Dieser Guido hier spricht im Vergleich zu manch anderem Namensvetter sehr gut Englisch, kommt er doch aus dem Südwesten Englands. Bristol um genau zu sein. Im Dunstkreis von Joker, Pinch, Ginz und Konsorten hat er sich mit Maxis auf Punch Drunk in der Vergangenheit als weiterer Vertreter des Purple Sounds einen Namen gemacht und mit “Anidea” im Frühjahr das sehnlichst erwartete Debütalbum abgelegt. Der hypnotische Tune “Mad Sax” ist der Standouttrack des Albums und dessen Vibe wird vom folgenden YouTube-Kommentar auf den Punkt gebracht:
“I feel like I decided to go scuba diving and ended up being serenaded by a mermaid playing a sax.”
Während Skream, Benga und Artwork mit ihrer aktuellen, gemeinsamen Single “I need Air” scheinbar das Dorfdisco-Publikum für Dubstep und co. begeistern wollen, geht die Auskopplung zu Skream’s zweitem Solo-Album glücklicherweise in eine etwas andere Richtung. Dabei hat auch “Listenin’ to the Records on my Wall” vergleichsweise wenig mit den musikalischen Wurzeln des Produzenten zu tun, viel mehr erinnert der Song mich stellenweise an alte Jungle-Platten. Das Video mit Adam-und-Eva-Thematik ist auch, nun ja..recht ungewöhnlich.
“Outside the Box”, so lautet der Titel des neuen Albums, erscheint am 26. Juli bei Tempa Records!
Wieder mal ein schöner Dubstep-Tune mit einer interessanten Geschichte darüber hinaus: Angefangen hat es mit “The Weed Smoker’s Dream” 1936 von den Harlem Hamfats, das deren Mitglied Kansas Joe McCoy 1941 ein wenig abänderte und in “Why Don’t You Do Right” umbenannte. Dann kamen die Sängerin Peggy Lee und der Klarinettist Benny Goodman mit einem Cover um die Ecke, das sehr erfolgreich wurde.
2010 hat sich dann der serbische DJ Gramophonedzie dem Ganzen angenommen und es in unser Jahrtausend verfrachtet, woraus wiederum der britische Produzent Kovu einen Dubstep-Remix gebastelt hat. Dem Lied hört man in allen Versionen seinen bluesigen Ursprung an, was es umso schöner macht. Genug schwadroniert, hier der Soundcloud-Track. Damit ihr euch auch eine Meinung bilden könnt.
Schon in der Single-Version ist das Duett von Lily Allen & Professor Green mit einem gut pumpenden Beat ausgestattet. Im Joker-Remix wirkt der Song aber noch weitaus drückender, ohne dabei jedoch seinen “Pop-Appeal” zu verlieren. Vielleicht nicht so gut und wegweisend wie Skreams Remix zu “In for the Kill”, aber doch ein weiteres Indiz dafür, dass die Dubstep-Produzenten sich mittlerweile einen festen Platz in der britischen Popmusik erobert haben.
Übrigens werden sowohl Professor Green (leider ohne Lily Allen), als auch Joker auf dem diesjährigen Splash! auftreten, seit also gespannt!
Falls ihr noch nicht gespannt auf das LP-Debüt der sogenannten “Dubstep-Supergroup” Magnetic Man wartet, dürfte dieser Track euch eventuell weiterhelfen. Einfach gesprochen liefert “Mad” so ziemlich exakt das, was man von einer Zusammenarbeit von Benga & Skream erwartet. Im Klartext bedeutet das Musik mit einer Bassline, die euch, bei entsprechender Anlage, gehörig den Gehörgang durchpustet, aber auch in den eher melodiösen Parts keinesfalls enttäuscht.
