracks mitgeschrieben. Jetzt also ein Major-Deal und ein eigenes Label (Dream On) in Zusammenarbeit mit Kanyes G.O.O.D.-Truppe. Sein Album “Man on the Moon: The Guardian” kommt dann wohl im Sommer. Hau rein!

Alibi Kolumne – Die 10 unfickbaren Sonntagsfakten – „Von Abtretern und Wiederkäuern – Es war alles ein Traum, ich las das Word Up Magazin!!“

„Von Abtretern und Wiederkäuern – Es war alles ein Traum, ich las das Word Up Magazin!!“

1.The Pre-Splash Files Pt. 3 – Ein Anruf bei Diddy!

Klingeln.
Diddy: Hi, it`s Diddy and i´m beautiful!
Alibi: Hey you old Nervensäge, spitze that i have you gleich dran. Listen, Jiggaman make Kohle for me klar from Nas and now i…
Diddy (unterbricht): Wait a second! I got to kiss my reflection in the mirror. (Schmatzgeräusche) Uuh, Diddy I love you. You`re so beautiful and talented. Alright, now i´m ready.
Alibi (angewidert): Aaalter, reiß you together! Also I got the Kohle inklusive Zinsen and alles and now I want kaufen from you something.
Diddy: I`m not sure what you`re talkin` about. You wanna do business with me? Is that right?
Alibi: Jaja, that you understand wieder, alter Blutsauger. But richtig, i want kaufen from you the old publishing rights von The Lox. Weißte? Have you doch oder?
Diddy: (seufzt) Why does everybody wanna buy that stuff? I am sorry my friend, but i already sold the rights to Curtis. He`s on some real negative shit. Revenge is not an option. That`s why i never really cared about the ones who shot Chris. Plus it made me rich! Haha!
Alibi (enttäuscht): Och nö, kotzt me really on! Have you ja toll make, you Idiot!
Diddy: Yes, I know. I´m not only beautiful and eternally talented, but i´m also smart. I lov…
Alibi: (unterbricht) Jaja, schon clear. You love you. Läuft. Ok, thanks trotzdem and tschüss!
Fortsetzung folgt!

2.Ciao Ciao Bella!

Wenn es am Schönsten ist, soll man ja bekanntlich gehen. Ich fand den Spruch schon immer blöd und blieb deshalb auch gerne so lange, bis sogar der härteste Abstinenzler mit Alkoholvergiftung in der Wanne umhertrieb. Halil, Specter und Spaiche wollten offenbar nicht so lange warten und gaben deshalb bekannt, dass die Ära Aggro Berlin offiziell beendet sei. Das ging dann doch schneller als erwartet! Abzusehen war es schon, gerade in Anbetracht der enttäuschenden Verkaufszahlen der letzten Ansage und natürlich des Wegganges von Fler. Der Südberliner gab zwar andere Gründe für die Trennung an, wie z.B. Enttäuschung über fehlende Unterstützung und das fehlende Engagement für SBM, aber den Braten wird er schon gerochen haben. Schließlich saß er bis vor kurzem noch an der Quelle. Das neue Cover der Hip Hop Bild wirkt da wie ein tragisch-komischer Verweis auf bessere Zeiten. Und die gab es ja, wie allgemein bekannt sein dürfte, zur Genüge. Über die Musik kann man sich streiten, das ist immer noch Geschmackssache, aber die Leistung der drei Aggro-Bosse in den Bereichen Grafik, Marketing und Erschaffung, sowie Verkauf von Images wird wohl kaum jemand bestreiten wollen. Das war und ist einmalig im deutschen Hip Hop Zirkus. Nicht nur weil sie Aggro Berlin zum erfolgreichsten Independent-Label der Republik machten, wohlgemerkt mit Musik die mal als unverkaufbar und unanhörbar galt, sondern auch weil sie einen Blueprint erschufen, den später nur Bushido zu nutzen wusste. Alle anderen imitierten nur oder versuchten noch eins drauf zu setzen. Shokte leider keinen. Und jetzt haben eben sie alles erreicht, was man mit dieser Plattform erreichen konnten. Die Künstler noch nicht, aber zumindest sido wird seinen Weg erfolgreich fortsetzen. Für den Rest wird es hart. Berlin Style, wa?

3.The Art of Coming Back!

Comebacks sind ja eine sehr delikate Angelegenheit. In den wenigsten Fällen gelingen sie, denn der Grat zwischen „Hey, da bin ich mal wieder und kill euch nebenbei“ und „Ich brauch Kohle und Aufmerksamkeit. JETZT!“ ist oft sehr schmal. Gelungene Comebacks sind sehr selten, im Rap-Bereich fallen mir spontan…keine ein. Obwohl doch, Pac kam in der Nachspielzeit ziemlich stark zurück. Aber das war ja auch Shook Neids Voodoo-Zauberei. Ansonsten gilt: wer einmal weg ist, der bleibt auch weg. Besonders in dieser schnelllebigen Zeit, in der die kaufstarke Zielgruppe jede Woche neue Rapstars vorgesetzt bekommt. Aber auch für den anspruchsvollen Connaisseur kann es zu anstrengend werden, ewig lange auf ein Lebenszeichen seines Lieblingsrappers zu warten. Das ist Eminem zwar nicht, aber zurück kommt er jetzt auch. Er will es zumindest. Durch seine Sonderstellung im Pop-Universum wird ihm das natürlich auch gelingen. Oder? Sein neuestes Video versetzt den geneigten Hörer/Betrachter allerdings erst mal in die Vergangenheit. Täglich grüßt das Murmeltier ist ein Scheißdreck dagegen! Promis und Politiker aufs Korn nehmen? Lustige Verkleidungen? Anzüglichkeiten auf Grundschulniveau? Hatten wir doch alles schon mal, zufälligerweise auch vom Blonden selber. Ob so wenig Innovation ausreicht, um die 2009er Kids hinterm Mac hervorzulocken, wird sich zeigen. CNN bewegen sich in einem viel kleineren Kosmos, haben aber auch ein Comeback gewagt. Als alter Fan habe ich viel erwartet und wenig bekommen. Die Erkenntnis, dass die beiden ihren Zenit schon lange überschritten haben, war übrigens dabei. Schade!

4.Selbstgemacht hält besser!