Dieser Tua von Chimperator / den Orsons hat sich an Drakes & Jay-Zs “Light Up” gemacht und das in Dubstep-Manier einmal ordentlich zerpflückt und neu zusammengestückelt. Dubstep ist für mich immer noch Fremdland, aber dieses Teil hier ist auch für mich ein ordentlicher Kracher. Youtube klaut einem ja leider ein bisschen den Bass raus, deshalb hoffe ich auf eine inofizielle Veröffentlichung irgendwo in den Weiten des Netzes. Anscheinend hat auch schon jemand den Track von Youtube gerippt und den Link dazu in die Kommentare des Ursprungsbeitrags reingehauen, aber das habt ihr nicht von mir
Nun aber zum Video Lied:
Tuas Blog ist übrigens auch sehr empfehlenswert, obwohl er selten postet. Allein der Titel mit dem schönen “The Streets”-Zitat sollte zum Lesen ermuntern!
Update:Der Rapidshare-Link aus den Kommentaren ist natürlich schon wieder outdated, deshalb sollte euch die Suche nach vixy oder anderen youtube-mp3-Convertern weiterhelfen.
Da man Benga wohl mittlerweile niemandem mehr vorstellen muss, der halbwegs an elektronischer Musik aus dem Vereinigten Königreich interessiert ist, spare ich mir das heute mal.
(Außerdem ist mein Denkapparat dem Berliner Hochsommer-Tag sei Dank heute eh nicht mehr in der Lage, mehr als 3 grammatikalisch richtige Sätze zu schreiben )
Das, vom schwedischen Filmemacher Kristofer Ström geschaffene, Video zu Baltimore Clap stellt jedenfalls den, in der Clubmusik allgegenwärtigen, Clap in den Mittelpunkt und spielt in einer relativ außergewöhnlichen Fabrik. Aus meiner Sicht ist hier das Video klar interessanter als der Track, aber seht selbst!
Der Hyperdub-Chef Kode 9 wird in Kürze der Dj-Kicks-Reihe seinen Stempel aufdrücken. Auf dem Mixtape wird, neben einer Menge Fremdmaterial, auch diese Eigenproduktion enthalten sein.
Mächtige Bass-Lines. Das ist offensichtlich so ziemlich alles, was der UK-Produzent Doorly gebraucht hat, um aus Delphic’s Indie-Dance-Hit “Counterpoint” eine Dubstep-Nummer zu machen. Funktoniert aber eben auch erstaunlich gut.
Das mir bisher unkannte Dubstep-Produzententeam Symbiz (bestehend aus den deutsch-koreanischen Brüdern BuddySym und ChrisImbiss) hat sich mit dem Südafrikaner Spoek Mathambo zusammengetan. Das Ergebnis in Videoform zerballert alles. Auch die restliche Arbeit des Beatbauer-Duos kann man sich gerne geben.
Am 04. Mai wird der gute Rusko mit “OMG” ein Album auf den Markt werfen, mit dem er gedenkt, die Genregenzen von Dubstep zu sprengen und zu erweitern.
Neben Gucci Mane konnte der britische Produzent auch Amber Coffman,die Sängerin der Dirty Projectors, für einen Gastauftritt begeistern. Die Zusammenarbeit mit der besagten Dame wird mittlerweile auch bei RCRDLBL (als Remix) zum freien Download angeboten.
“Hold On” ist durch die poppigen Vocals sowieso schon ein eher ungewöhnlicher Dubstep-Track. Durch den Remix von Sub Focus wird dieser Mischung auch noch eine Prise Drum’n'Bass beigefügt und fertig ist ein Song, der dem harten Kern der Dubstep-Fraktion womöglich nicht so sehr gefallen wird, aber trotzdem sehr hörenswert ist.
Das Video ist schon etwas älter, kann man aber dennoch noch mal pushen. Jahdan macht eine Mischung aus Hip-Hop, Reggae und Dubstep und hat Ende vergangenen Jahres seinen Langspieler “Buzzrock Warrior” rausgekloppt, der in die gleiche Kerbe schlägt.
Runterladen könnt ihr euch “The General” auf seiner Homepage unter “Free mp3″, allerdings muss man (s)eine Email-Adresse als Pfand da lassen.