Selfmade Records erinnert mich immer ein bisschen an ein Superheldenteam voller Antihelden. Anarchische X-Men, sozusagen. Slick One allein weiß, was Slick One dazu getrieben hat, ausgerechnet DIESE Künstler zu signen und davon auszugehen, damit Erfolg zu haben. Aber es hat geklappt. Wider aller Erwarten ist es also doch noch möglich, als deutsches Rap-Indie-Label Charterfolge zu feiern, ohne zwangsläufig aus Berlin und/oder Aggro zu sein. Denn das mit den Images haben die nicht gepachtet, nur perfektioniert. Bei Selfmade funktioniert das ganze ähnlich, allerdings sind hier die Charaktere feiner ausgezeichnet und unterscheiden sich viel stärker voneinander. Klingt wie eine Film-Review, ich weiß. Bei Aggro Berlin z.B. habe ich nie einen wirklichen Unterschied zwischen B-Tight und Tony-D erkennen können. Der eine schreit, der andere bumst? Bei Selfmade hingegen gibt es einen technisch versierten Zuhälter, einen chaotischen Psycho, einen stillen Nordländer und seit neuestem auch einen gefühlvollen Autobiographen. Und eigentlich sind sie alle ganz anders. Oder? „Rapper sehn` wie Emos aus“ sagt Fler. Solange sie gut rappen können ist das wurscht, sage ich. Also, für jeden ist etwas dabei und wenn nicht, dann greift Slick einfach wieder selber zum Mic und gibt den Diddy. Jetzt wo Death R..äh..Aggro Berlin weg ist, gilt es eine Lücke zu füllen. Go for it!

5.Des Yeezys neue Kleider!

Nike muss jetzt einfach mal Stärke beweisen und Yeezys Betteleien ignorieren. Sollten sie dies nicht, werden sie ein fürchterliches Desaster erleben. Yeezy, beflügelt vom Erfolg seiner potthässlichen und überteuerten Treterchen, hält sich jetzt tatsächlich für einen Designer. Und ich Trottel dachte, dass mit dem Louis Vuitton-Praktikum war ein Witz! In einem Interview gab der Chicagoer Superstar kürzlich bekannt, dass er es nicht bei einem einmaligen Engagement belassen wolle. Ginge es nach ihm, würde er gerne unter dem Nike Dach eine eigene Linie hochziehen und der beste und bedeutendste Textil-Designer aller Zeiten werden. Kanye`scher Größenwahn as usual! Das Problem dabei ist jetzt aber, dass Nike (bisher) noch gar nichts davon wusste und diese Idee scheinbar gar nicht in Erwägung gezogen hat. Warum auch? Der Schuh war unerhört teuer und verkaufte sich wie ein über-hypeder, dafür aber potthässlicher und null innovativer Clownsschuh, also sprich: sehr gut! Die Sammler und die die sich dafür halten, campierten vor den Läden, Nike kriegt Promo und Kanyes Ego wird gestreichelt. Reicht doch!

6.Irre an die Macht!

Jim Jones macht seinem Namen alle Ehre. Immer. Überall. Für die die es nicht wissen: Jim Jones war ein geisteskranker Sektenführer und Massenmörder. Gibt es da eigentlich  Parallelen zum Rapper Jim Jones? Der hat zwar noch keinen umgebracht, obwohl er dauernd übers Schießen rappt, aber die Diplomats übten in der Tat eine Sekten-ähnliche Anziehungskraft auf Jugendliche weltweit aus und um seine geistige Verfassung dürfte es auch nicht allzu gut bestellt sein. Damit ihr euch eure eigene Meinung bilden könnt, erscheint demnächst eine neue Jim Jones Doku, in der u.a. Freunde, Kollegen und Label-Menschen zu Wort kommen. Ich war etwas verwundert, als ich davon hörte, immerhin gibt es ja schon eine Doku namens „Jim Jones: A Day in the Fast Life“, die ich natürlich auch gesehen und genossen habe. Ich glaube allerdings, dass ich da der Einzige bin. Nachdem sein Album gnadenlos floppte und kaum jemand seine Theater-Ambitionen ernst nimmt, scheint der bärtige Kiffer sein Heil in kleinen Filmchen (über sich selbst) zu suchen. Hollywood is ja auch nur so ne Stadt, ya dig? Ein Ausschnitt aus dem Trailer blieb mir besonders in Erinnerung: Jimmy telefoniert mit einer Ollen und wünscht ihr u.a. das ihr Neugeborenes doch bitte Down-Syndrom haben möge. Nett!

7.Mos Definitiv übermotiviert!

Sollte das (Fantasie-) Festival in Frauenfeld mit dem versprochenen Line-up über die  Bühne gehen, wird sicher der ein oder andere Rapper nach seinem Auftritt noch mal fix zu uns in den Osten kommen, um die Splash-Fans ebenfalls zu beglücken. Mit ein wenig Glück kommen dann auch Kanye und Weezy und treffen, mit noch ein wenig mehr Glück, auf den guten Mos Def. Der Black Star-Rapper tauchte in letzter Zeit wieder häufiger im medialen Dschungel auf. In einem kürzlich erschienen Video forderte er die Heavyweights zum Battle auf. Seiner Meinung nach könnten ihm Kanye, Weezy, Jigga usw. genau GAR NIX. Lyrisch, wohlgemerkt! Danach gibt es noch eine gefreestylete Kostprobe, die nicht wirklich bahnbrechend ist. So sehr ich Mos mag, aber einem gut aufgelegten Tag Team, bestehend aus Kanyeezy und dem Vogelsohn, dürfte er doch recht hilflos gegenüber stehen. Fragen wir ihn doch im Sommer noch mal!

8.Sollte ich mal…!

während einer Verfolgungsjagd mit der Polizei Selbstmord begehen, weil ich eine Frau geschlagen habe und erst einen Monat vorher wegen Drogenbesitzes verhaftet wurde, dann wünsche ich mir nur eins von euch: macht bitte kein Tribute-Video, indem man euch auf einem Friedhof zum Takt wippend sieht, während ihr völlig belanglose Hoodtales und Prahlereien vom Stapel lasst. Bitte niiircht! Wie ich darauf komme? Ein Rapper/Dealer aus dem Umfeld von Freekey Zekeys unbedeutender Crew 730 Dips namens King Tut erlitt kürzlich genau dieses Schicksal. Und was machen die Kollegen um ihre Trauer auszudrücken? Sie widmen dem armen Teufel ihre neue Single(?), die nicht nur von einem äußerst hochklassigen Video begleitet wird, sondern zu allem Überfluss auch noch den Lebensstil popagiert, dem King Tut zum Opfer gefallen ist. Cool! PS: Hausgeist Cam´ron ist wieder da…huuuuh!

9.Die letzte Schlacht gewinnen wir!

Jetzt reicht es mir endgültig! Steve Jobs, du mieser Gauner, komm raus und wir klären das in einem fairen Kampf. Nur wir zwei, keine Waffen und es wird nicht nachgetreten, sollte einer von uns beiden (also DU) am Boden liegen. Hey Steve, keine Sorge, ich bin auch kein Schläger. Ich bin einfach nur frustriert. Außerdem habe ich dich an dieser Stelle schon des Öfteren ermahnt und getadelt. Und dennoch lässt du mich gnadenlos auflaufen. Da geh ich doch voller Hoffnung und mit einem endgültig komatösen Ipod in der Tasche zu Saturn, um mir dann von einem dreist grinsenden Service-Mitarbeiter sagen lassen zu müssen, dass die reguläre Apple-Garantie nur für ein Jahr gilt. Danach ist man gewissermaßen auf sich allein gestellt. Aber Steve, ich will doch gar nicht auf mich allein gestellt sein. Ich akzeptiere die Existenz gewisser Monopole, solange diese mich eben nicht alleine und hilflos stehen lassen. Verkauf meinen Namen, durchleuchte meinen Kleiderschrank, kopier dir meine Einkaufszettel , aber sorge dann auch für mich. Das war der Deal! Ich könnte ihn zwar zu euch schicken, Steve, aber ihr würdet ihn mir nicht reparieren, sondern mir ein überteuertes Ersatzgerät zum Verkauf anbieten. Auf meine Frage hin, ob ich den Ipod dann gleich an Ort und Stelle verschrotten könne, antwortete der Mitarbeiter mit einem süffisanten Lächeln „Könn se gerne machen“. Was soll er sonst sagen? So, genug geredet, mein lieber Steve. Komm raus. JETZT!

10.Was macht eigentlich…!

Rah Digga? Die ehemals härteste Spuckerin der US of A scheint aufgegeben zu haben. Nach der Trennung von Bustas Weed Carrier Truppe hatte ich erwartet, dass sie sich fähige Leute vom Schlage eines Black Milk schnappt und einen würdigen Nachfolger zum durchaus erfolgreichen „Dirty Harriet“ Album aufnimmt. Da kam dann aber nicht mehr wirklich viel. Sehr schade und auch nicht wirklich nachvollziehbar. Gerade jetzt, da Remy Ma im Knast sitzt, Lil Kim überoperiert in einer Promi-Tanzshow rumhampelt, Foxy Brown von Label zu Label nomadiert, Nicki Minaj weniger Young Money ist als sie glaubt und man einen 16er von Jean Grae schon für 800$ bekommt, hätte sie gute Chancen gehabt. Ihr Ehemann Young Zee scheint ihrem Beispiel zu folgen, denn von ihm und seinen Outsidaz hört man leider auch nichts mehr. HALLO, AUFWACHEN!

Danke fürs Lesen!


In diesem Sinne-lasst es euch gutgehen und verkleidet euch mal wieder als unförmiger Kartoffelsack…so wie Timbo! OmasJackePlusOpasSteroideGäng, Bitches!

PS: Hier geht’s zum Kolumnenarchiv!

PPS: Ich hab gehört in Chorweiler gibt’s noch richtige Hip Hop Jams!

PPPS: Mims hat ein neues Album draußen…………………und sonst so, alles klar?

Kritik bitte an:

Alibi Kolumne – Die 10 unfickbaren Sonntagsfakten – „Von Stubenhockern und Hexenjägern – Sei nicht böse, UPS stellt noch ein!“

„Von Stubenhockern und Hexenjägern – Sei nicht böse, UPS stellt noch ein!“
1.The Pre-Splash Files Pt. 2 – Ein Anruf bei Jay-Z!

Klingeln.
Jay-Z:     Yup.
Alibi:     Hallihallo, Kamelgesicht! Haha, only Witz. Hier listen, last week i speak to Nas and say him he give back Monetos that he…
Jay-Z     (unterbricht): Wait a second (Adlib) Guru, turn the lights down. Turn my mic up (Adlib) Now open the window. Close it. (Adlib) Turn the lights on. Now turn my mic down. (Adlib) Jump on the keyboards. Make me a sandwich. (Adlib)Turn my headpho..
Alibi:     (unterbricht) What make you da, alter Quatschkopf?
Jay-Z:     What? I`m in the booth. Man we be doin this Blueprint 3.1.5 Shit. It`s gon be great.
Alibi:     Yes, so great wie Arsch of your Frau!
Jay-Z:     (wieherndes Gelächter…dann Stille) Yo, what did you just say?
Alibi:    Egal! What`s not egal is, is that your friend Nas must give back all Money inclusive Zinsen.I talk mit ihm but no want to. Maybe can you befehl ihm als old boss und so?
Jay-Z:     Listen, I got no clue what you talkin bout. If you got a problem with Nas – talk to him!
Alibi:    Aaargh. You Rappers nerv me! Ok,last year you go to Splash Festival, ja?
Jay-Z:    Wait a second. Oh yeah, I remember that festival in Russia. What about it?
Alibi:     No no, Ostdeutschland. Aber egal. The point is that you get money for that and you make Job ganz gut. But Nas not come before mal and keep money. He is stealer!
Jay-Z:    I`m sorry to hear that. But as you know,  i´m not his boss anymore. I can`t doanything!
Alibi:     Ok you Lappen, I say you secret: Not Chris Brown beat your Schnecke, Nas make it.
Jay-Z:    (Adlib) What? Alright, i´ll make him pay for that. Where do you want me to send it?
Alibi:     I send you Kontodaten bei Twitter. Thank you for all and say hi to your Olle from me!
Fortsetzung folgt!

2.It´s gettin serious, so take off all your Wertsachen!

Massiv aka Pittbull, Sony BMGs Euro-Grab #1, muss am 22. April dieses Jahres wieder an den Ort zurück, an dem der zweitgrößte Ärger seiner bisherigen Karriere begann und wo er höchstwahrscheinlich nie mehr hinwollte: in den Pott. Der aufmerksame Deutschrap-Gossip-Fan weiß natürlich auch warum er dahin muss. Es geht um den Angriff in Duisburg, als Massiv von der Bühne geknallt wurde und um die darauffolgende Massenschlägerei. Was da im Anschluss genau passiert ist, wissen wahrscheinlich nicht mal die dort Anwesenden. Da die Polizei anrücken und die Fete auflösen musste, rückte der Vorfall aber logischerweise auch in das Interesse der Staatsanwaltschaft. Und die scheint mit Massiv den Schuldigen ausgemach zu haben. Laut seinem Anwalt könnten ihm bei Verurteilung bis zu vier Jahre Haft drohen. Abwarten! Massiv fordert nun all seine Fans, in diesem Fall jene aus Fleisch und Blut, dazu auf, zu dem Prozess zu erscheinen, um…ja warum eigentlich? Wahrscheinlich verspricht er sich ein milderes Urteil, wenn die Richterin erst mal sieht wie viele junge Menschen dieser Künstler schon bekehrt und damit gerettet hat. So einen kann man doch nicht wegsperren. Ich hoffe er hat auch einkalkuliert, dass evtl. ein, zwei, drei Schalker Söhne anwesend sein werden… Peace!

3.Wann ist ein Mann ein Mann?

Kanye West entsprach noch nie dem, von Cürbis Cekzun propagierten, Prototypen des durchtrainierten, harten Rappers. Seine Welt waren schon immer eher die Boutiquen und Laufstege dieser Welt. Ach ja, ein Jesus-Fimmel und eine starke Affinität zu feimininer Farbwahl wurden ihm auch noch nachgesagt. Und genau da liegt der Hund begraben. Die meisten Blogger und Klatschtanten (mich selbst inbegriffen) haben sich in letzter Zeit immer häufiger auf Fotos gestürzt, die ihn in seltsamer Kleidung und vor allem in Begleitung von Menschen in noch seltsamerer Kleidung zeigen. Seltsam bedeutet in diesem Fall Leggins im Leo-Look, Cowboyhüte und bunte Jäckchen. Das es sich dabei vor allem um die Jungs von Sa-Ra handelt, die schon immer bescheuert und geschmacklos rumgelaufen sind, wird dabei oft unter den Tisch fallen gelassen. Genauso wie die Tatsache das diese Heinis verdammt gute Musik machen. Aus dem Kontext gerissen, entsteht so oft der Eindruck Yeezy würde in seiner Freizeit am liebsten mit CSD-Veteranen abhängen. Um dem entgegen zu wirken, sowie den damit verbundenen, ständigen Gayrüchte um seine sexuellen Präferenzen, hat er letztens verkünden lassen, dass er solche Berichte nicht mehr länger hinnehmen wird. Die Journaille habe zu akzeptieren, dass er hetero sei und solle sich lieber um andere, wichtigere Dinge kümmern. Schade, hat echt Spaß gemacht!

4.Privatsender auf Hexenjagd!

Bei Sat.1, einem Sender der schon immer für geistvolle Unterhaltung bekannt war, hat man jetzt einen neuen (Staats-)Feind: Bushido! Wie es dazu kam? Die jungen Männer von „Akte 09“ wollten eigentlich nur einen sauber recherchierten, investigativen Bericht über Bushido machen und wären am Ende fast gestorben. Ja, wirklich! Der Bericht besteht aus zwei parallelen Erzählsträngen. In dem einen kommt seine Schweizer Ex-Freundin zur Wort und in dem anderen schleichen die „Reporter“ von Akte 09 in seinem alten Viertel rum und befragen irgendwelche Menschen, nur um das ganze dann auch noch in seinem neuen Viertel durchzuziehen. Wow, dafür gibt’s auf der Journalistenschule sicher eine Eins und ein wohlwollendes Nicken vom Prof. Die  Ex-Freundin erzählt jedenfalls, wie sie den gutenjungen kennen- und lieben gelernt hat, wie sie schwanger wurde, wie er sie bedroht habe und wie sie dann abtrieb. Ok. Aber dann erzählt sie auch noch worauf er im Bett steht und andere unschöne Details. Will man nicht wissen und rückt ihre anderen Ausplaudereien in ein noch unseriöseres Licht. Zum vermeintlichen Eklat kommt es dann vor Bushidos Haus, als dieser in Begleitung eines Joggingguards aus dem Haus gestürmt kommt und dem „Reporter“ allerlei Dinge androht. Nicht so clever wenn eine Kamera dabei ist und läuft, andererseits bekommt man ja auch nur das zu sehen, was man sehen soll. Vielleicht haben sie versucht durch die Fenster zu filmen, vielleicht wollten sie etwas über seine kranke Mutter machen…weiß man alles nicht. Ein unangenehmer Beigeschmack bleibt.
PS: Ich kann den Blick von Ulrich Meyer recht passabel imitieren!

5.Geschichtsstunde 2.0 – Die Akte Fiffy!

Dame Dashs Ex-Anwalt, der unter dem seltsamen Namen Combat Jack bloggt, hat wieder zugeschlagen und seine persönlichen Industrie-Geheimnisse mit der Welt geteilt. Diese Woche geht es um Cürbis Cekzun und der Insider-Bericht steht unter dem Titel „50 Cent Is Not A Rapper“. Dürfte für Aufregung sorgen. In dem Text beschreibt er wie er das erste Mal von Cürbis gehört und ihn dann auch kennengelernt hat. Parallel dazu gibt es noch eine kurze Übersicht über die einzelnen Karrierestationen des G-Unit Häuptlings. Das meiste ist natürlich bekannt, aber vor allem die Beschreibung des Zusammentreffens, sowie einige interessante Details, die den meisten so nicht bekannt gewesen sein dürften, stechen hervor. Am Ende kommt er dann zu dem folgerichtigen Schluss, das Cürbis kein Rapper ist und wenn er es denn je war, dann höchstens auf seinen ersten Mixtapes. Ich finde ja auch, dass er nie wieder so hungrig und fokussiert klang, wie vor dem Interscope-Deal. Combat Jack bringt es auf den Punkt: „50 Cent the rapper is dead, long live 50 Cent, the world’s smartest entertainer. “

6.HussundHodnplusEntourage!

Vorgestern waren die Antimaterie-Helden von der Kölner Entourage Crew in der Stadt und natürlich konnte ich mir das nicht entgehen lassen. Die Goons Donni und Freitag (medizinische Zelle und Muskel der Schwänzengäng) kamen zum Auswärtsspiel vorbei und gemeinsam machten wir uns auf den Weg. Als wir ankamen, war der kleine Club fast leer. Gemütlich war es trotzdem und so ballerten wir uns erst mal einige energiegeladene Vodkas rein und lauschten den vorgestrigen Klängen, welche die DJs zum Aufwärmen und/oder Einschläfern auflegten. Drei Stunden später war der Club dann recht voll und es zeichnete sich langsam aber sicher ein Beginn der Festivitäten ab. Ignorant, aber verständlich. Wer will schon vor 50 Leuten auftreten? Hip Hop Prominenz war inzwischen auch schon eingetroffen: u.a. Lokalmatador Morlockk Dilemma und Splash-Regulator Mirko Roßner. Eröffnet wurde der kölsche Reigen durch O-Flow, welcher sich als Überraschung des Abends entpuppen sollte. Wie energetisch und selbstbewusst dieser kleine Kerl abging, nötigte uns doch einiges an Respekt ab. Sylabil Spil war…ungewöhnlich. Der Taktlo$$-Vergleich ist jedenfalls nicht weit hergeholt. Danach dann endlich der Retrogott und sein DJ. Was folgte war ganz normaler Wahnsinn. Allein zu sehen wie eine Crowd zu jazzigen Boombap-Beats pogt, ist schon ein Ereignis. Die Idee, zwischen den eigenen Tracks Klassiker aus den US of A reinzuknallen und zu hosten, finde ich übrigens revolutionär. Nach einem netten Plausch mit Ben vom splashmag ging es dann nach Hause, vorbei an einer brennenden Mülltonne! Räpp!

7.Meeensch, lass doch die Olle!

Jigga hat eine Menge zu tun. Die Stalker seiner Frau verjagen, täglich neue Restaurant- und Labeldeals abschließen, einmal die Woche mit Barack telefonieren und sich Swagger-Tipps abholen, talentierte Künstler entweder droppen oder gar nicht erst signen, seinem Ex-Buddy beim Totalverlust zuschauen usw. Geschafft wird immer im Hause Carter. Und dennoch nimmt er sich ab und zu Zeit für die verlorenen Seelen unserer Generation, um Hilfe zu leisten und Unterstützung anzubieten. Er müsste das eigentlich nicht, aber da er als ehemaliger Dealer ein schlechtes Gewissen hat, möchte er Wiedergutmachungsarbeit leisten und damit etwas zurückgeben. Zurückgeben an diejenigen, von denen er früher nur genommen hat. Kurz gesagt, er will Amy Winehouse bei den Aufnahmen zu ihrem neuen Album unterstützen. Warum? Seiner Meinung nach ist sie eine gute und wichtige Künstlerin, der man einfach nur mal wieder bisschen helfen müsste. Stimmt, eine Therapie wäre angebracht und da wird ja sicher auch gesungen und getanzt. Mark Ronson hüpft natürlich treudoof auf den Zug auf und will auch wieder mitmachen. Super! Hilf lieber Rhymefest, damit der endlich mal mit „El Che“ fertig wird!

8.Plies und die kleine Goonette!

Plies kann nicht rappen, aber dafür sieht er scheiße aus und hat auch sonst keinerlei Talente, die ihn für den Aufenthalt im Blitzlichtgewitter qualifizieren. Das sehen einige US-amerikanische Musik-Connaisseure scheinbar anders und geben tatsächlich Geld für seine CDs aus. Aber das scheint ihm nicht zu reichen, denn kürzlich gab er in einer Videobotschaft bekannt, dass er eine Serie namens „Goonette“ produziert hätte, die es bald zu sehen gäbe. Zeit und Ort werden dabei allerdings nicht weiter berücksichtigt. Wie in einem schwarzen Loch! Egal, am Ende wird es wahrscheinlich eh bei YouTube bleiben. Ist ja die Straße 2.5. Also worum geht es in dieser Serie? Es geht, allen Ernstes, um eine kleinwüchsige Stripperin und ihren täglichen Hustle. Ein Thema das uns nicht nur alle betrifft, sondern auch brennend interessiert. Das hat der olle Plies schon gut erkannt. Um es uns noch schmackhafter zu machen, gibt es auch gleich einen Trailer und der ist…verstörend. Nicht weil sie kleinwüchsig ist und auch nicht weil sie an der Stange steht, sondern weil eben genau das gemacht wird, was nicht das Ziel sein kann. Sie wird als exotischer Freak gefeiert, der sich von Männern hochheben und betatschen lässt und durch seinen Sonderstatus die meisten Scheine abgreift. Vielleicht stimmt ja mit mir irgendwas nicht und das Ganze ist total ok…?!

9.No Money, No Auslauf!

C-Murder, der eine Bruder von Master P (nicht der andere!), schlägt sich ja nun schon seit Ewigkeiten mit dem langen Arm des Gesetzes herum und will einfach nicht klein beigeben. Angeblich soll er ja einen 16-jährigen erschossen haben. Immerhin wurde seine Strafe in Hausarrest umgewandelt, was sicherlich angenehmer sein dürfte. Aber da hat er sich wohl nicht immer dran gehalten und außerdem ist jetzt ein neuer Richter für seinen Fall verantwortlich. Ende des Monats wird die Mordanklage dann wohl noch mal neu verhandelt und wenn es ganz schlecht läuft, muss der untalentierte Rapper wieder zurück in den Bau. Für länger, versteht sich. Aus diesem Grund bat er kürzlich seine Fans und Supporter per Brief zur Kasse. Da ihm das Geld auszugehen scheint, sein großer Bruder scheint ja auch nix mehr zu haben, müssen jetzt eben andere aushelfen. Er stellt sich das so vor: jeder spendet tausend Dollar und versucht möglichst noch hundert andere Menschen davon zu überzeugen, dasselbe zu tun. Läääääuft!

10.Was macht eigentlich…!

Kay-One? In zweierlei Hinsicht eine interessante Frage. Zum einen stellt sie sich, in Anbetracht seines Outputs der letzten ein, zwei Jahre. Nicht das ich auf ein Soloalbum warte, deine kleine Schwester hätte bestimmt Interesse daran, aber komisch ist es schon, dass da außer hausinternen Features nichts passiert. Oder? Müssen da nicht alle mal ran und was rausknallen?  Was macht er denn dann stattdessen? Arabisch lernen? WoW zocken? In der Villa saugen? Rotzen? Zum anderen wird seine Position als „voll bester Freund für immer von Bushido, Alta“ jetzt ernsthaft in Frage gestellt. Erstens weil der sich wieder mit Fler vertragen hat und zweitens weil Provokateur #1 Hengzt kürzlich bekannt gab, ab und zu mit Kay zu telefonieren. Und was macht er dann, wenn er wieder alleine und damit das ist, was er auch vorher schon war, nämlich ein in Hip Hop Kreisen mittelschwer bekannter Rapper, der etwas schneller als der Rest war?

Danke fürs Lesen!

In diesem Sinne-lasst es euch gutgehen und verkleidet euch mal wieder als außerirdischer Sexschlumpf mit Fuchsschwanz…so wie Sa-Ra`s Taz Arnold! EsZählenAuchDieInnerenWerteGäng, Bitches!

PS: Hier geht’s zum Kolumnenarchiv!

PPS: Gibt es ein Album, dass seiner Zeit weiter voraus war als Common`s „Resurrection“?

PPPS: Schlafen die 16bars-Jungs eigentlich auch mal?

Kritik bitte an: wzeut9mnc74hd@kLoä+=js.de

Alibi Kolumne – Die 10 unfickbaren Sonntagsfakten – „Von Wurstbonbons und Krötenjägern – !“



„Von Wurstbonbons und Krötenjägern – !“

1. Mal wieder im Hip Hop Himmel!

Unser letzter Besuch liegt lange zurück und so wie sich in der irdischen Welt einiges getan hat, gab es natürlich dementsprechend auch hier einige Veränderungen. Nachdem es Eazy-E gelungen war, sich selber und damit auch alle Neuankömmlinge auszusperren, kann er seine Türstehertätigkeiten nicht weiter ausführen und würfelt deshalb mit den Neuen eine Runde vorm Tor. Jedenfalls solange bis ein Rapper stirbt, der über Erfahrung im Bereich Schlüsseltechnik verfügt. Drinnen herrscht eine angespannte Atmosphäre. Biggie und Pac tragen ein Battle aus. „Über mich gibt es jetzt sogar einen Kinofilm, Harr Harr“ „Na und, über  mich gibt es 500 inoffizielle DVDs, in denen Menschen, die mich nie gekannt haben, über mich und meine Musik philosophieren. Mit Wackelkamera und ohne Bonusfeatures!“ „Mein alter Chef verdient immer noch Millionen und nervt wie eh und je“ „Meiner auch, aber Geld verdient er keins mehr. Dafür schläft er in letzter Zeit häufiger auf dem Bordstein. Er sucht den Kontakt zur Straße. Thug Life!“ „Ich hab einen Twitter-Account!“ „Thug Life!“ Genervt stehen Jam Jaster Jay und Pun am Rand (obwohl Pun liegt eigentlich mehr) und schauen dem Treiben zu. „Übrigens, RUN-DMC kommen endlich in die Rock`n`Roll Hall Of Fame!“ Pun beißt einem Engel den Unterschenkel ab und erwidert schmatzend „Äh, DAS bringt dir ja jetzt auch..äh..nicht mehr sooo viel“ „Fick dich, ich geh jetzt auf Wolke Sieben und spiel mit Lefteye Golf. R.I.P.!

2.Angela, pack die Monetos aus!

Ich muss jetzt mal auf den Tisch hauen. Stammtisch, that is. Es werden Milliarden an Bänker verteilt, die ihren Job als ein einziges großes Monopoly-Spiel zu begreifen scheinen und der kleine Mann geht mal wieder leer aus. Dabei wäre es doch nur gerecht allen gescheiterten Durchschnittsrappern, Hobby-CEOs und Kleinstadt-Hustlern ein Stück vom gigantischen Euro-Kuchen  abzugeben. Es herrscht eine Rezession und die macht eben auch nicht vor der Generation Myspace Halt. Angela, du musst jetzt schnelle Hilfe leisten. Hier haben junge Leute viel Geld verpulvert, um sich und ihre zurückgebliebenen Kumpels endlich auch mal in einem Video zu sehen. Ulf und Knulf haben ihre Bausparverträge aufgelöst, nur um sich die neueste Picaldi-Kollektion und dazu passende Air Max leisten zu können. Autos wurden geleaset, Animierdamen gemietet und der ein oder andere Dealer wartet auch noch auf sein Geld. Und das alles nur, um am Ende doch noch ein Star zu werden. Reich, berühmt und berüchtigt. Wie Fard schon in der aktuellen Juice meinte: „Wann hat denen einer eingetrichtert, dass Rap ihnen das finanzieren muss?“ Gute Frage und die Antwort lautet: Cürbis und Anis! Immer einen Schuldigen suchen, machen Angie und ihre Kollegen ja auch nicht anders und in diesem Fall hat es sogar den Vorteil, dass sie sich ihr Geld bei den Genannten wieder holen können. SOS!

3.Deutschrap im Fleischfrühling!

Klingt wie der Albumtitel eines rappenden Metzgerlehrlings. Aber da Stefan Raabs Sohn nicht rappt, geht es hier eher um die verfrüht einsetzende Grillsaison in der deutschen Rapszene. Erst letzte Woche hatte ich den Gefühlsfrühling ausgerufen und nun das. Aber ist das wirklich ein Widerspruch? Handelt es sich bei den neuen Beefsteak-Attacken nicht auch um Gefühle, wenn auch um recht negative? Interessant ist zudem, dass einige Akteure durchaus multitaskingfähig sind und mehrere Beefis zur selben Zeit am Brutzeln haben. Fler kämpft z.B. an mehreren Fronten gleichzeitig, so wie es schon seine blauäugigen Vorfahren vor einigen Jahrzehnten taten. Details dazu gibt es bei Herrn Sorge, dem neuen Geschichts-und Vertrauenslehrer der 10/2. Neben dem außergewöhnlich lustigen Telefonat mit „King Zulu“ (Zitat Synthman Mike), zeugen auch seine Disstracks gegen Selfmade bzw. Kolle, sowie sein latenter Zorn auf seinen Ex-Partner von dessen Vielfleischerei. Schade, die neue Single fand ich gar nicht übel, aber hier verzettelt sich jemand! Staiger und Manuellsen wären fast in den Freefight-Ring gestiegen, ebenfalls ein fleischiges Unterfangen, ließen es dann aber doch bleiben. Es gibt übrigens eine Nachrichten-Funktion bei Myspace! Die nutzten z.B. der äußerst unterhaltsame Farid Bang und der äußerst…naja also der Hip Hop Schock MOK. Keine Ahnung worum es da wieder ging, aber Hauptsache ihr nehmt zum Grillen die richtige Soße. Der Brutzelsenf von Bautzner kann z.B. gar niiirrrchts!

4.Weezo ist es so ruhig in Weezyana?

Dass die Syzzurp-Ration runter gefahren wurde, begrüße ich als besorgter Beobachter natürlich. Aber das Ziehvater Birdman den Hahn scheinbar komplett abgedreht hat, finde ich wieder übertrieben. Anders kann ich mir jedenfalls nicht erklären, warum seit einiger Zeit kein Mucks mehr aus der Richtung von Sumpfschlumpf Carter Karlo zu hören war. Außer einiger Young Money Sausen und einem erneuten, zaghaften Cürbis-Diss war doch da nichts, oder? Keine verrückten Aktionen, keine Verhaftungen, keine absonderlichen Aussagen zu merkwürdigen Themen. Was ist da los? Bereit er sich etwa in aller Ruhe auf die Übernahme des Rock-Genres vor? Gibt Kevin Rudolf ihm noch schnell Gitarrenunterricht? An dieser Stelle übrigens Über-Respekt an den Mann. Einen Hit mit so einem Künstlernamen zu landen ist wirklich eine reife Leistung! Zurück zum Troll. Vielleicht haben seine Bosse aber auch das Gegenteil getan und die Dosis dramatisch erhöht, so das er bis zum nächsten Release in einem Sirup-Becken schockgefrostet ausharren muss, um ja keinen Quatsch zu machen. Bitte melde dich, Wan Solo!

5.Kollabos sind das neue Solo!

Zu zweit ist immer gut. Das geht beim Tandemfahren los, gilt ebenso fürs Tekken-Zocken und endet mit dem Beischlaf. Wesentlich pragmatischer gehen es dabei unsere Deutschrap-Heroen Jonesmann und Olli Banjo, sowie Snaga und Fard an. Gebündelte Kraft trifft härter und oftmals präziser. Und so haben sich diese acht Fäuste zu jeweiligen Tag Teams zusammen gefunden, um mal wieder ein wenig Relevanz und Können in das oftmals trübselige Tagesgeschehen zu bringen. Und das ist ihnen, nach meinem bisherigen  Kenntnisstand, auch schon gelungen. Obwohl ich beide Alben noch nicht gehört habe, so kann ich doch anhand vorangegangener Appetithäppchen ungefähr abschätzen, dass das alles richtig und gut ist. Erwartungsgemäß! Die Optik des „Vögel“-Videos ist bspw. grandios und für deutsche Video-Verhältnisse mindestens wegweisend. Jungs und Mädels: Studieren, nachmachen, Abwechslung schaffen! Das Banjo in dem Track schon wieder seine uralte Fruity Loops-Litanei anstimmt lässt sich dabei auch verschmerzen. Das Pott-Team geht wohl etwas andere Wege als bisher und wird explizit politisch(er). Nicht so wie es für Rapper oftmals typisch ist, davon zeugen schon die fundierten Aussagen im aktuellen Juice-Interview, sondern eben im Pott-Style. Leidenschaftlich, nicht ohne Pathos, aber definitiv ohne Zeigefinger. Das nächste S&P Album wollen wir natürlich trotzdem alle, gell? 

6.1st Round Hipster Knockout!

Es gibt einen neuen Trend unter den Rappern der sog. Hipster-Fraktion. Man hört auf sobald es am schönsten ist, d.h. relativ schnell nachdem man überhaupt erst angefangen hat, nur um dann doch wieder einen Rückzieher zu machen. Klingt kompliziert und schwer nachvollziehbar. Aber ist ja nicht unser Leben! Nachdem der notorisch überschätzte B.o.B. schon einmal laut darüber nachgedacht hatte, dem Spielchen den Rücken zu kehren, zog ihm jetzt Kid CuDi gleich. Trotz eines unglaublichen Hypes, einem echten Hit und den richtigen Gönnern in der Industrie teilte er seinen Fans vor wenigen Tagen mit, nach seinem Debüt aufhören zu wollen. Gründe? Er habe alles erreicht, denn er könne für sich und seine Familie sorgen (wie genau das möglich sein soll, erschließt sich mir nicht…) und außerdem wolle er nicht abheben. Wale, sein einziger wahrer Freund in diesem Zirkus, habe ihn auch schon darauf aufmerksam gemacht, dass er sich langsam verändern würde. Interessanterweise macht auch CuDi einen Rückzieher vom Rückzieher und hinterlässt ein Heerschaar verunsicherter Internet-Fans. Mir ist es relativ wurscht, da die Jungs irgendwie alle noch nicht viel gerissen haben und somit von nichts zurücktreten können. Meine Vorschläge: Weniger twittern und öfter mit echten Menschen reden! Überhaupt erst mal ein Album machen und dann weiter gucken! Nicht ganz so enge Hosen tragen, das macht nur wirr!

7.Was nicht passt, wird passend gemacht!

Wieder so eine absurde Episode aus dem Land der unbegrenzten Moislichkeiten (nebenbei auch noch mein Hauptstudienobjekt). Der „Manager“ von Bone Thugs-N-Harmony verklagt Louis Vuitton. Klingt erst mal nicht so spektakulär. Es abwarten ihr müsst, junge Jedis! Beim Besuch von Kanyes Geburtstagsparty, die logischerweise in einem LV Store stattfand, passierte nämlich etwas eher Unschönes. Nein, keine Schießerei und aus der Torte kam auch kein nackter Karl Lagerfeld. Viel profaner! Dem „Manager“ stürzte ein Ladenschild auf den Kopf. Angeblich soll es irgendwie schief an der Wand montiert gewesen sein, um dem ganzen den Anschein einer Party Location zu geben. Also bisschen Ghetto im Haute Couture Paradies, weil´s so schmutzig und sexy ist! Der Beschädigte ist natürlich nicht so glücklich mit der Fallentwicklung des Louis Vuitton Schilds und hat den Konzern auf eine unbestimmte Höhe Schmerzensgeld verklagt. Hm. Ich überlege gerade, ob ich ihn anrufen sollte, um ihm die Handwerksfirma als möglichen Schuldigen vorzuschlagen. Damit er sich nicht allzu sehr blamiert. Obwohl das sein Job ja schon besorgt hat. Jackass!   

8.I see MJ more in the hood than Curtis!

Diese Line vom fetten Johannes feier ich ja immer noch extrem. Einerseits weil gute Lines  beim BAkon-featurenden Miami Joe die Ausnahme geworden sind und weil sie einfach sauwitzig ist. Aktuell gewinnt sie auch wieder an Bedeutung, denn der ehemalige King of Pop ist wieder unterwegs, um seine leeren Konten zu füllen. London is the place to be und der Thriller-Star absolviert gleich mal eine ganze Reihe an Auftritten. Erstaunlicherweise gibt es ja immer noch genügend Menschen, die bereit sind einen Riesenbatzen Geld auf den Tisch zu knallen, nur um ein blasses, gebrechliches Männlein in den Fünfzigern zu sehen, dass flüsternd vor ihnen herumwackelt und mit seinen knorrigen Fingern auf die wenigen Kinder im Publikum zeigt. Und trotzdem haben  manche Fans angeblich tagelang vor den Verkaufsstellen campiert, um ihn noch ein letztes Mal zu sehen, bevor…ja, bevor was denn? Bevor ihn die Ferengi wieder abholen?  Das ist alles ganz schön krank und abgedreht.  So wie die Greisenkinder bei Akira. Mitleid hat man mit denen ja trotzdem. Ich hör jedenfalls weiter mein „Off the Wall“-Tape und reminisziere mit der Hand im Schritt!

9.Einmal Harlem und zurück!

Letzte Woche waren die berühmten Harlem Globetrotters in der Stadt und natürlich durften wir uns das nicht entgehen lassen. Ich selber bin ja auch ein großes Basketball-Talent, zumindest in den Kategorien Trashtalk und Hookshots. Viel mehr kann ich auch nicht. Aber da es ja irgendwie auch ein inoffizielles Element des Hip Hop Theaters ist, war das ein Pflichtbesuch und findet hier somit seinen wohlverdienten Platz. Einer meiner Freiplatz-Mitstreiter konnte glücklicherweise vierte Reihe Tickets zu einem Viertel des Originalpreises klarmachen und so stand der Sause nichts mehr im Weg. Rezession? Pah! Die Show begann mit einem wilden Potpourri aus bekannten Rapsongs der Kategorie Kanye, Luda und Game. Passt! Wir erwarteten natürlich die heißesten Cheerleaderinnen der Ostküste und wurden…maßlos enttäuscht. Stattdessen stürmte ein als Globus verkleideter Idiot das Feld und turnte in bester Zirkusclown-Manier munter vor sich hin. Die nicht mal halbvolle Halle gähnte und wir ließen uns das überteuerte Bier schmecken. Die Show selber bestand dann aus einem Spiel zwischen den Haupthelden und einer fiktiven und (fast vollständig) weißen Gegenmannschaft. Die wurden natürlich abgezogen und mussten allerlei Späße ertragen. Späße schienen überhaupt das Allerwichtigste zu sein. Spektakuläre Dunking-Einlagen gab es kaum, dafür umso mehr nervtötende Interaktionen mit dem kartoffeligsten Publikum seit „Wetten Dass?“. Die meisten Witze zündeten nicht, da viele Anwesende scheinbar kein Englisch konnten. Dafür ließen sie einfach mal das zweite Quarter unter den Tisch fallen und erledigten unmotiviert ihren Job. Harlem? Dipset!

10.Was macht eigentlich…!

Sam Scarfo? Es gab mal eine Zeit, da galt dieser Mann als das nächste große Ding im verrotteten Apfel von Nordamerika. Allerdings war das auch eine Zeit, in der jede Woche jemand anderes ganz oben auf der Liste potenzieller New New Yorker Superhelden stand. Sam ging dabei besonders clever vor. Anstatt sich einen allzu eigenen Style zuzulegen, bediente er sich einfach kräftig bei den Herren Wallace und Cekzun. Sicher, da gibt es wesentlich schlechtere Strategien, allerdings auch erfolgversprechendere, da originellere. Für einen Def Jam Deal hat es dann aber doch gereicht. Gut, wer war da nicht alles schon mal gesignt? Ich immerhin schon dreimal in meinem bisherigen Leben! Scheinbar haben Jigga und Konsorten das anfängliche Interesse an dem stämmigen Burschen recht schnell wieder verloren und so stand er wieder ohne Deal da. Aber immerhin mit der Gewissheit, die wahrscheinlich dreisteste, ungesignte Symbiose aus Cürbis und Christopher zu sein, die es je gegeben hat. Ein wahrlich beruhigender Gedanke!

Danke fürs Lesen!

 
In diesem Sinne-lasst es euch gutgehen und chillt mal wieder mit psychopathischen Zwirnhändlern…so wie Mr. West! CrackMadeMeDoItGäng, Bitches!

PS: Hier geht’s zum Kolumnenarchiv!

PPS: Widerspricht der Erfolg von Peter Fox nicht eigentlich allen Klischees vom schlechten Musikgeschmack der deutschen Masse?

PPPS: Splash Headliner 2009…Vorschläge?

Kritik bitte an: wzeut9mnc74hd@kLoä+=js.de

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